Mitte Dezember 1799

In einem Brief an A. L. Hülsen äußert Schleiermacher den Wunsch, ihn baldmöglichst in Lentzke zu besuchen und schlägt hierfür einen Termin vor.Vgl. Brief *755 [Schließen]

Mitte/Ende Dezember 1799

Schleiermacher kündigt Friedrich Schlegel die Absicht an, eine Verteidigungschrift zu dessen Roman „Lucinde“ zu publizieren; gleichzeitig teilt er mit, er wolle etwas „im ganzen über die deutsche Literatur geben“;Vgl. Brief *766 [Schließen] der letztere Plan wird aber nicht weiter konkretisiert.

Mitte Dezember 1800

Abschluss der Ausarbeitung der Predigten für die Sammlung.Vgl. Brief 997, 174f [Schließen]

10. December 1801

Über A. W. Schlegel lädt Schelling Schleiermacher zur Mitarbeit an dem von ihm gemeinsam mit Hegel herausgegebenen „Kritischen Journal der Philosophie“ ein und regt an, er solle eine Rezension über Jacobi verfassen,Jacobis Aufsatz haben Sie ganz richtig charakterisirt. Es sind verlegene und alt gewordene, halb geistreiche Tendenzen. Wollten sie es nicht übernehmen, Schleiermachern zu bereden, daß er diesen Jacobischen Aufsatz für das 2. Heft unseres Journals kritisirt? Ich würde ihn selbst darum bitten, wenn ich eben die Zeit dazu hätte. Es würde uns nicht nur unseres Journals, sondern der Sache selbst wegen sehr wichtig sein; denn von Schleiermacher läßt sich über Jacobi etwas ganz eigenes erwarten. Die beiderseitigen Individualitäten mögen einen besonderen Berührungspunct bilden.“ (Schelling: Briefe, Bd. 2, S. 363) – Bei dem Aufsatz handelt es sich wohl um F. H. Jacobis Abhandlung „Über eine Weissagung Lichtenbergs“, die in dem von J. G. Jacobi herausgegebenen „Taschenbuch für das Jahr 1802“ bei Perthes in Hamburg erschienen war (S. 3-46). [Schließen] was dieser jedoch ablehnt.Vgl. hierzu Schelling an A. W. Schlegel, 4. Januar 1802: „Was Schleyermacher wegen des Jacobi sagt, ist allerdings gegründet. Denn allerdings muß jede Kritik weit über ihren Gegenstand hinausgehen, auf Grundsätze, die nicht in ihnen liegen.“ (Schelling: Briefe, Bd. 2, S. 369) – Vgl. hierzu Schleiermachers wohl auf Anfang 1802 zu datierende Notiz im fünften „Gedanken“-Heft: „Schelling ist im Journal grob und skurril. Das ist unphilosophisch und ist nichts damit gewonnen.“ (KGA I/3, S. 300, Nr. 73) [Schließen]

10. December 1808

Ferdinand Schill zieht an der Spitze der preußischen Truppen in Berlin ein.

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1808 bis 1811, erarbeitet von Sarah Schmidt und Holden Kelm. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194

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