02. Februar 1808

Zusammen mit dem Mediziner Ludwig Friedrich Froriep publiziert Schleiermacher eine „Anzeige“ in der Nummer 27 der Staats- und Gelehrtenzeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Vgl. ebendort Sp. 7 sowie KGA I/14, S. 93–95. [Schließen] mit der beide in Bezug auf die Mitteilung in der Hallenser Allgemeinen Zeitung vom 18.1.1808 dementieren, sie hätten um eine Wiederanstellung in Halle gebeten und diese nicht gewährt bekommen. Zum historischen Kontext vgl. KGA I/14, S. XLI–XLIV sowie Patsch, „Ein Gelehrter ist kein Hund. Schleiermachers Absage an Halle“, 1985. In einen Brief vom 26.1.1808 an seinen Freund Brinckmann erläutert Schleiermacher seine Haltung zur Wiedereinstellung an der Universität Halle (Brief 2617, 5–22, KGA V/10): „Die Wiederherstellung von Halle hat keinen Einfluß auf mich gehabt. Theils war ich schon abgereist von dort ehe eine ganz bestimmte Aussicht dazu war, theils lebe ich der festen Ueberzeugung daß eine Universität wie sie mir allein wünschenswerth ist und wie sie in Halle anfing sich zu bilden unter den gegenwärtigen Umständen dort nicht bestehen kann, und hatte mich deshalb schon während meines Sommeraufenthaltes hier entschlossen es lieber darauf zu wagen was von den hiesigen Entwürfen zu Stande kommen wird. Nun hat man sogar von Cassel aus erklärt wer am 1ten October nicht in Halle gewesen, solle provisorisch nicht als ein Mitglied der Universität angesehen werden, wodurch denn außer mir auch Wolf und Steffens, Loder Froriep Schmalz Leute verschiedner Art von dort ausgefegt sind, so daß sich Halle nun auf einmal alles fremdartigen Stoffes entlediget den es seit einigen Jahren eingesogen und nun ganz als das Alte wieder auferstehen kann unter der Direction unseres Freundes Niemeier, der nun Gelegenheit haben wird seine peinliche Scheu gegen alles neoterische zu befriedigen und seinen antiuniversitätischen Gedanken freien Lauf zu lassen. “  [Schließen]

02. August 1808

Rückfahrt nach Berlin, sie führt über Stralsund (wo Schleiermacher das Grab seines verstorbenen Freundes Ehrenfried von Willich besucht),„In Stralsund“, schreibt Schleiermacher am 7.8. unmittelbar nach der Rückkunft in Berlin seiner Braut, „war ich noch an Ehrenfrieds Grabe und reichte ihm in schöner Zuversicht in die andere Welt hinein die brüderliche Hand zum neuen Bunde; sein Geist ist gewiß mit uns.“ (Brief 2782, 61–63, KGA V/10). [Schließen] über Milzow und Anklam und schließlich über Prenzlau (3.8.), wo er Station bei Johanna Herz, der Schwester von Henriette Herz, macht.

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1816 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1816 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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