Juli 1778

Übersiedlung der Familie nach Pleß infolge des Bayrischen Erbfolgekrieges. Schleiermachers Vater liegt mit den Regimentern in der Nähe von Gnadenfrei und wird dort zur Herrnhutischen Frömmigkeit „erweckt“.

Juli 1792

Besuch bei dem Studienfreund F.C.G. Duisburg in Danzig zu dessen Hochzeit. Schleiermacher verliebt sich in die Schwester der Braut, Sara Bestvater. Kontakt zu dem Buchhändler Troschel, der in der Folge den Verlag der Schrift „Über den Wert des Lebens“ übernehmen will.

Juli 1794

Auseinandersetzung mit Schumann über die Aufteilung der Kompetenzen.Vgl. Brief 268 [Schließen]

Zweite Jahreshälfte 1796

Arbeit an einer Abhandlung über die Vertragslehre (die sich bis in das Jahr 1797 hineinzieht).Vgl. die überlieferten Manuskripte in KGA I/2, 51–74 und die Einleitung von G. Meckenstock ebd. S. XXII–XXV [Schließen]

Juli 1798

Schleiermacher lehnt die ihm von F. S. G. Sack angetragene Hofpredigerstelle in Schwedt ab.Vgl. Brief *491 und Brief *492 [Schließen]

Juli bis August 1798

Studium Kants und Fichtes.Vgl. Brief 483, 16 und Brief 503, 19f [Schließen]

Juli 1799

Bei Friedrich Franke in Berlin erscheint, ebenfalls anonym, Schleiermachers Schrift „Briefe bei Gelegenheit der politisch-theologischen Aufgabe und des Sendschreibens jüdischer Hausväter. Von einem Prediger außerhalb Berlin“.KGA I/2, S. 331–361; vgl. dort die Historische Einführung S. LXXVIII–LXXXV [Schließen]

1. July 1800

Schleiermacher liest die erste Rezension der „Reden über die Religion“, die 1800 in den „Neuen Theologischen Annalen“ erschienen war.Vgl. Brief 901, 2–18 und die Auszüge aus der Rezension im Sachapparat [Schließen]

Anfang Juli 1800

Durch F. Schlegel erhält Schleiermacher seine Exemplare der „Vertrauten Briefe über Friedrich Schlegels Lucinde“. In seinem Begleitbrief mahnt der Freund Schleiermacher, seine Beiträge für das gemeinsam projektierte „Philosophische Journal“ zu benennen und fordert ihn auf, den „Reden über die Religion“ eine historische Darstellung des Christentums folgen zu lassen.Brief 903 [Schließen]

1. July 1801

Schleiermacher berichtet seiner Schwester Charlotte von der wohl im November 1799 vorgefallenen Szene, in der er Eleonore Grunow eine eheliche Verbindung in Aussicht gestellt hatte.Brief 1072, 162–294 [Schließen]

1. bis 6. Juli 1803

Amtsreise nach Westpreußen.Brief 1496, 19f [Schließen]

1. July 1804

Schleiermacher predigt in Sagard.Vgl. Brief 1772, 84–86 [Schließen]

1. July 1810

Schleiermacher wird besoldetes Mitglied der Sektion für den öffentlichen Unterricht im Ministerium des Innern. Aufgrund des erhöhten Arbeitsaufwandes durch seine Mitarbeit in der Sektion und Deputation wurde ihm an der Dreifaltigkeitskirche ein Adjunkt genehmigt: Friedrich August Pischon (1785–1857) übernahm vom 9.10.1810 bis 28.5.1815 einen Teil der pfarramtlichen Tätigkeiten.W. v. Humboldt schlug dem König am 22.6. vor, Schleiermacher als besoldetes Mitglied in die Sektion des öffentlichen Unterrichts aufzunehmen und der König ernannte Schleiermacher am 6.7. rückwirkend zum 1.7.1810, vgl. Max Lenz, Geschichte der Universität Berlin, Bd. 4, Dokument Nr. 44, S. 116f. und Nr. 45, S. 118. [Schließen] Schleiermacher zahlte ihm, wie aus einem Brief an Nicolovius vom 3.8.1810 hervorgeht, 300 Reichstaler Gehalt.Vgl. Brief 3476, 10–13, KGA V/11.  [Schließen] Neben seiner Tätigkeit als Leiter der Wissenschaftlichen Deputation wird Schleiermacher zusätzlich ordentliches Mitglied der Unterrichtsabteilung, in der ihm viele administrative Aufgaben zukamen. Schleiermacher nahm diese Tätigkeit wohl auch in der Hoffnung an, möglicherweise in naher Zukunft auch in die Kultusabteilung berufen zu werden, in der er sich besser platziert sah.Vgl. Wolfes, Öffentlichkeit und Bürgergesellschaft , 2004, S. 271 f. und KGA II/12, „Historische Einführung“, S. 5 f. [Schließen] An seinen Freund Gaß, der Mitglied der Breslauer Wissenschaftlichen Deputation war, erläutert er die Zustimmung zur Mitarbeit, die auch einigen Aufschluss über seine Entlohnung gibt: „Das Geld abgerechnet (ich bekomme nemlich 2000 R wovon ich aber einen Gehülfen an der Kirche mit 300 R remunerire und die Wissenschaftliche Deputation, also 400 R abgebe) ist mir die Veränderung nicht außerordenlich lieb und ich habe sie wirklich nur angenommen, dies auch Dohna und Humboldt erklärt in der Hofnung es würde sich mit der Zeit finden daß ich auch in den  Cultus käme. Denn in der Section des öffentlichen Unterrichts konnte ich als Director der Wissenschaftlichen Deputation immer auch mitwürken ohne die Fülle von mechanischen Arbeiten zu haben, und eine tüchtige Gehaltsverbesserung war man mir bei der Universität doch schuldig. Jezt bin ich besonders seit Uhden auf einer Geschäftsreise abwesend war aufs äußerste beladen gewesen und sehne mich nach der Ausspannung welche mir die Reise nach Dresden giebt.“Brief 3504, 25–37, KGA V/11. Zur komplizierten finanziellen Entlohnung, in der bei Aufrechnung der Tätigkeiten miteinander Schleiermacher am Ende schlecht wegzukommen glaubt, vgl. auch seine Ausführungen in einem Brief an Nicolovius vom 3.8.1810, Brief 3476, KGA V/11.  [Schließen]

1. July 1811

Schleiermacher besucht die Mittwochsgesellschaft und notiert sich in den ökonomischen Notizen seines Tageskalenders Ausgaben in Höhe von 3 Rth. und 4 Sgr.

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1808 bis 1811, erarbeitet von Sarah Schmidt und Holden Kelm. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194

Download

Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen.