01. August 1804

Schleiermacher schickt Reimer die Übersetzung des „Parmenides“.Vgl. Brief 1799 [Schließen] Er berichtet an den König über das Examen des Kandidaten Behmer.Vgl. Brief 1798 [Schließen]

04. August 1804

Über den Inspektor Brunn in Stettin reicht Schleiermacher sein Gesuch um Abschied von der Stolper Hofpredigerstelle ein, um Anfang September von Stolp aufbrechen zu können.Vgl. Brief 1801 [Schließen]

23. August 1804

Reimer sendet die ersten Aushängebogen des zweiten Bandes der Platon-Übersetzung.Vgl. Brief 1812 [Schließen]

30. August 1804

Schleiermacher berichtet L. von Willich über seine Abschiedspredigt in Stolp.Vgl. Brief 1814, 2f [Schließen] Er schreibt Reimer, dass er zwar noch nicht förmlich sine Entlassung erhalten habe, aber am Abend des 31. Abreisen wolle, sofern er nicht noch ein ausdrückliches Reiseverbot erhalte. Er wolle über Stettin und Landsberg reisen und um den 9. September in Berlin eintreffen.Brief 1815, 2–9 [Schließen]

11. August 1805

Schleiermacher hält eine Predigt, in der er kritisch auf Galls Schädellehre Bezug nimmt.Vgl. Briefe 2014, 13–16 und 2026, 43–50 [Schließen]

13. August 1805

Schleiermacher ist mit Goethe zu einem Diner bei F. A. Wolf geladen.Vgl. Briefe 2014, 4–11 und 2018 [Schließen]

26. August 1805

Ein weiteres Treffen mit Goethe bei Wolf.Vgl. Brief 2021 [Schließen]

03. August 1806

Eröffnung des akademischen Gottesdienstes in Halle.Vgl. Brief 2226, 7f. [Schließen]

15. August 1806

Stubenrauch berichtet, dass er die von Schleiermacher für 250 Reichstaler gekauften Bücher aus seiner Privatbibliothek in 3 Kisten versandt habe;Vgl. Brief 2240 [Schließen] der Kaufpreis gilt als Darlehn, wobei die Zinsen an Stubenrauchs bzw. an ihre Enkeltochter fließen sollen.Vgl. Briefe 2195, 59–65, 2221, 27–32 und 2271, 22–30 [Schließen]

01. August 1808

Schleiermachers langer Beitrag „Herakleitos der dunkle, von Ephesos, dargestellt aus den Trümmern seines Werkes und den Zeugnissen der Alten“ erscheint in dem von Buttmann und Wolf herausgegebenen Museum der Alterthums-Wissenschaft im dritten Stück des ersten Bandes. Vgl. ebendort, S. 313–533 sowie KGA I/6, S. 101–241, zur Entstehung vgl. KGA I/6, S. XXV–XXXV. [Schließen] An August Boeckh schreibt Schleiermacher am 18.6.1808: „So werden freilich auch unsere Heraklite sehr verschieden werden. Der meinige ist nun, für dies mal, was mich betrifft fertig, nur den Druk lasse ich noch unvollendet zurük. Etwas schwerfällig, wie ich pflege, werden Sie auch dieses finden, und für Ast wird es wieder einzeln zusammengeforscht sein nicht aus der TotalAnschauung der Hellenischen Philosophie, die freilich nur der Kundige darin erkenen wird, aber die auch in dem philologischen Museum äußerlich wenigstens nicht dominiren durfte.“ Brief 2701, 259–270, KGA V/10. [Schließen]

02. August 1808

Rückfahrt nach Berlin, sie führt über Stralsund (wo Schleiermacher das Grab seines verstorbenen Freundes Ehrenfried von Willich besucht),„In Stralsund“, schreibt Schleiermacher am 7.8. unmittelbar nach der Rückkunft in Berlin seiner Braut, „war ich noch an Ehrenfrieds Grabe und reichte ihm in schöner Zuversicht in die andere Welt hinein die brüderliche Hand zum neuen Bunde; sein Geist ist gewiß mit uns.“ (Brief 2782, 61–63, KGA V/10). [Schließen] über Milzow und Anklam und schließlich über Prenzlau (3.8.), wo er Station bei Johanna Herz, der Schwester von Henriette Herz, macht.

05. August 1808

Ankunft in Berlin. Schleiermacher findet bei Ankunft ein Schreiben Schellings „mit Diplom“ vor, das ihm die Mitgliedschaft in der Münchner Akademie der Wissenschaften als auswärtiges korrespondierendes Mitglied bestätigt. Vgl. Brief *2774, KGA V/10, Schleiermacher antwortet Schelling am 6.12.1808, Brief 2963, KGA V/10.  [Schließen]

19. August 1808

Beschluss zur Reise nach Königsberg, Abreise am darauf folgenden Tag am späten Abend. Station in Landsberg (21.8.), in Marienwerder (24.8.), wo Schleiermacher unerwartet Fabian Dohna trifft, wie er seiner Halbschwester Anne (Nanny) berichtet: „Noch eine Reisegeschichte ist daß ich in der Nacht ganz zufällig mit Fabian Dohna zusammentraf. Erst sprachen wir zusammen ohne uns zu erkennen dann fanden wir uns wieder und ich erfuhr daß er es wäre und nahm ihn eine Station weit mit in den Wagen.“ Brief 2805, 22–25, KGA V/10.  [Schließen]

25. August 1808

Ankunft in Königsberg, Unterkunft bei der Familie Wedeke.Schleiermacher beschreibt die enthusiastische Begrüßung des unerwarteten Besuches durch die Familie Wedeke in einem Brief vom 29.8.1808 an seine Braut : „Die Freude als ich ankam so ganz wie vom Himmel gefallen kannst du dir nicht denken. Sie war mir im ersten Augenblik etwas peinlich weil sie meine Ankunft so ganz allein auf sich bezogen da doch Geschäfte dabei zum Grunde liegen von denen ich ihnen aber nicht sagen konnte und die ich nun auch, ohnerachtet sie mir viel Zeit wegnehmen, so unmerklich abmachen muß als möglich. Aber das muß ich nun schon hingehn lassen weil es nicht anders sein kann.“ (Brief 2808, 12–18, KGA V/10). [Schließen] Schleiermacher trifft während seines fünfwöchigen Aufenthaltes in Königsberg mit Vertretern und wichtigen Schlüsselfiguren der preußischen Politik und Bildungspolitik ( Scharnhorst , Friedrich Dohna , Süvern , Gneisenau , Stein , Nicolovius , Grollmann), sowie mit Vertretern des Königshauses zusammen, der Königin, den Königskindern samt Kronprinzen, der von ihm sehr geschätzten „Prinzeß Wilhelm“ (Marianne von Preußen), aber auch dem Prinzenerzieher Delbrück und der Gräfin Voß. Auskunft über diese Reise gibt Schleiermacher in Briefen an seine Schwester Nanny sowie in verschlüsselten Briefen an seinen Freund und Verleger Georg Andreas Reimer : „Heute soll ich noch der Marianne von Preußen Prinzeß Wilhelm präsentirt werden, und Morgen Abend bin ich wieder das geschieht fast einen Tag um den andern beim Kronprinzen. Auch bei Stein habe ich neulich gegessen und werde ihn wol in den nächsten Tagen wiedersehen.“ Brief an Anne (Nanny) Schleiermacher vom 2.9.1809, Brief 2811, 13–16, KGA V/10.  [Schließen]

16. August 1809

Der König stellt die Stiftungsurkunde für die Berliner Universität aus. Vgl. Lenz, Geschichte der Universität , Bd. 1, 1910, S. 297 f. und Wolfes, Öffentlichkeit und Bürgergesellschaft , 2004, S. 276.  [Schließen]

05. August 1810

Schleiermacher hält vormittags in der Dreifaltigkeitskirche eine zweite Predigt zum Tode der Königin (Jes 55,8–9). KGA III/4, S. 138–150. Die Predigt vom 22.7. und vom 5.8.1810 zum Tode der Königin erschienen 1810 zusammen als Einzelpublikation bei Reimer in Berlin. [Schließen] Von Gaß erfahren wir, dass Schleiermacher insbesondere mit der zweiten Predigt nicht zufrieden war: „Welche erbärmliche Sachen sind hier bei der Todesfeier der Königin von den Canzeln gehört! Dem Hermes wurde sogar vom Generalfiskal das Concept abgefodert; er ist indeßen noch mit einem Verweise davon gekomen. Aber die Sachen der Berliner Pröbste haben mir auch nicht gefallen. Es war mir daher eine wahre Freude, als ich die Ankündigung der Ihrigen laß. Ich besize sie nun selbst und es scheint mir doch, als könne es nicht Ihr Ernst sein, wenn Sie besonders auf die zweite keinen Werth legen wollen. Ich habe sie einige mahl und immer mit steigendem Wohlgefallen gelesen und danke Ihnen recht sehr dafür.“ Brief 3517, 134–143, KGA V/11.  [Schließen] Aber auch Schleiermachers Predigt schien nicht alle Erwartungen zeitgenössischer Hörer erfüllt zu haben. So berichtet Ernst von Pfuel, der sich mit Heinrich von Kleist, Adam Heinrich Müller und dessen Frau Sophie aufteilte, um die Gedächtnispredigten zum Tode der Königin Luise zu hören, im Sommer 1810 an Caroline von Fouqué : „Vor allem aber hat Schleiermacher kalt und herzlos gesprochen, seine untadelhaft logisch verschränkten, mit der besten Moral gesättigten Perioden haben keine Träne hervorzulocken vermocht; Müller, der ihn gehört hatte, war indigniert. Das sind nun die großen Redner! mit keinem Effekt!“ Zitiert bei Rahmer, Heinrich von Kleist als Mensch und Dichter , 1909, S. 41 f.  [Schließen]

19. August 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 9,3–22). Vgl. KGA III/4, S. 151–156.  [Schließen]

21. August 1810

In Schweden wird der französische Marschall Jean-Baptiste Bernadotte zum Kronprinzen Schwedens gewählt.

24. August 1810

Schleiermacher legt einen auf Vorarbeiten von Süvern und Savigny basierenden Entwurf zur Organisation der Lehre und Verwaltung der Universität vor, der weitgehend übernommen wurde Vgl. Lenz, Geschichte der Universität , Bd. 1, 1910, S. 277.  [Schließen] und am 28.12.1810 als Universitätsreglement in Kraft trat. Vgl. Wolfes, Öffentlichkeit und Bürgergesellschaft , 2004, S. 282.  [Schließen]

26. August 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 10,4–6). Vgl. KGA III/4, S. 157–161.  [Schließen]

03. August 1811

Die alte Universität Breslau (Leopoldina) und die Universität Frankfurt an der Oder (Viadrina) werden infolge der preußischen Gebietsverluste nach dem Tilsiter Frieden und der Gründung der Berliner Universität vereinigt und in Breslau als Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität eröffnet. Die neue Universität besteht nun aus den Fakultäten katholische Theologie, evangelische Theologie, Recht, Medizin und Philosophie und umfasst damit als erste deutsche Universität eine katholische und eine evangelische Fakultät.

19. August 1811

Schleiermachers Brieffreundin, die Chorleiterin und Komponistin Luise Reichardt, schreibt ihm aus Hamburg und wünscht ihm gute Besserung seiner Magenkrämpfe durch die Behandlung mit der magnetischen Kur, die Schleiermacher in einem Brief an seinen Freund Carl Gustav von Brinckmann von 1812 als eine Methode (unter anderen) anführt, die ihn schließlich (nach gut sieben Monaten) von seinem Leiden befreit habe.Vgl. Brief 3664, 4–8, Brief 3785, 30–35, KGA V/12 [Schließen]

20. August 1811

Das Sommersemester der Berliner Universität endet, Schleiermacher hält die letzte Vorlesungsstunde seiner ersten Dialektikvorlesung.

22. August 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesungen über „Dogmatische Theologie“ und über die „Episteln des Paulus an die Galater, Thessalonicher, Corinther und die Römer“.

27. August 1811

Schleiermacher schreibt an Adolf und Sophie Schlichtkrull auf Rügen und sagt seine für den Spätsommer geplante und bereits vorbereitete Rügenreise zugunsten der Schlesienreise im September ab.Vgl. Brief *3672, KGA V/12 [Schließen]

Wohl Anfang August bis Anfang Oktober 1812

Schleiermacher unternimmt eine Reise nach Rügen.Vgl. KGA III/1, S. 848. [Schließen] Am 9. September schreibt er aus Poseritz an Anne (Nanny) Schleiermacher und berichtet von der Reise.Vgl. Brief 3807, KGA V/12. [Schließen] Am 13. September hält er sich in Sagard auf und schreibt Anne (Nanny) Schleiermacher erneut.Vgl. Brief 3808, KGA V/12. [Schließen] Schließlich teilt er Joachim Christian Gaß mit, dass nach der Reise eine weitere Personen Teil des Hausstandes wird: „Wir haben uns eine neue Hausgenossin aus Rügen mitgebracht eine Schwestertochter meiner Frau, die ein wenig in die Welt hinein sehn soll.“Brief 3810, 31–33, KGA V/12. [Schließen]

11. August 1812

Heinrich Christoph von Willich bestärkt Schleiermacher in einem Brief, eine geplante Reise nach Rügen trotz der politischen Umstände anzutreten. „Ich denke dann: Ihr werdet Euch einem guten Geschik in die Arme werfen und die Reise in Gottes Namen antreten.“Brief 3801, 14–16, KGA V/12. [Schließen]

20. August 1812

An der Berliner Universität endet das Sommersemester 1812 und damit die drei von Schleiermacher gehaltenen Vorlesungen.

04. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ die Artikel „Vom Geburtstage des Königs“ sowie „Lasten und Kriegsschäden der Jahre 1806 bis 1808“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 72, 04. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 1 und Sp. 6. Vgl. auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 42. [Schließen]

06. August 1813

Taufe bei Reimer, wohl von Anna Reimer, in der Kochstr. 16.Vgl. KGA III/1, S. 851. [Schließen]

11. August 1813

Österreich verkündet den Beitritt zur anti-napoleonischen Koalition und erklärt Frankreich den Krieg.Vgl. KGA I/14, S. CLIX. [Schließen]

13. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ den Artikel „Vorschlag des Herzog von Vicenza auf Verlängerung des Waffenstillstands bis Ende September“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 77, 13. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 2–3. Vgl auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 43. [Schließen]

14. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ den Artikel „Zuversichtliche Erwartung eines neuen Feldzugs“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 78, 14. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 1–3. Vgl. auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 43. [Schließen]

15. August 1813

Schleiermacher berichtet Karl Heinrich Sack brieflich von der Rückkehr seiner Frau und der Kinder: „Daß die Meinigen auch in Ihrer Nähe gewesen sind und daß sie sich durch eine wahrhaft heldenmüthige Reise quer durch die französische Armee wieder zu mir gerettet haben, das wissen Sie vielleicht durch die Briefe der Ihrigen.“Brief 3956, 50–53, KGA V/13. [Schließen] Auch äußert er sich in dem Brief darüber, die Redaktion des Preußischen Correspondenten wieder abgeben zu wollen: „Uebrigens ist mir freilich die Redaction des Correspondenten eine Last die ich gern sobald als möglich wieder von mir würfe; sie hindert mich an dem meisten von dem was ich mir diesen Sommer vorgenommen hatte aber die Sache lag so daß ich es gar nicht gut umhin konnte ohne unsern Reimer in die größte Verlegenheit zu sezen.“Brief 3956, 67–71, KGA V/13. [Schließen]

23. August 1813

Bei Großbeeren findet eine weitere Schlacht statt.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 63. [Schließen]

26. August 1813

Tod von Carl Theodor Körner, Dichter und Dramatiker, Schüler Schleiermachers in Berlin und Sohn Christian Gottfried Körners.

26. August 1813 bis 27. August 1813

Zwischen den Franzosen unter Napoleon und dem Hauptheer der verbündeten Koalitionstruppen findet die Schlacht um Dresden statt. Letzter Sieg der französischen Truppen auf deutschem Boden.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 63. [Schließen]

28. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ den Artikel „Österreichs schwaches Kriegsmanifest“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 86, 28. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 1–3. Vgl. auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 45. [Schließen]

30. August 1813

Preußische Truppen unter General Kleist sind in der Schlacht bei Kulm und Nollendorf siegreich.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 63. [Schließen] Schleiermachers Freund Wilhelm Carl Ferdinand von Röder, Adjutant Scharnhorsts, findet bei Kulm den Tod.

08. August 1814

Schleiermacher und seine Frau halten sich seit dem 6. August in Schwalbach auf und wollen dort drei Wochen mit einer Badekur verbringen. Schleiermacher berichtet brieflich nicht besonders erfreut an Charlotte von Kathen: „Daß ich nemlich nicht zum Schreiben komme liebste Schwester kommt daher daß es Nachmittag ist und ich mich in einem völlig unfähigen Zustand befinde, zwischen Schnecke und Fisch höchstens, nicht etwa weil ich überhaupt kränker wäre, vielmehr ist mir die Reise sehr gut bekommen und auch das Bad bekommt mir gut, vom Trinken des Brunnens kann ich es noch nicht so bestimmt behaupten. [...] Das Badeleben ist ein ungeheurer Zeitverderb, und nicht mit Unrecht habe ich noch so lange davon gescheut. Man kommt zu gar nichts vernünftigem, und nur das allgemeine Geschrei von der Nothwendigkeit einer solchen Cur für mich und die Folgen die mich der Arzt fürchten ließ wenn ich mich ihr nicht unterzöge trösten mich. Baden warten trinken laufen schlafen essen schlafen laufen das ist der ganze Tag, und fast lauter schlechte Gesellschaft um sich herum.“Brief 4062, 46–50, KGA V/13. [Schließen]

11. August 1814

Aus Berlin berichtet Lotte Schleiermacher vom Einzug des Königs, dem sie mit Verspätung beigewohnt habe.Vgl. Brief 4063, 10–15, KGA V/13. [Schließen] Auch schreibt sie von einer möglichen Anstellung in Potsdam bei der Familie Block, deren Kinder sie im Französischen unterrichten solle.Vgl. Brief 4063, 92f, KGA V/13. [Schließen] Bereits Anfang September zieht sie um und schreibt aus Potsdam an Schleiermacher.Vgl. Brief 4070, KGA V/13. [Schließen]

26. August 1814

Schleiermacher schreibt an Nanny Schleiermacher aus Frankfurt am Main: „Goethe haben wir in Wiesbaden nicht gesehn, er ging eben mit seinem Herzog nach Biberach aber Zelter war sehr frisch und freundlich hat uns durch dick und dünn denn es regnete fürchterlich nach dem Kursaal geführt und sagt ich sähe um 1000 Procent besser aus.“Brief 4069, 27–31, KGA V/13. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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