1. Januar 1811

Schleiermacher predigt zum Neujahrstag in der Dreifaltigkeitskirche (Mt 24,6–13).Die Angaben zu Schleiermachers Predigten 1811 werden hier nur auszugsweise wiedergegeben. Vgl. das Kalendarium zu den Predigten in KGA III/1. [Schließen]

14. Januar 1811

In einem Brief an Alexander Graf zu Dohna-Schlobitten berichtet Schleiermacher über seine familiären Verhältnisse, die sich nach dem Einzug in das Haus in der Kanonierstraße 4 vor knapp zwei Jahren durch die Geburt seiner Tochter Clara Elisabeth noch einmal verändert hatten, Clara gedeihe gut, seine Frau Henriette sei nach der Geburt noch etwas angegriffen, aber insgesamt wohl auf.Brief 3574, 47–48, KGA V/12 [Schließen]

15. Januar 1811

Johannes Karl Hartwig Schulze, ein Schüler Schleiermachers aus Halle, schickt ihm aus Weimar, wo er u.a. auch mit Goethe verkehrt, den von Schulze selbst herausgegebenen zweiten Band von Winckelmanns Geschichte der Kunst des Altertums.Vgl. Brief 3576, 28–29 [Schließen] In seiner Antwort vom 13. September gibt Schleiermacher zu verstehen, dass er den ersten Band (den Schulze ihm Ende 1809 zukommen ließ) zwar sehr genau gelesen habe, er mit dem zweiten aber nicht gut vorangekommen sei.Vgl. Brief 3680, 55–58, KGA V/12. Brief 3372, 19–23, KGA V/11 [Schließen] Schulze kündigt ihm daraufhin die Zusendung des dritten Bandes für nach Weihnachten an.Vgl. Brief 3702, 71–78, KGA V/12 [Schließen]

17. Januar 1811

Schleiermachers jüngste Veröffentlichung, die Kurze Darstellung des theologischen Studiums, wird von seinen Kollegen wahrgenommen. Als erster in diesem Jahr gratuliert Philipp Wilhelm Wolf, Superintendent in Zossen, zu diesem Buch, das einen Grundriss von Schleiermachers System der theologischen Disziplinen enthält und eine Orientierungshilfe für die Hörer seiner theologischen Vorlesungen bieten soll.Brief 3578, 3–6, KGA V/12 [Schließen]

19. Januar 1811

Nach einem Besuch bei der Gesetzlosen Gesellschaft notiert sich Schleiermacher in seinem Tageskalender Ausgaben in Höhe von 2 Rth.Die Angaben aus Schleiermachers Tageskalender 1811 werden hier nur auszugsweise wiedergegeben. Vgl. Schleiermacher: Tageskalender 1811, erarbeitet von Wolfgang Virmond, in: schleiermacher digital / Tageskalender 1808–1834, hg. v. Elisabeth Blumrich, Christiane Hackel, Wolfgang Virmond, Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. [Schließen]

28. Januar 1811

Wilhelm Christian Müller teilt Schleiermacher den Tod seines geliebten Sohnes Adolph mit, der in Bremen praktizierender Arzt geworden war. Adolph Müller war ein bewundernder Schüler Schleiermachers seit dessen Hallenser Zeit.Vgl. Brief 3584, 2–28, KGA V/12 [Schließen]

29. Januar 1811

Schleiermacher hält an der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften den Vortrag „Über Diogenes von Apollonia“. Die im engeren Kreis vorgestellte Abhandlung wurde 1815 in den Jahrbüchern der Akademie veröffentlicht und im Unterschied zu anderen Akademieabhandlungen von Schleiermacher selbst autorisiert.Vgl. KGA I/11, XXIII, XXX–XXXII [Schließen]

6. Februar 1811

Als Quartalsbeitrag für die Singakademie notiert sich Schleiermacher in den ökonomischen Notizen seines Tageskalenders Ausgaben in Höhe von 4 Rth. und 12 Sgr.

8. Februar 1811

In seiner ersten Sitzung ernannte das neu konstituierte Kirchenvorstandskollegium der Dreifaltigkeitskirche Schleiermacher u.a. zu den Verantwortlichen für die Orgelreparatur und die Instandsetzung der Kirche.Vgl. Kurt Nowak: Schleiermachers Leben, Göttingen 2001, S. 211 [Schließen]

9. Februar 1811

Philipp Konrad Marheineke, den Schleiermacher für eine Professur an der Berliner Universität gewinnen konnte, schreibt diesem über die Vorbereitungen seiner Vorlesungen und die Fortschritte seines Umzugs nach Berlin, wo er ab 1811 zunächst vor allem Kirchen- und Dogmengeschichte lehrte. In den 1820er Jahren sollte Marheineke sich der Schule Hegels anschließen.Vgl. Brief 3591, 18–57, KGA V/12 [Schließen]

18. Februar 1811

Im Beisein der Familie tauft Schleiermacher das erste gemeinsame Kind Clara Elisabeth in seinem Pfarrhaus in der Kanonierstraße 4. Seine Schwester Charlotte wurde auf Bitten des Bruders Patin, wobei sie bei der Taufe nicht anwesend sein konnte.Vgl. Brief 3593, KGA V/12 [Schließen] Schleiermachers Taufrede wird im Magazin für Prediger (1811) veröffentlicht.

19. Februar 1811

Schleiermacher besucht das Oratorium „Judas Maccabaeus“ von Georg Friedrich Händel, laut Tageskalender für 1 Rth. Eintritt.

19. März 1811

Das Wintersemester 1810/11, das erste Semester der neuen Berliner Universität, endet. Schleiermacher hält seine letzte Vorlesungsstunde über die „Encyklopädie der theologischen Wissenschaften“.

21. März 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesung über die „Hermeneutik“ (1810/11).

22. März 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesung über die „Schriften des Lukas“ (1810/11).

1. April 1811

An der Berliner Universität startet das Sommersemester 1811. Schleiermacher beginnt seine Vorlesung über „Dogmatische Theologie“, zu der sich 32 Hörer einschrieben, und seine Vorlesung für über die „Episteln des Paulus an die Galater, Thessalonicher, Corinther und die Römer“, zu der sich 43 Hörer einschrieben.Vgl. Wolfgang Virmond (Hg.): Die Vorlesungen der Berliner Universität 1810–1834, Berlin 2011, S. 15 [Schließen]

1. April 1811

Durch das Berliner Polizeireglement wird in Berlin die erste deutsche Kriminalpolizei gegründet.

8. April 1811

In seiner Funktion als Mitglied des Vorstandskollegiums der Dreifaltigkeitskirche bittet Schleiermacher Marianne von Preußen in einem Brief um eine Spende für die Wiederherstellung der zertstörten Kirchenorgel.Brief 3617, 1–9, KGA V/12 [Schließen] Die Prinzessin antwortet ihm am 18. April mit einer „sehr geringen Gabe nur für Ihre Orgel“ und versichert Schleiermacher zugleich ihre Hochachtung.Brief 3622, 3–4, KGA V/12 [Schließen]

22. April 1811

Schleiermacher beginnt seine erste Vorlesung über die „Dialektik“, deren Ankündigung im Lektionskatalog heißt: „Dialectik, das heißt den Umfang der Principien der Kunst zu philosophiren“. Für die Vorlesung an der philosophischen Fakultät, an der seit 1811 Johann Gottfried Fichte lehrte, schrieben sich 63 Hörer ein.Vgl. Wolfgang Virmond (Hg.): Die Vorlesungen der Berliner Universität 1810–1834, Berlin 2011, S. 19 [Schließen] In einem Brief vom 11. Mai an Joachim Christian Gaß zeigt sich Schleiermacher trotz hohen Arbeitspensums zufrieden mit dem Beginn der Vorlesung.Brief 3630, 16–22, KGA V/12 [Schließen]

1. Mai 1811

Schleiermacher schlägt seinen Kollegen der theologischen Fakultät einige Studenten zur Auszeichnung vor, darunter an erster Stelle August Twesten, der 1810 von der Universität Kiel nach Berlin gewechselt war und später einer der wichtigsten Schüler und theologischen Gesprächspartner Schleiermachers werden sollte.Vgl. Brief 3629, KGA V/12 [Schließen]

2. Mai 1811

Schleiermacher besucht erneut Händels Oratorium „Judas Maccabaeus“, laut Tageskalender zahlt er dieses Mal 4 Rth. für den Eintritt (wohl wegen nicht näher erwähnter eingeladener Begleitung).

8. Mai 1811

Schleiermacher predigt zum Bußtag nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Röm 3,23).

11. Mai 1811

Schleiermacher schreibt seinem Breslauer Kollegen Joachim Christian Gaß über die beschlossene Versetzung des Altertumswissenschaftlers Ludwig Friedrich Heindorf von der Berliner an die im August neu eröffnende Breslauer Universität und äußert seinen Unmut über diese Entscheidung, in die er nicht einbezogen wurde.Vgl. Brief 3630, 45–47, KGA V/12 [Schließen] Heindorf hatte an der Universität Halle bei Friedrich August Wolf studiert. Er hegte ein besonderes Interesse für die Schriften Platons, von denen er – von Schleiermacher unterstützt – eine Teiledition veranstaltet hatte, und beteiligte sich wie dieser an den Treffen der Griechischen Gesellschaft in Berlin.

15. Mai 1811

Aus Leipzig schreibt Friedrich Frommann, erkundigt sich über den Gang der Neugründung der Breslauer Universität und bedankt sich für Schleiermachers Predigt für das Magazin für Prediger, die bereits an den Herausgeber Löffler weitergeleitet worden sei.Vgl. Brief 3637, 11–15, KGA V/12 [Schließen] Da der Druck noch nicht angegangen war, nimmt Schleiermacher die Aufforderung Frommanns an, noch eine zweite Predigt einzureichen.Es handelt sich um Schleiermachers Taufrede für Clara Elisabeth und um seine Predigt zum Karfreitag von 1809. Vgl. Magazin für Prediger, hg. v. Josias Christian Friedrich Loeffler, Jena 1811. [Schließen]

1. Juni 1811

Nachdem Henrich Steffens seine Hoffnungen auf eine Berufung an die Berliner Universität allmählich aufgegeben hatte, sieht er seiner Berufung auf eine Professur für Physik und Philosophie an der im August eröffnenden Breslauer Universität ins Auge: „Ich rette mich lieber auf ein Brett, als dass ich in Hoffnung auf ein Schiff ertrinken sollte“.Vgl. Brief 3642, 14–43, KGA V/12 [Schließen] Im Herbst wird Steffens dann mit seiner Frau Johanna von Halle nach Breslau ziehen, dort das physikalische Institut der Universität einrichten und sich in die Arbeit an seinem Handbuch der Oryktognosie vertiefen.Vgl. Brief 3661, 32–36, KGA V/12 [Schließen] Am 12. Dezember schreibt Steffens Schleiermacher aus Breslau und zeigt sich erfreut über seine gut besuchten Vorlesungen.Vgl. Brief 3711, 36–52, KGA V/12 [Schließen]

3. Juni 1811

Am Pfingstmontag predigt Schleiermacher morgens in der Dreifaltigkeitskirche (Gal 6,8).

7. Juni 1811

Der von Schleiermacher geschätzte Philologe Georg Ludwig Spalding stirbt im Alter von 49 Jahren auf seinem Landgut Friedrichsfelde bei Berlin. In einem Brief an Joachim Christian Gaß vom 17. Juni äußert Schleiermacher sein Bedauern über den unerwarteten Verlust und zeigt sich besorgt über die Zukunft des Gymnasiums zum Grauen Kloster, an dem Spalding seit 1787 als Professor lehrte.Vgl. Brief 3646, 14–17, KGA V/12 [Schließen]

1. Juli 1811

Schleiermacher besucht die Mittwochsgesellschaft und notiert sich in den ökonomischen Notizen seines Tageskalenders Ausgaben in Höhe von 3 Rth. und 4 Sgr.

3. August 1811

Die alte Universität Breslau (Leopoldina) und die Universität Frankfurt an der Oder (Viadrina) werden infolge der preußischen Gebietsverluste nach dem Tilsiter Frieden und der Gründung der Berliner Universität vereinigt und in Breslau als Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität eröffnet. Die neue Universität besteht nun aus den Fakultäten katholische Theologie, evangelische Theologie, Recht, Medizin und Philosophie und umfasst damit als erste deutsche Universität eine katholische und eine evangelische Fakultät.

19. August 1811

Schleiermachers Brieffreundin, die Chorleiterin und Komponistin Luise Reichardt, schreibt ihm aus Hamburg und wünscht ihm gute Besserung seiner Magenkrämpfe durch die Behandlung mit der magnetischen Kur, die Schleiermacher in einem Brief an seinen Freund Carl Gustav von Brinckmann von 1812 als eine Methode (unter anderen) anführt, die ihn schließlich (nach gut sieben Monaten) von seinem Leiden befreit habe.Vgl. Brief 3664, 4–8, Brief 3785, 30–35, KGA V/12 [Schließen]

20. August 1811

Das Sommersemester der Berliner Universität endet, Schleiermacher hält die letzte Vorlesungsstunde seiner ersten Dialektikvorlesung.

22. August 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesungen über „Dogmatische Theologie“ und über die „Episteln des Paulus an die Galater, Thessalonicher, Corinther und die Römer“.

27. August 1811

Schleiermacher schreibt an Adolf und Sophie Schlichtkrull auf Rügen und sagt seine für den Spätsommer geplante und bereits vorbereitete Rügenreise zugunsten der Schlesienreise im September ab.Vgl. Brief *3672, KGA V/12 [Schließen]

2. September 1811

Als Ergänzung zur 1810 eingeführten allgemeinen Gewerbesteuer wird mit dem sog. Gewerbepolizei-Gesetz die Gewerbefreiheit in Preußen weitergeführt und damit der Zunftzwang aufgelöst.

14. September 1811

In Preußen wird nach der Abschaffung der Erbuntertänigkeit der Bauern das Regulierungsedikt erlassen, durch das die Bauern von Abgaben und Diensten befreit werden sollen und Grundbesitz von ihren ehemaligen Grundherren überlassen bekommen. Allerdings werden die Bauern zugleich zu einer Rückgabe von Teilen ihres Landes bzw. einer Auszahlung an ihre früheren Grundherren als Entschädigungsleistung gezwungen.

14. September 1811

Laut Tageskalender beginnt Schleiermacher seine Reise nach Schlesien um 2 Uhr nachmittags und gelangt über Königs Wusterhausen bis nach Storkow, wo ein Zwischenhalt mit Übernachtung eingelegt wird.Zur Schlesienreise Schleiermachers vgl. die Reisenotizen in: Schleiermacher: Tageskalender 1811, erarbeitet von Wolfgang Virmond, in: schleiermacher digital / Tageskalender 1808–1834, hg. v. Elisabeth Blumrich, Christiane Hackel, Wolfgang Virmond, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. [Schließen]

15. September 1811

Schleiermacher setzt seine Schlesienreise um 1 Uhr morgens fort und gelangt über Beeskow, Lieberose und Cottbus bis nach Spremberg.

16. September 1811

Schleiermacher erreicht nach frühmorgendlichem Aufbruch Niesky, wo er über Mittag bei Albertini weilt und anschließend nach Görlitz weiterreist.

17. September 1811

Schleiermacher erreicht am vierten Tag seiner Reise das schlesische Löwenberg und bricht nachmittags nach Hirschberg auf, von wo aus er seiner Frau Henriette schreibt, die Reise sei bislang ohne jeden Unfall glücklich verlaufen, er habe aber seine Geschäfte nicht ausrichten können, weshalb eine Übernachtung eingelegt worden sei. Seiner Reisebegleiterin Luise von Willich, die den Winter bei den Schleiermachers verbracht hatte, ergehe es gut; auch von einem Besuch bei seinem Bruder Carl ist die Rede.Vgl. Brief 3684, KGA V/12 [Schließen] Im nächsten Brief an Henriette vom 21. September berichtet Schleiermacher von gemeinsamen Ausflügen ins Riesengebirge zum Kochelfall und auf die Schneekoppe sowie von der Abreise Luise von Willichs. Er selber gedenke über Gnadenfrei, wo er seine Schwester Charlotte besuchen wolle, nach Breslau weiterzureisen.Vgl. Brief 3686, KGA V/12 [Schließen]

25. September 1811

Schleiermacher erreicht Breslau, quartiert sich dort bei der Familie von Joachim Christian Gaß ein und setzt seinen Reisebriefwechsel mit seiner Frau Henriette fort.Vgl. Brief 3691, KGA V/12 [Schließen] Der Aufenthalt in Breslau erstreckt sich über vier Tage bis zum folgenden Sonntag, den 29. September. Schleiermacher trifft den Präsidenten der Provinz Schlesien Friedrich Theodor Merkel, hält eine Predigt in der reformierten Kirche und tritt am Sonntagabend, nach einem Besuch bei Ludwig Friedrich Heindorf, die Rückreise nach Berlin an.Vgl. Brief 3692, KGA V/12 [Schließen] Diese verläuft über eine andere Route als die Hinfahrt: über Grünberg, Crossen, Frankfurt und Müncheberg. Am 6. Oktober kehrt Schleiermacher von seiner Schlesienreise zurück nach Berlin.

21. Oktober 1811

An der Berliner Universität beginnt das Wintersemester 1811/12. Schleiermacher kündigt (ausnahmsweise) vier Vorlesungen an: drei theologische und eine philosophische, die er an diesem Montag beginnt: „Theologische Encyklopädie“ (26 Hörer), „Briefe des Apostel Paulus an die Kolosser, Epheser, Philipper, Timotheus, Titus und Philemon“ (42 Hörer), „Christliche Sittenlehre“ (42 Hörer) und „Die Geschichte der Philosophie unter den Griechen“ (52 Hörer).Vgl. Andreas Arndt / Wolfgang Virmond (Hg.): Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) nebst einer Liste seiner Vorlesungen, Berlin / New York 1992, S. 306–307 [Schließen]

1. November 1811

Schleiermacher erhält per Post von Gottlieb Ernst August Mehmel dessen jüngst verfasstes Lehrbuch der Sittenlehre, um dessen Einschätzung dieser Schleiermacher bittet, von dem er die Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre in bester Erinnerung behalten habe.Vgl. Brief 3698, KGA V/12 [Schließen] Mehmel kannte Schleiermacher bereits aus dessen frühromantischer Zeit, als er noch Redakteur der Erlanger Literaturzeitung war, in der Schleiermacher u.a. eine Rezension von Schillers Übersetzung des MacBeth von Shakespeare veröffentlichte.

11. November 1811

Schleiermacher hält an der Akademie der Wissenschaften den Vortrag „Über Anaximandros“. Die im engeren Kreis von Akademiemitgliedern vorgestellte Abhandlung wurde 1815 in den Jahrbüchern der Akademie veröffentlicht.Vgl. KGA I/11, XXIII, XXX–XXXII [Schließen]

15. November 1811

Schleiermacher hat im Rahmen seiner Tätigkeit in der Sektion für den öffentlichen Unterricht erst kürzlich das Ressort der Seminarangelegenheiten der Kurmark von Johann Wilhelm Süvern übernommen und kritisiert in dieser Funktion einen von Ludwig Natorp am 15. November eingereichten Entwurf für die Umstrukturierung des kurmärkischen Schullehrerseminars.Vgl. KGA II/12, XXXII–XXXIII [Schließen]

25. November 1811

Der nach Beendigung seines Studiums in Berlin nach Hamburg gezogene August Twesten gibt dort (vorübergehend) Privat- und Hausunterricht und bittet Schleiermacher um Ratschläge für seinen Religionsunterricht.Vgl. Brief 3708, 33–58, KGA V/12 [Schließen]

14. Dezember 1811

Schleiermacher schreibt im Auftrag des Departements für den öffentlichen Unterricht an Ludwig Friedrich Froriep und bietet ihm eine ordentliche Professur für Chirurgie an der neu gegründeten Universität Breslau an, die dieser jedoch aufgrund seiner 1808 angetretenen Professur an der Universität Heidelberg nicht annahm.

19. Dezember 1811

Schleiermacher erhält von Sophie Schlichtkrull die Nachricht, dass der kleine Karl von Willich an den Röteln verstorben sei.Vgl. Brief 3718, KGA V/12 [Schließen] Schleiermacher teilt Luise von Willich in einem Schreiben vom 26. Dezember sein Beileid mit.Vgl. Brief 3720, KGA V/12 [Schließen]

25. Dezember 1811

Schleiermacher hält an der Dreifaltigkeitskirche die Predigt zum ersten Weihnachtsfeiertag (Phil 4,4).

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1811, erarbeitet von Holden Kelm. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194?jahr=1811

Download

Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen.

Nach Chronologie filtern


Nach Monat filtern


Nach Tag filtern