18. June 1799

Schleiermacher liest letzte Korrekturen für die „Reden“ „Über die Religion“, „weil Setzer […] nun wirklich auf dem letzten Bogen ist“;Vgl. Brief 663, 13–15 [Schließen] Friedrich Schlegel arbeitet an einer Rezension der „Reden“ für das Athenaeum,Vgl. Brief 663, 5–12.16–19. Schlegels Notiz über die „Reden“ eröffnete im Athenaeum die Rubrik „Notizen“ (Athenaeum 2, 2, 1799, S. 289–296). [Schließen] die er Schleiermacher Ende Juni oder Anfang Juli 1799 schickt.Vgl. Brief 669, 2–4 [Schließen]

Juni bis Juli 1799

Spannungen im Verhältnis zwischen Schleiermacher und Friedrich Schlegel.Solche Spannungen deuten sich in den im vorliegenden Band veröffentlichten Briefen erstmals in Brief 631, 29–31 an, wo Schlegel die fehlende menschliche Gemeinschaft zwischen ihnen beklagt, was wohl kaum auf die räumliche Trennung bezogen werden kann (zu früheren Spannungen – bereits Anfang 1798 – vgl. die Historische Einführung in KGA V/2, S. XXXVIII). Am 19.6. berichtet Schleiermacher an Henriette Herz, Schlegel und er haben sich bei einem Gespräch über sein Wesen nicht verständigen können (Brief 663, 5–12). Nachdem Friedrich Schlegel in seinem Roman „Lucinde“ mit deutlicher Kritik an Schleiermacher seine Auffassungen von Freundschaft auch literarisch gestaltet hatte (vgl. unten die Anmerkung zu Brief 668, 17f), bekannte dieser, er wisse nicht, wie er mit Schlegel stehe, „es drükt mich gewaltig“ (Brief 668, 2–22). Zwei Billets von Friedrich Schlegel von Ende Juni/Anfang Juli (Briefe 669 und 670) lassen aufgrund des äußerst gereizten Tones auf eine Zuspitzung der Auseinandersetzung schließen. [Schließen]Friedrich Schlegel möchte Schleiermacher dazu anregen, einen Roman zu verfassen.Vgl. Brief 672, 37–46 [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1799, erarbeitet von Sarah Schmidt. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194?jahr=1799

Download

Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen.