Februar 1798

Friedrich Schlegel berichtet seinem Bruder, dass Schleiermacher seine (F. Schlegels) philosophischen Hefte auf Fragmente hin durchgesehen habe.Vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 88 (Brief vom 17.2.1798): „Meine alten philosophischen Hefte, die Schleyermacher durchgesucht, hab' ich nun noch gar nicht angebrochen. Darunter sind sehr viele kleine pikante, 50–60." [Schließen]

Anfang März 1798

Schleiermacher berichtet seinem Onkel Stubenrauch, dass er sich wegen der von F. S. G. Sack verfassten Vorrede zu seiner Übersetzung der Fawcettschen Predigten in einer „Verlegenheit“ befinde.Vgl. Brief *460 [Schließen]

19. bis 28. März 1798

Reise nach Madlitz auf das Gut der mit den Grafen zu Dohna-Schlobitten verwandten Grafen Finck von Finckenstein.Vgl. Brief 473, 10–30 [Schließen]

31. March 1798

Carl Schleiermacher trifft auf der Durchreise von Arnsberg/Westfalen nach Stettin, wo er eine neue Stelle angenommen hat, in Berlin ein.Vgl. Brief 473, Zeile 31ff [Schließen]

Mai 1798

Schleiermacher berichtet seiner Schwester, dass er bei Henriette Herz die italienische Sprache lerne, mit ihr zusammen Shakespeare und deutsche Literatur lese und sich mit Physik beschäftige.Vgl. Brief 473, Zeile 90ff [Schließen]

Ende Mai 1798

August Wilhelm Schlegel in Berlin; mit ihm und Friedrich Schlegel ist Schleiermacher zum Essen bei lffland geladen.Vgl. Brief 473, Zeile 130–140 [Schließen]

4. bis 6. Juni 1798

Ausflug mit den Familien Sack und Spalding nach Potsdam und der Pfaueninsel.Vgl. Brief 473, 147–327 [Schließen]

Juni 1798

Schleiermachers Übersetzung der Fawcettschen Predigten erscheint bei Mylius in Berlin; im Athenaeum erscheinen Fragmente Schleiermachers.Vgl. KGA I/2, S. X (Fawcett) und S. XXXI–XXXVIII sowie S. 143–156 (Fragmente) [Schließen]

Ende Juni bis 31. August 1798

Friedrich Schlegels Reise nach Dresden.Seine Ankunft in Dresden meldet Friedrich Schlegel in einem gemeinsamen Schreiben mit Caroline und August Wilhelm Schlegel an Novalis vom 1.7.1798; Friedrich war gemeinsam mit August Wilhelm gereist, der seit Mai in Berlin war (vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 139 und die Einleitung von R. Immerwahr S. XLIII); die Rückkehr meldet F. Schlegel an Schleiermacher mit Brief 517, 2f [Schließen]

16. bis 20. Juli 1798

Reise mit Henriette und Markus Herz in den Badeort Freienwalde.Vgl. zum Datum Brief 489; ein ausführlicher Bericht in Brief 496, 74ff [Schließen]

Juli 1798

Schleiermacher lehnt die ihm von F. S. G. Sack angetragene Hofpredigerstelle in Schwedt ab.Vgl. Brief *491 und Brief *492 [Schließen]

Ende Juli 1798

Schleiermacher berichtet Friedrich Schlegel über seine „Selbstanschauungen“.Vgl. Brief *497 [Schließen]

Juli bis August 1798

Studium Kants und Fichtes.Vgl. Brief 483, 16 und Brief 503, 19f [Schließen]

Anfang August 1798

F. S. G. Sack stellt Schleiermacher wegen seines „jüdischen Umgangs“ zur Rede.Vgl. Brief 496, 228ff – Zur Rolle der Juden in der Berliner Gesellschaft dieser Zeit vgl. die zeitgenössische Schilderung von Helene Friederike Unger in ihren "Briefen über Berlin", woraus in der Anmerkung zu Brief 463, 249–254 ein Auszug gegeben ist [Schließen]

August 1798

Schleiermachers lutherischer Kollege an der Charité, Prahmer, veröffentlicht seine Schrift „Einige Worte über die Berlinische Charité zur Beherzigung aller Menschenfreunde“, in der er die Zustände an der Charité anprangert; diese Schrift ist Teil einer länger anhaltenden literarischen Polemik um die Verhältnisse an der Charité. Im Zusammenhang damit schreibt Schleiermacher Notizen „Zum Armen Wesen“ nieder.Vgl. KGA I/2, 159–161 und die Einleitung von G. Meckenstock S. XXXVIII–L [Schließen] – Schleiermacher arbeitet an einer „Kritik der Moral“.Vgl. Brief 502, 17–20 [Schließen]

Ende August 1798

Dreiwöchige Reise nach Landsberg an der Warthe.Vgl. Brief 506 [Schließen]

2. September 1798

Schleiermacher predigt in Landsberg.Vgl. Brief 548, 48–56 [Schließen]

Ende September 1798

Friedrich Schlegel kündigt seinem Bruder für das Athenaeum einen Aufsatz Schleiermachers über Kant und Fichte an.Friedrich an August Wilhelm Schlegel, 29.9.1798 (F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 174): "Schleyermacher's Aufsatz über Kant und Fichte wird zum IVten Stück gewiß fertig." [Schließen]

Winter 1798

Schleiermacher besucht sonntags von 11 bis 1 Uhr eine Vorlesung, vermutlich Kiesewetters Vorträge über Moral; er wird deswegen von F.S.G. Sack ermahnt.Vgl. Brief 548, 48–56 [Schließen]

2. December 1798

Friedrich Schlegel berichtet Novalis, dass Schleiermacher an einem Werk über die Religion arbeitet.Vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 206: "Schleiermacher, der zwar wohl kein Apostel, aber ein geborner Recensent aller biblischen Kunstreden ist, und wenn ihm nur ein Wort Gottes gegeben würde, gewaltig dafür predigen würde, arbeitet auch an einem Werk über die Religion." [Schließen]

Dezember 1798

Schleiermacher gesteht der Schwester seine Neigung zu Eleonore Grunow, der Frau des Predigers am Berliner Invalidenhaus August Christian Wilhelm Grunow.Vgl. Brief 550, 62f; Grunow dürfte dadurch in Kontakt mit Schleiermacher gekommen sein, dass dieser, seiner Instruktion gemäß, für die reformierten Insassen des Invalidenhauses zuständig war [Schließen]

Gegen Jahresende 1798

Schleiermacher arbeitet an der (Fragment gebliebenen) Abhandlung „Versuch einer Theorie des geselligen Betragens“, die Anfang 1799 im „Berlinischen Archiv der Zeit und ihres Geschmacks“ erscheint.Vgl. KGA I/2, 163–184 [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1798, erarbeitet von Sarah Schmidt. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194?jahr=1798

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