19. April 1787

Schleiermacher trägt sich unter der Nr. 172 in die Hallenser Matrikel vom Jahre 1787 ein.Hering, Stubenrauch 116; Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg [Schließen]

19. Juni 1797

Antritt einer vierzehntägigen Reise nach Landsberg an der Warthe, wo Schleiermacher bei der Familie Benike wohnt.Vgl. Brief 395 sowie die Beschreibung der Reise in Brief 399,101ff [Schließen]

19. März 1798 bis 28. März 1798

Reise nach Madlitz auf das Gut der mit den Grafen zu Dohna-Schlobitten verwandten Grafen Finck von Finckenstein.Vgl. Brief 473, 10–30 [Schließen]

19. Februar 1799

Schleiermacher berichtet an den Verleger J. C. P. Spener, er habe seit seiner Ankunft in Potsdam David Collins' „An Account of the English colony in New South Wales“ gelesen, um die Ausführung der von ihm geplanten Siedlungsgeschichte Neuhollands (Australiens) vorzubereiten.Vgl. Brief 561, 5–7 [Schließen] An diesem Projekt arbeitete Schleiermacher während seines Potsdamer Aufenthalts neben den „Reden“ „Über die Religion“ und verstärkt nach deren Abschluss am 15.4. sowie, mit Unterbrechungen, bis Mai 1802;Vgl. hierzu die Historische Einführung in KGA I/3, S. LXXXII–XCIII; von den umfänglichen Vorarbeiten und Ausarbeitungen Schleiermachers sind einige Stücke überliefert (KGA I/3, S. 251–279) [Schließen] es wurde wohl nur aufgrund geschäftlicher Erwägungen Speners nicht realisiert. Friedrich Schlegel teilt seiner Schwägerin Caroline den ersten Eindruck der im Entstehen begriffenen „Reden“ „Über die Religion“ mit.„Religion ist übrigens nicht viel darin, außer daß jeder Mensch ein Ebenbild Gottes sey, und der Tod vernichtet werden soll. Indessen ists doch ein Buch wie mein Studium der alten Poesie, revoluzionär und der erste Blick in eine neue Welt. Ich glaube, Ihnen wird es wohl gefallen: denn es ist gebildet und fein, ein classischer Essay!“ (F. Schlegel: Werke, Bd. 24, S. 230f, Nr. 138). Die zwiespältige Tendenz dieses Urteils tritt in einer Bemerkung am Schluss desselben Briefes verstärkt zutage, wo es – im Blick auf A. L. Hülsen – heißt. „Dessen Religion von Familie, von Eltern und Kindern gefällt mir doch besser wie Schl's um so mehr, da er nicht weiß daß es Religion ist. Auch ist mehr Nerv und Nachdruck darin, als wenn Schl. so umherschleicht wie ein Dachs um an allen Subjekten das Universum zu riechen“ (ebd., S. 231). [Schließen]

19. Juli 1799

Schleiermacher beendet die Reinschrift seiner Rezension von Immanuel Kants „Anthropologie in pragmatischer Hinsicht“.Vgl. Brief 663, 2f. Die Rezension erschien anonym unter der Rubrik „Notizen“ im Athenaeum 2, 2 (1799), S. 300–306 (KGA I/2, S. 365–369). Im Mai 1799 hatte F. Schlegel an seinen Bruder August Wilhelm geschrieben: „Der Unger hat den Druck der Reden der Religion liegen lassen, und ich warte immer noch auf den letzten Bogen. Indessen hoffe ich diese Notiz den nächsten Posttag schicken zu können, und dann ist Schleiermacher wohl auch mit der seinigen über Kants Anthropologie fertig“ (F. Schlegel: Werke, Bd. 24, S. 385, Nr. 174) [Schließen]

19. September 1799

Ankunft der Familie des Grafen zu Dohna-Schlobitten zu einem erneuten Aufenthalt in Berlin;Vgl. Brief 697 vom Montag, den 23. September; dort berichtet Schleiermacher (Zeilen 14f), dass die Gräfliche Familie „seit Donnerstag wieder hier“ sei. [Schließen] Schleiermacher organisiert auf Wunsch des Grafen Wilhelm zu Dohna Brief *682 [Schließen] ein umfängliches Besichtigungsprogramm.Vgl. Brief 697, 29–44 [Schließen] Die Dohnas bleiben bis um den 20. Oktober in Berlin.Vgl. Brief 726, 41–88; mit Brief *712 hatte Graf Friedrich Alexander zu Dohna-Schlobitten Schleiermacher aufgefordert, zum Geburtstag seiner Frau am 23.10. Verse zu machen; diese wurden nach Brief 726, 78 bei einem vorgezogenen Geburtstagsfrühstück präsentiert, da die Familie am 23. bereits auf der Rückreise nach Ostpreußen sein würde. [Schließen]

19. Juli 1800

Schleiermacher stimmt dem Entwurf A. W. Schlegels für die „Jahrbücher“ zu. Er berichtet, dass Fichte nach A. F. Bernhardis Meinung über seine Rezension der „Bestimmung des Menschen“ verstimmt sein könne. Um das Verhältnis der Brüder Schlegel zu Fichte nicht zu trüben, schlägt Schleiermacher vor, Fichte seine Autorschaft zu enthüllen und ihm zu sagen, dass die Rezension ohne Kenntnisnahme der Jenaer Freunde in den Druck gegangen sei.Brief 915 [Schließen]

19. Juli 1800

In einem Brief an C. G. von Brinckmann äußert sich Schleiermacher ausführlich über sein Verhältnis zu Friedrich Heinrich Jacobi und legt seine Ansicht über das Verhältnis von Mystik und Philosophie dar.Brief 916 [Schließen]

19. November 1801

Dorothea Veit kündigt an, F. Schlegel werde am 23. November von Jena abreisen und am 27. in Berlin eintreffen; wenig später meldet sie die Verzögerung der Abreise.Vgl. Brief 1124, 2–4 und Brief *1125 [Schließen]

19. Mai 1802

Schleiermacher berichtet, er arbeite jetzt an der Rezension von Friedrich Schlegels „Alarcos“, die er noch vor der Abreise nach Stolp fertigstellen wolle.Vgl. Brief 1233, 49f; die Rezension ist nicht erschienen [Schließen]

19. August 1802

Schleiermacher bittet Eleonore Grunow, ihm „kategorisch" den Beginn der Niederschrift an der „Kritik der Moral“ zu befehlen.Vgl. Brief 1311, 56–60 [Schließen]

19. September 1802

Predigt über Lukas 12, 13–20.SN 54, Bl. 43f. [Schließen]

19. Dezember 1802

Predigt über Lukas 2, 25ff.SN 54, Bl. 58 [Schließen]

19. Januar 1803

F.S.G. Sack, der als Zensor das Manuskript der „Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre“ zu lesen hatte, beklagt sich bei Schleiermacher über die kleine, fast unleserliche Schrift.Vgl. Brief 1423, 33–41 [Schließen]

19. November 1803

J.F.F. Delbrück erläutert Schleiermacher seine Ansicht des Mystizismus im Blick auf die „Reden“ „Über die Religion“; sein Brief legt nahe, dass er der Verfasser einer 1800 in den „Neuen Theologischen Annalen“ anonym erschienenen Rezension war.Brief 1593, 49–53 [Schließen]

19. März 1804

Reimer teilt mit, dass er für die Platon-Übersetzung eine Auflage von 1110 Exemplaren plane;Vgl. Brief 1688, 65–67 [Schließen] von den anonym publizierten „Gutachten“ habe er indes erst ein Exemplar verkauft.Vgl. Brief 1688, Zeile 50–53 [Schließen]

19. Oktober 1806

Einzug Napoleons in Halle.Vgl. Steffens: Was ich erlebte, Bd. 5, S. 205–213. Weitere Ausführungen dazu finden sich in KGA V/9, S. XXVII f. [Schließen]

19. Juli 1808

Schleiermachers Berufung zum Prediger an der Dreifaltigkeitskirche wird durch den König bestätigt. Aus der Vokationsurkunde geht ein Jahresgehalt von 750 Rth. hervor. Vgl. KGA III/1, S. XLI f.  [Schließen]

19. August 1808

Beschluss zur Reise nach Königsberg, Abreise am darauf folgenden Tag am späten Abend. Station in Landsberg (21.8.), in Marienwerder (24.8.), wo Schleiermacher unerwartet Fabian Dohna trifft, wie er seiner Halbschwester Anne (Nanny) berichtet: „Noch eine Reisegeschichte ist daß ich in der Nacht ganz zufällig mit Fabian Dohna zusammentraf. Erst sprachen wir zusammen ohne uns zu erkennen dann fanden wir uns wieder und ich erfuhr daß er es wäre und nahm ihn eine Station weit mit in den Wagen.“ Brief 2805, 22–25, KGA V/10.  [Schließen]

19. November 1808

Im Zuge der Steinschen Reformen wird eine neue Städteordnung mit mehr Selbstverwaltung für Städte und Gemeinden in Preußen eingeführt.

19. März 1809

Schleiermacher tauft Adelheid Reimer, die Tochter seines Verlegers und Freundes Georg Andreas Reimer .

19. Juni 1810

Schleiermacher arbeitet an einem Entwurf zum Universitätsgottesdienst.

19. Juli 1810

Die Königin Luise von Preußen, Gemahlin König Friedrich Wilhelm des III., stirbt auf Schloss Hohenzieritz .

19. August 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 9,3–22). Vgl. KGA III/4, S. 151–156.  [Schließen]

19. Januar 1811

Nach einem Besuch bei der Gesetzlosen Gesellschaft notiert sich Schleiermacher in seinem Tageskalender Ausgaben in Höhe von 2 Rth.Die Angaben aus Schleiermachers Tageskalender 1811 werden hier nur auszugsweise wiedergegeben. Vgl. Schleiermacher: Tageskalender 1811 , erarbeitet von Wolfgang Virmond, in: schleiermacher digital / Tageskalender 1808–1834, hg. v. Elisabeth Blumrich, Christiane Hackel, Wolfgang Virmond, Berlin, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. [Schließen]

19. Februar 1811

Schleiermacher besucht das Oratorium „Judas Maccabaeus“ von Georg Friedrich Händel, laut Tageskalender für 1 Rth. Eintritt.

19. März 1811

Das Wintersemester 1810/11, das erste Semester der neuen Berliner Universität, endet. Schleiermacher hält seine letzte Vorlesungsstunde über die „Encyklopädie der theologischen Wissenschaften“.

19. August 1811

Schleiermachers Brieffreundin, die Chorleiterin und Komponistin Luise Reichardt, schreibt ihm aus Hamburg und wünscht ihm gute Besserung seiner Magenkrämpfe durch die Behandlung mit der magnetischen Kur, die Schleiermacher in einem Brief an seinen Freund Carl Gustav von Brinckmann von 1812 als eine Methode (unter anderen) anführt, die ihn schließlich (nach gut sieben Monaten) von seinem Leiden befreit habe.Vgl. Brief 3664, 4–8, Brief 3785, 30–35, KGA V/12 [Schließen]

19. Dezember 1811

Schleiermacher erhält von Sophie Schlichtkrull die Nachricht, dass der kleine Karl von Willich an den Röteln verstorben sei.Vgl. Brief 3718, KGA V/12 [Schließen] Schleiermacher teilt Luise von Willich in einem Schreiben vom 26. Dezember sein Beileid mit.Vgl. Brief 3720, KGA V/12 [Schließen]

19. März 1812

Schleiermacher beendet seine Vorlesungen „Die Briefe des Apostel Paulus an die Kolosser, Epheser, Philipper, Thimotheus, Titus und Philemon“ sowie „Die christliche Sittenlehre“ des Wintersemesters 1811/1812 an der Berliner Universität.Vgl. Arndt / Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, 1992, S. 306f. [Schließen]

19. Oktober 1812

An der Berliner Universität beginnt das Wintersemester 1812/13 und damit zwei theologische und eine philosophische Vorlesungen Schleiermachers zu: „Das Evangelium und die Episteln Johannis“ (67 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 9 bis 10 Uhr), „Die Dogmatik“ (74 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 8 bis 9 Uhr.) und „Das System der Sittenlehre“ (62 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 5 bis 6 Uhr).Vgl. Arndt / Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, 1992, S. 308. [Schließen]

19. April 1813

Schleiermacher hält vormittags den Ostergottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche (Röm 6,5–12). Vor der Predigt gibt es Vokalmusik.Vgl. KGA III/1, S. 850. [Schließen]

19. Juli 1813

Schleiermacher muss sich wegen seines Artikels Nr. 60 (siehe Eintrag 14. Juli 1813) im Preußischen Correspondenten einer Unterredung mit dem Departementschef im Innenministerium, Friedrich von Schuckmann, stellen.Vgl. KGA I/14, S. CLXVI. [Schließen]

19. Januar 1814

Tod von Graf Ludwig Moritz Achatius zu Dohna; er war der älteste von Schleiermachers Schülern während seiner Hauslehrerzeit bei dem Grafen Friedrich Alexander zu Dohna-Schlobitten (Oktober 1790 bis Mai 1793). Am selben Tag stirbt auch der evangelische Theologe und Kirchenlieddichter Karl Friedrich Senf in Halle.

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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