11. May 1800

Nachmittagspredigt in der Dreifaltigkeitskirche über 1. Kor. 10, 13.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 57–60, Nr. 41 [Schließen]

11. November 1800

Der Pädagoge und Theologe Friedrich Heinrich Christian Schwarz nimmt, beeindruckt durch die „Reden“ und „Monologen“, Kontakt mit Schleiermacher auf.Vgl. Brief 975; Schwarz fungierte dabei auch als Vertreter eines Kreises von Gelehrten, zu denen u. a. auch Friedrich und Leonhard Creuzer zählten. [Schließen]

11. January 1801

Vormittags Betstunde an der Charité über Psalm 55, 7f; Nachmittagspredigt an der Charité über 1. Petrus 5, 7.BBAW, SN 53 [Schließen]

Vor dem 26. April 1801

Schleiermacher schickt seinem Onkel Stubenrauch ein Exemplar seiner Predigtsammlung, die er ihm – gegen dessen WunschVgl. Stubenrauch an Schleiermacher, 6. Dezember 1800, Brief 990, 6–28 (KG A V/4) [Schließen] – namentlich gewidmet hatte.Die Widmung lautet: „An Herrn Prediger Stubenrauch zu Landsberg an der Warthe.“ Die nachfolgende, an Stubenrauch gerichtete Vorrede beginnt: „Sie empfangen hier, mein innigst verehrter väterlicher Freund, ein kleines Geschenk; laßen Sie mich nicht vergebens hoffen, daß es eine gütige Aufnahme bei Ihnen finden wird. Mein Recht es Ihnen eigenthümlich darzubringen, werden Sie mir wohl nicht bestreiten; ich würde mich auf Ihre Anleitung, unter welcher ich zuerst den öffentlichen Lehrstuhl der Religion bestieg, ich würde mich auf Ihre Verdienste um mich als Lehrer, ich würde mich statt alles dellen auf die väterlichen Gesinnungen berufen, die Sie von meiner Kindheit an gegen mich gehegt haben, und die mich zu Allem berechtigen, was liebevolle Ehrerbietung einem Sohne eingeben kann.“ (Schleiermacher: Predigten, Berlin 1801, unpaginiert) [Schließen]

11. April 1802

Das Reformierte Kirchendirektorium fordert Schleiermacher auf, zum 1. Juni nach Stolp abzureisen.Vgl. Brief *1204 [Schließen] Schleiermacher wendet sich an den für Stolp zuständigen Inspektor Karl Wilhelm Brunn, um ihn um einen Termin für die Amtseinführung zu bitten, wobei er anregt, dass er sich auch selbst der neuen Gemeinde vorstellen könne. Zugleich kommt er auf die Regelung seiner finanziellen Ansprüche während des Gnadenjahrs zu sprechen, in dem er statt seines Gehaltes eine Entschädigung von der Witwe des Amtsvorgängers bezieht.Vgl. Brief 1205, 3–52; nach Schleiermachers Berechnung müsste die Witwe ihm für die noch ausstehenden drei Quartale des Gnadenjahres wenigstens 360 Reichstaler zahlen und die freie Wohnung stellen; in Berlin verfüge er jährlich – neben freier Wohnung, Mittagstisch, Holz, Licht, Wäsche und Aufwartung – über 340 Reichstaler Bargeld. [Schließen]

11. May 1802

Besuch von August Christian Wilhelm und Eleonore Grunow bei Schleiermacher.Vgl. Brief 1226, 214–216; nach Brief 1233, 40–42 war Grunow gegenüber Schleiermacher von einer ihm „höchst fatalen Freundlichkeit [...], grade als bildete er sich ein, nun gewonnenes Spiel zu haben.“ [Schließen] Schleiermacher schickt seine Bücher und sonstiges Umzugsgut nach Stolp.Vgl. Brief 1233, 6–9 [Schließen]

11. July 1802

Predigt über Matthäus 10,14.SN 54, Bl. 18f [Schließen]

11. October 1802

Predigt in Stemnitz über Psalm 19, 13.SN 54, Bl. 50 [Schließen]

11. September 1803

Predigt über Psalm 33,9.SN 52 [Schließen]

11. November 1803

Schleiermacher berichtet Reimer, dass er das zweite der „Unvorgreiflichen Gutachten“ am letzten Posttag an Spalding geschickt habe und nun an der Einleitung zur Platon-Übersetzung arbeite.Vgl. Brief 1590, 2–9 [Schließen] Er habe sich zur Rezension von Schellings „Vorlesungen über die Methode des akademischen Studiums“ für die „Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung“ in der Hoffnung bereit erklärt, dass sie schon an einem anderen vergeben sei.Vgl. Brief 1590, Zeile 40–43 [Schließen]

11. January 1804

In seinem Antwortschreiben an Paulus betont Schleiermacher, wie schwer es ihm fallen würde, Preußen zu verlassen. Er wünscht, dass die Professur mit einem Predigtamt, möglichst mit der Position des Universitätspredigers, verbunden werden möge.Vgl. Brief 1634 [Schließen] Reimer übersendet Exemplare der Schrift „Zwei unvorgreifliche Gutachten in Sachen des protestantischen Kirchenwesens“.Vgl. Brief 1635 [Schließen]

11. February 1804

Berufung Schleiermachers zum Professor der theologischen Sittenlehre und der praktischen Theologie an der Universität Würzburg, verbunden mit einem Predigtamt.Vgl. Brief *1655 [Schließen]

11. April 1804

Schleiermacher schreibt dem Minister v. Thulemeier, dass er, da er den Ruf schon angenommen habe, nur bei einer förmlichen Verweigerung der Entlassung in Preußen bleiben könne.Vgl. Brief 1708 [Schließen]

11. June 1804

Schleiermacher ist in Greifswald eingetroffen.Vgl. Brief 1766 [Schließen]

11. August 1805

Schleiermacher hält eine Predigt, in der er kritisch auf Galls Schädellehre Bezug nimmt.Vgl. Briefe 2014, 13–16 und 2026, 43–50 [Schließen]

11. September 1806

Schleiermacher verfasst eine Protestation gegen die Abtretung der Universitätskirche an die Verpflegungskommission, die diese als Magazin nutzen möchte.„Protestation Gegen die Beschlüsse der akademischen Kirchendeputation vom 9ten Septemb. 1806 wegen Einräumung der Universitäts Kirche an die Verpflegungs ComMission. Angesehen 1., daß die Unmöglichkeit für die Bedürfnisse der Verpflegungs Commission ein anderes Lokale als die Universitätskirche auszumitteln nicht eher dargethan werden kann, als nachdem die Maaßregeln werden angetreten sein, welche jene höchsten Behörden an welche die Allerhöchste Cabinetsordre zu Verschonung der Kirche ergangen ist, zufolge derselben zu ergreifen haben 2., daß die Verpflegungs Commission selbst, wenn sie glaubte jene Unmöglichkeit gehörig erweisen zu können, sich gewiß mit der provisorischen Einräumung der Universitätskirche bis zum Eingang höherer Befehle begnügen, nicht aber der Universität eine formalische Verzichtleisstung anmuthen würde, und es daher scheint als ob nur die vorzügliche Bequemlichkeit der Univers.Kirche von ihr berücksichtigt wurde. 3., daß die Universität bei Bestimung jener Unmöglichkeit nicht davon ausgehn kann, daß die städtischen Parochialkirchen schlechthin oder vorzugsweise vor der akademischen müßten verschont werden, indem jeder Unterschied dieser Art eben durch die ertheilte Allerhöchste Cabinetsordre beseitigt werden soll. 4., daß es nur ein leerer Schein ist wenn sich die Universität des erlangten Rechtes zwar für diesmal begiebt, für die Zukunft aber es sich vorbehalten will, indem dieselbe scheinbare Nothwendigkeit, welche jetzt stattfinden soll in jedem Fall wenn ein Magazin etablirt werden soll gleich wieder eintritt 5., daß der öffentliche Dienst nichts weiter erfordert als daß provisorisch mit der dringend nothwendigen Aufschüttung zugleich aber auch Ausfouragirung fortgefahren werde, dadurch aber gar nicht leiden kann, daß die Universität auf Einholung einer anderweitigen Allerhöchsten WillensDeclaration besteht ist Unterschriebener überzeugt, die Universität sei nicht berechtiget, auf die durch das Allergnädigste Cabinetsschreiben erlangten Vortheile Verzicht zu leisten, und sieht sich genöthget, nachdem er diese Gründe bei der Sizung der akademischen KirchenDeputation vorgetragen ohne die Majorität dafür zu gewinnen, gegen den gefaßten Beschluß daß von dem durch die Allergnädigste Cabinetsordre erlangten Vorrecht für diesmal kein Gebrauch gemacht und die Allerhöchste Genehmigung hiezu von der Universität selbst nachgesucht werden soll zu protestiren, und diese Erklärung den Verhandlungen beifügen zu lassen. Halle, d. 11 Septemb. 1806. F. Schleiermacher, Prof. der Theologie und Universitätsprediger“ (Hering: Der akademische Gottesdienst, Bd. 2, S. 106 f.) [Schließen]

11. June 1809

Amtsbeginn Schleiermachers als reformierter Prediger an der Dreifaltigkeitskirche; Antrittspredigt über 1 Kor 2,1–5.

11. February 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Joh 1,35–44). Vgl. KGA III/4, S. 46–50.  [Schließen]

11. June 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (1Thess 5,19–21). Vgl. KGA III/4, S. 99–111.  [Schließen]

11. July 1810

Charlotte Helene von Sell (verwitwete von Seidlitz), bei der Charlotte Schleiermacher seit mehreren Jahren als Erzieherin angestellt war, stirbt nach langer, zermürbender Krankheit in Habendorf. Charlotte, die nach dem Tod ihrer Freundin auch eine neue Einkommensquelle suchen muss, berichtet dem Bruder ausführlich über Krankheit und Tod der Freundin.Vgl. z.B. Brief 3428, KGA V/11.  [Schließen]

11. November 1810

Schleiermacher predigt vormittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 16,35–37). Vgl. KGA III/4, S. 193–198.  [Schließen]

11. May 1811

Schleiermacher schreibt seinem Breslauer Kollegen Joachim Christian Gaß über die beschlossene Versetzung des Altertumswissenschaftlers Ludwig Friedrich Heindorf von der Berliner an die im August neu eröffnende Breslauer Universität und äußert seinen Unmut über diese Entscheidung, in die er nicht einbezogen wurde.Vgl. Brief 3630, 45–47, KGA V/12 [Schließen] Heindorf hatte an der Universität Halle bei Friedrich August Wolf studiert. Er hegte ein besonderes Interesse für die Schriften Platons, von denen er – von Schleiermacher unterstützt – eine Teiledition veranstaltet hatte, und beteiligte sich wie dieser an den Treffen der Griechischen Gesellschaft in Berlin.

11. November 1811

Schleiermacher hält an der Akademie der Wissenschaften den Vortrag „Über Anaximandros“. Die im engeren Kreis von Akademiemitgliedern vorgestellte Abhandlung wurde 1815 in den Jahrbüchern der Akademie veröffentlicht.Vgl. KGA I/11, XXIII, XXX–XXXII [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1808 bis 1811, erarbeitet von Sarah Schmidt und Holden Kelm. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194

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