3. Januar 1808

In einem Brief an Johann Wilhelm Heinrich Nolte im Anschluss an ein Gespräch – Nolte war der zuständige Regierungsvertreter der theologischen Fakultät im Vorfeld der Universitätsgründung – unterstreicht Friedrich Schleiermacher die dringende Notwendigkeit, sich für eine Gründung der Universität einzusetzen. Vgl. Brief 2602, KGA V/10. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 303. [Schließen]

3. September 1808

Hört eine Vorlesung bei Delbrück, dem Prinzenerzieher.

3. Dezember 1808

Napoleons Truppen verlassen Berlin.

3. Mai 1809

Schleiermachers Freund Henrich Steffens weigert sich, seine Studenten zum Anschluss an die Schillschen Truppen in Halle aufzurufen.

3. September 1809

Aufbruch mit Henriette Schleiermacher, ihren Kindern und der Halbschwester Anne (Nanny) nach Schlesien. Der Reiseweg führt über Frankfurt (Oder), Ziebingen, Crossen (4.9.), Naumburg, Sagan, Sprottau bis Bunzlau (5.9.) und weiter über Löwenberg nach Hirschberg (am 6.9.).

3. Januar 1810

Schleiermacher vollendet laut Tageskalender einen „Kirchenrechnungsentwurf“.

3. Juni 1810

Wilhelm von Humboldt setzt eine Einrichtungskommission bei der Sektion des Kultus und des öffentlichen Unterrichts ein, die sich um Berufungsfragen und -verhandlungen kümmern soll und zu deren Mitgliedern neben Friedrich Schleiermacher auch Wilhelm Uhden und Johann Wilhelm Süvern gehören. Schleiermacher hatte den stellvertretenden Vorsitz inne und in vielen der vom ca. 20. bis zum 24. Oktober abgehaltenen Sitzungen musste er den oft abwesenden Wilhelm Uhden vertreten. Am selben Tag predigt Schleiermacher vormittags laut Tageskalender in der Dreifaltigkeitskirche (Mt 28,16–20). Vgl. KGA III/4, S. 86–90. [Schließen]

3. September 1810

Schleiermacher reist mit seiner Frau, seiner Halbschwester Anne (Nanny) und Henriette Herz über Mittenwalde, Dahme, Herzberg (4.9.) und Kossdorf (5.9.) nach Dresden, wo er die Gemäldegalerie besichtigt und unter anderen Riquet und die Familie Körner besucht und in der Gemäldegalerie auch auf Goethe trifft. Am 17.9. laut Eintrag im Tageskalender.  [Schließen] Laut Tageskalender bleibt er mindestens bis zum 21.9. in Dresden, führt an diesem Tag jedoch bereits Abschiedsgespräche. Am 28.10.1810 schreibt Christian Gottfried Körner an seinen Sohn Theodor Körner „Göthe und Schleiermacher sind abgereist.“ (Theodor Körners Briefwechsel mit den Seinen , 1919, S. 107).  [Schließen]

3. Juni 1811

Am Pfingstmontag predigt Schleiermacher morgens in der Dreifaltigkeitskirche (Gal 6,8).

3. August 1811

Die alte Universität Breslau (Leopoldina) und die Universität Frankfurt an der Oder (Viadrina) werden infolge der preußischen Gebietsverluste nach dem Tilsiter Frieden und der Gründung der Berliner Universität vereinigt und in Breslau als Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität eröffnet. Die neue Universität besteht nun aus den Fakultäten katholische Theologie, evangelische Theologie, Recht, Medizin und Philosophie und umfasst damit als erste deutsche Universität eine katholische und eine evangelische Fakultät.

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1808 bis 1811, erarbeitet von Sarah Schmidt und Holden Kelm. In: schleiermacher digital / Chronologie. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/S1120194

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