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27. Mai 1800
Schleiermacher berichtet A. W. Schlegel, dass er nun an der Rezension von J. G. Fichtes „Die Bestimmung des Menschen“ arbeite und schlägt zugleich vor, eine Rezension über den dritten Teil von J. J. Engels „Der Philosoph für die Welt“ zu verfassen.Vgl. Brief 868, 14–23 [Schließen] – In demselben Brief äußert er seine Bewunderung für A. W. Schlegels Gedichte und bekennt, dass die Lektüre ihm keinen Mut für eigene poetische Versuche gemacht habe.Brief 868, 42–57 [Schließen] In einem Brief an Carl Gustav von Brinckmann äußert sich Schleiermacher ausführlich über den Stil der „Monologen“.Brief 869 [Schließen]27. Mai 1802
Abschiedspredigt in der Charité in Anwesenheit des Ministers (wohl v. Thulemeier), sechs Geistlicher und mehrerer Kandidaten;Vgl. Brief 1235; vgl. hierzu und zum weiteren Ablauf des Tages Schleiermachers Bericht in dem Brief an die Schwester vom gleichen Tage (Brief 1244, 20–29). [Schließen] anschließend besucht Schleiermacher Spaldings in Friedrichsfelde, wo er auch Eichmanns trifft und bis zum Abend bleibt. Wohl auf dem Rückweg nimmt Schleiermacher auch von Heindorf Abschied und verbringt den Abend bis Mitternacht bei Carl Gustav von Brinckmann. Durch dessen Vermittlung erhält Schleiermacher einen Kredit für die Kosten der Übersiedlung nach Stolp.Vgl. Brief 1243, 10 [Schließen]27. Mai 1804
Friedrich Wilhelm III. läßt Schleiermacher die Berufung nach Halle offiziell mitteilen.Vgl. Brief 1753 [Schließen]27. Mai 1809
Schleiermacher fährt laut Tageskalender zusammen mit seiner Frau Henriette und seiner Schwester Nanny nach Stralsund und trifft dort „Lützow“, wahrscheinlich Leopold von Lützow, der ihm einen Tag später wohl zur Reise rät. Die Rügener Landwehr wird unter Androhung der Todesstrafe bei Nichtbefolgung des Befehls von Schill nach Stralsund gerufen. Sie flieht beim Sieg der dänisch-niederländischen Truppe über Schill in Stralsund am 31.5. als erste; an diesem Tag fällt Schill. Eine detaillierte Chronologie des Schillschen Aufstandes findet sich bei Veltzke (Hg.), Für die Freiheit – gegen Napoleon , 2009, S. 425–432. [Schließen]27. Mai 1813
Gegenüber Henriette äußert Schleiermacher Zweifel darüber, sie fortgschickt zu haben: „Da ich gestern den ganzen Tag aus war, heute Vormittag in der Kirche beschäftigt: so hat mich hernach die Nachricht von dem großen und wie es scheint ziemlich schnellen Rükzug der Armee sehr überrascht. Ich kann sagen heute habe ich es zum erstenmal bereut daß ich Dich weggeschikt habe, da Du nun dort den Kriegsschauplaz ganz in der Nähe hast und hier alles ruhig ist – und nun noch von soviel rathlosen Leuten umgeben!“Brief 3882, 103–109, KGA V/12. [Schließen]firstprevnextlast
Zitierhinweis
Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)
Chronologie
Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1816 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1816 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.