24. August 1788

Geburt der Halbschwester Sophia Caroline.

24. Mai 1792

Bitte an den Freund H. Catel, einen Verleger für ein philosophisches Werk ausfindig zu machen.Vgl. Brief 179, 54–65 [Schließen]

24. Dezember 1799

In einem Brief an A. W. Schlegel äußert Schleiermacher sein Bedauern darüber, dass Schellings „Epikurisch Glaubensbekenntnis Heinz Widerborsts“ im „Athenaeum“ nicht gedruckt werden soll.Vgl. Brief 759, 31–34 [Schließen] Im selben Schreiben fasst Schleiermacher auch eine Rezension der zweiten Auflage von Herders „Gott“ und von Herders „Christlichen Schriften“ ins Auge, ohne jedoch diese Pläne im weiteren ernsthaft zu verfolgen.Vgl. Brief 759, 5761 [Schließen]

24. Juni 1800

In einem Brief an A. W. Schlegel äußert sich Schleiermacher umfassend zu dem Projekt der „Jahrbücher“.Brief 894 [Schließen]

24. Dezember 1800 bis 26. Dezember 1800

Schleiermacher hat weniger Predigtverpflichtungen als gewöhnlich, wird aber durch zahlreiche Einladungen aus seinen Arbeiten herausgerissen.Vgl. Brief 997, 246–251 [Schließen]

24. Januar 1801

Schleiermacher berichtet F. Schlegel, er lese jetzt zusammen mit dem Altphilologen Ludwig Friedrich Heindorf „alle Woche zwei Abende Plato“. Zugleich teilt er den Plan mit, in diesem Sommer einige philosophische Dialoge moralischen Inhalts zu verfassen.Vgl. Brief 1017, 31–45 [Schließen]

24. November 1801

Schleiermacher schickt weiteres Manuskript für den fünften Band der Übersetzung von Blairs Predigten an den Verleger Weidmann in Leipzig.Vgl. Brief 1127 [Schließen]

24. Februar 1802

Auf Schleiermachers Anregung zu einer mündlichen Aussprache hinVgl. Brief *1168 [Schließen] lädt F. S. G. Sack Schleiermacher für den kommenden Tag zu einem „freundschaftlichen Abendbrot“ ein.Brief *1169 [Schließen]

24. Juli 1802

Predigt über Matthäus 5, 8. Meding: Bibliographie, Nr. 502 [Schließen]

24. August 1802

Schleiermacher berichtet über seine Studien für die „Kritik der Moral“; er lese hierfür abwechselnd antike und moderne Autoren und sei jetzt bei Aristoteles bzw. Kant angelangt. Er hofft, bis zum Ende des Jahres das Buch abschließen zu können.Vgl. Brief 1317, 81–89 [Schließen]

24. September 1802 bis 29. September 1802

Dienstreise nach Marienfelde.Vgl. Brief 1311, 59f und 1351, 11f [Schließen]

24. Oktober 1802

Predigt in Königsberg über Psalm 1, 2f.SN 54, Bl. 53f. [Schließen]

24. November 1804

Spalding bittet Schleiermacher, die von ihm herausgegebene Lebensgeschichte seines Vaters zu rezensieren.Vgl. Brief 1866, 52f [Schließen]

24. März 1805

Adolph Müller berichtet über eine Predigt Schleiermachers: „Heute hat Schleiermacher in unserer Kirche gepredigt in seiner klaren, tiefen Art - noch nie habe ich jemand so ruhig und zugleich so innig sprechen gehört; das Edelste und Göttlichste erschien in der größten Einfalt. Nichts von einer kanzelentweihenden Bigotterie, nichts von der Kanzelkoquetterie, nichts von gesuchter Aufklärungssucht - die ruhigste, reinste Begeisterung. - Künftig wird er auf der Wage auftreten, da ihm die reformirten Prediger – die Ochsen – hier Schwierigkeiten machen.“ Adolph Müller: Briefe von der Universität, S. 182; vgl. Johannes Bauer: Schleiermacher als patriotischer Prediger, S. 14 [Schließen]

24. Juli 1805

Schleiermacher trägt Distichen in das Stammbuch August von Goethes ein.Vgl. Patsch: Alle Menschen sind Künstler, S. 163f.226 [Schließen]

24. September 1805

Eleonore Grunow wird von Jösting aus der ehelichen Wohnung im Invalidenhaus abgeholt und in ihre vorübergehende Wohnung gebracht, von wo aus sie ihren Bruder J. A. Krüger brieflich vom Stand der Dinge unterrichtet und ihren Mann mit einem Brief von der Trennung in Kenntnis setzt.Vgl. Brief 2040, 4–9 [Schließen] – Schleiermacher reist mittags mit K.G. von Raumer von Halle ab und trifft abends in Dessau ein, wo er sich entschließt, mit Friedrich von Raumer am folgenden Tag nach Potsdam zu reiten.Vgl. Brief 2040, 32–35 [Schließen]

24. Dezember 1805

Schleiermacher verbringt den Weihnachtsabend mit Steffens bei Reichardts in Giebichenstein.Vgl. Brief 2128, 8–10 [Schließen]

24. November 1808

Friedrich Wilhelm III. entlässt den Freiherrn von Stein auf Drängen Napoleons, nachdem ein Brief Steins in französische Hände gelangt war, in dem seine Gegnerschaft zu Napoleon deutlich wurde. Innenminister wurde Schleiermachers Freund Alexander von Dohna, Finanzminister Karl vom Stein zum Altenstein, Justizminister Carl Friedrich von Beyme . Schleiermacher zeigt sich über diese Entlassung wenig verwundert in einem Brief an seine Braut Henriette von Willich vom 26.1.1809: „Steins Verfolgung hat mich gar nicht alterirt. Ich hatte zwar gar nicht daran gedacht aber als es kam war es mir wie etwas ganz bekantes und erwartetes. Nur das hat mir erstaunlich leid gethan daß er, was gar nicht nöthig gewesen wäre, so schnell abgereiset ist und daß ich ihn nicht vorher noch gesehen habe. Ich habe ihm sagen lassen ich gratulirte ihm denn es wäre die größte Ehre die einem Privatmann widerfahren könnte für einen Feind der großen Nation erklärt zu werden.“ Brief 3045, 192–198, KGA V/10.  [Schließen]

24. Dezember 1808

Schleiermacher verbringt Heiligabend bei Reimers, leidet allerdings an einer Kolik, die den Weihnachtsabend und die kommenden Tage bestimmt. Vgl. Brief 3008, 43–50, KGA V/10.  [Schließen] Schleiermachers Braut Henriette von Willich erhält zu Weihnachten sein Portrait, das später zur Vorlage für einen bekannten Stich von Lips wird: Der Stich von Johann Jakob Lips erschien als Titelkupfer im Magazin für Prediger , VI. Bd., 1. St. (1811), vgl. Bauer, Schleiermacherbildnisse , 1928, S. 87 f.  [Schließen] „O süßer Ernst! welche Freude hast Du mir gemacht! welch einen Schatz, welch Kleinod habe ich nun in Händen! Mann meines Herzens – süßer theurer lieber Mann ich kann dir gar nichts sagen – aber es ist unendlich wie Du mich reich gemacht! Immer möchte ich nur die lieben Züge sehen – ganz im anschauen versinken – und dann gewinnen sie ein Leben daß ich hinstürzen möchte und es mit Küssen bedecken und es an mein Herz pressen, das so wonnevoll und so wehmüthig zugleich bewegt ist – – Ernst wie bist Du schön! ja der Mahler hat wohl recht daß dein Mund schön ist aber nicht hintenan stehen dürfen wahrlich Deine Augen und Deine Stirn um die etwas recht verklärtes schwebt. Ach süßer Ernst wer weiß wie oft Dein liebes Bild mich noch trösten muß – wie oft ich noch mit thränenvollem Blick davor hintreten werde. Es wird es immer thun was auch mein Herz drücke – es wird mich immer mit Seeligkeit erfüllen denn lebendig vergegenwärtigen wird es mir daß du mein bist – daß du dich mir gegeben in ganzer unsterblicher Liebe – Morgens und Abends wird es mein Gebet sein andächtig davor zu stehen.“ Brief 3013, 2–17, KGA V/10.  [Schließen]

24. Juli 1809

Wilhelm von Humboldt reicht seinen modifizierten „Antrag auf Errichtung der Universität Berlin“ ein, Vgl. Wolfes, Öffentlichkeit und Bürgergesellschaft , 2004, S. 276. Der ursprüngliche Antrag Humboldts findet sich in W. v. Humboldt: Gesammelte Schriften, Bd. X, S. 139-147.  [Schließen] der die Zustimmung des Königs Friedrich Wilhelm III. erhält.

24. September 1809

Schleiermacher predigt laut Tageskalender in Gnadenfrei (er notiert: „Antrittspredigt“).

24. November 1809

Beginn der im Vorfeld der Universitätsgründung gehaltenen Vorlesung über „Die allgemeinen Grundsätze der Auslegungskunst“ (bis zum 16.12.) am Freitag und Sonnabend von 5–6 Uhr. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 304.  [Schließen] In den Kontext der Vorbereitung und Ausarbeitung der Hermeneutik-Vorlesungen in diesem Jahr fällt auch das Manuskript „Sprachphilosophische Untersuchungen“, das Überlegungen zu Flexionsformen enthält. Vgl. SN 125; KGA I/14, S. 105–108.  [Schließen]

24. Dezember 1809

Bescherung bei Schedes und Weihnachtsabend bei Reimers.

24. Juni 1810

Schleiermacher predigt vormittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 2,44–45). Vgl. KGA III/4, S. 117–122.  [Schließen]

24. August 1810

Schleiermacher legt einen auf Vorarbeiten von Süvern und Savigny basierenden Entwurf zur Organisation der Lehre und Verwaltung der Universität vor, der weitgehend übernommen wurde Vgl. Lenz, Geschichte der Universität , Bd. 1, 1910, S. 277.  [Schließen] und am 28.12.1810 als Universitätsreglement in Kraft trat. Vgl. Wolfes, Öffentlichkeit und Bürgergesellschaft , 2004, S. 282.  [Schließen]

24. Dezember 1810

Schleiermachers erste Tochter Clara Elisabeth wird geboren, Schleiermacher berichtet an seine Schwägerin Charlotte von Kathen: „Liebste Schwester das langersehnte schöne Glük ist nun da, und wie herrlich ist es gekommen! Jette war am heiligen Abend noch ganz munter, machte gegen Abend für Groß und Klein zurecht theilte – wiewol unter den ersten Vorempfindungen – unsere Freude, und fuhr hernach noch mit zu Reimers um da der Weihnachtsfreude beizuwohnen. Bald nach Neun trieb sie nach Hause, der Geburtshelfer wurde geholt und noch vor Mitternacht war das kleine Mädchen glüklich da; stark und gesund und mit einem ganzen Kopf voll dunkler Haar angethan. Es nahm noch in derselben Nacht die Brust und befindet sich wie die Mutter sehr wol.“ Brief 3553, 1–9, KGA V/11. [Schließen]

24. Mai 1811

Aus Leipzig schreibt Friedrich Frommann, erkundigt sich über den Gang der Neugründung der Breslauer Universität und bedankt sich für Schleiermachers Predigt für das Magazin für Prediger , die bereits an den Herausgeber Löffler weitergeleitet worden sei.Vgl. Brief 3637, 11–15, KGA V/12 [Schließen] Da der Druck noch nicht angegangen war, nimmt Schleiermacher die Aufforderung Frommanns an, noch eine zweite Predigt einzureichen.Es handelt sich um Schleiermachers Taufrede für Clara Elisabeth und um seine Predigt zum Karfreitag von 1809. Vgl. Magazin für Prediger, hg. v. Josias Christian Friedrich Loeffler, Jena 1811. [Schließen]

24. Januar 1812

Von Friedrich Justin Bertuch erfährt Schleiermacher, dass Ludwig Friedrich von Froriep den von Schleiermacher an ihn ergangenen Ruf auf eine Professur in Breslau nicht annehmen wird.Vgl. Brief 3734, KGA V/12. [Schließen]

24. Februar 1812

Preußens König Friedrich Wilhelm III. geht unter französischem Druck ein Bündnis mit Napoleon Bonaparte für den Krieg gegen Russland ein, der preußische Gesandte v. Krusemarck unterzeichnet dafür in Paris ein Militärbündnis und sichert zu, „20.000 Mann als Hilfskorps für den bevorstehenden Rußlandfeldzug abzustellen“. Friedrich Wilhelm III. ratifiziert die Verträge am 4. März 1812.Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 37f. [Schließen]

24. Juni 1812

Napoleon eröffnet mit der „Grande Armée“ von 457.000 Mann den Krieg gegen Russland. Nach anfänglichen Gebietsgewinnen muss er gegen Ende des Jahres den Rückzug antreten und verliert große Teile seiner Armee.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 39. [Schließen]

24. März 1813

Schleiermacher schreibt in einem Brief an Alexander Graf zu Dohna-Schlobitten von den Ereignissen der vorangegangenen Tage: „Der König ist gekommen und mit ungeheurem Jubel und mit großer militärischer Pracht empfangen worden. Heute marschiren die Truppen, Morgen ist die religiöse Feier des Durchzuges und des Kriegsanfanges, Alles ist im höchsten Enthusiasmus und hoffentlich wird nun endlich bald der Kriegsschauplaz jenseits der Elbe sein.“Brief 3838, 49–54, KGA V/12. [Schließen]

24. Juni 1813

Schleiermacher hält die Akademierede „Über die verschiedenen Methoden des Übersetzens“.Vgl. KGA I/11, S. XXIII [Schließen] Am selben Tag schreibt er davon in einem Brief an Henriette: „Es ist eigentlich ziemlich triviales Zeug aber eben deswegen haben die Leute es geistreich und schön gefunden und wollen daß ich es in der öffentlichen Sizung vorlesen soll. Ich wollte es nicht abschlagen weil ich noch gar nicht öffentlich gelesen habe und sie es für Ziererei gehalten hätten.“Brief 3925, 26–30, KGA V/12. [Schließen] Im selben Brief schreibt er darüber, sich mit Alexander von der Marwitz über Henriettes Verhältnis zu diesem unterhalten zu haben: „Ich habe ihm auch mein und Dein Unrecht dargelegt; ich habe ihm gesagt in Dir hätte sich der leidenschaftliche Zustand zuerst entwikelt, auch das hat er stillschweigend bejaht. Auf Deinem Sofa haben wir es abgesprochen. Ich möchte nur wissen wie ich ihm in der ganzen Sache vorkomme, ob er mich auch recht und gründlich versteht; ich hoffe es, es wäre sehr schlimm wenn es nicht wäre.“Brief 3925, 58–63, KGA V/12. [Schließen]

24. März 1814

Schleiermacher hält die Akademierede „Über die Begriffe der verschiedenen Staatsformen“.Vgl. KGA I/11, S. XXIII. [Schließen]

24. Oktober 1814

An der Berliner Universität beginnt Schleiermacher das Wintersemester 1814/15 mit drei Vorlesungen, zwei theologischen und einer philosophischen: „Die theologische Encyclopädie“ (57 Hörer, in fünf wöchentlichen Stunden von 9 bis 10 Uhr), „Die Paulinischen Briefe an die Thessalonicher, Galater, Korinther“ (47 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 5 bis 6 Uhr) und „Dialektik“(49 Hörer, in fünf Stunden wöchentlich von 5 bis 6 Uhr).Vgl. Arndt / Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, 1992, S. 310–311. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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