22. Oktober 1790

Ankunft in Schobitten nach Zwischenaufenthalten in Drossen und Landsberg; durch Krankheit wird Schleiermacher an der Weiterreise nach Königsberg gehindert.

22. März 1799

(Karfreitag) Friedrich Wilhelm III. empfängt aus Schleiermachers Händen das Abendmahl.Vgl. Brief, 242f [Schließen]

22. März 1799

Schleiermacher schreibt seiner Schwester Charlotte „eine ausführliche Deduktion meines Lebens und meiner Grundsätze von manchen Seiten“,Vgl. Brief 589 (an H. Herz), 10–25 [Schließen] um deren Besorgnisse wegen seines Lebenswandels und besonders seines Umgangs mit Frauen zu zerstreuen.Brief 587 [Schließen]

Wohl 22. bis 23. April 1799

Schleiermacher zu Besuch in Berlin, wo er u. a. einen Abend mit Heindorf verbringt und den Verleger J. C. P. Spener trifft, um die Bedingungen einer von Henriette Herz auszuführenden Übersetzung von Mungo Parks „Travels in the interior districts of Africa“ zu verabreden.Von einer Reise nach Berlin nach Abschluss der „Reden“ „Über die Religion“ war wiederholt die Rede gewesen; am Dienstag, den 16.4. schließlich kündigte Schleiermacher Henriette Herz an: „Beim Montag bleibts auf jeden Fall und wenn ich Geld hätte käme ich sogar Sonntag“ (Brief 633, 17f; vgl. zu dem geplanten Besuchsprogramm ebd. Zeilen 19f). Am Freitag, den 19.4. schreibt Schleiermacher an Spener in der Übersetzungsangelegenheit (Brief 634) und teilt zugleich mit: „Nächste Woche komme ich auf 2 Tage nach Berlin, weiß aber jezt noch nicht welche“ (Zeilen 19f); sollte diese Zeitplanung eingehalten worden und es, wie geplant, bei der Anreise am Montag geblieben sein, so wäre Schleiermacher vom 22. bis 23. April in Berlin gewesen. Der Besuch kann aber auch später stattgefunden haben bzw. ausgedehnt worden sein; hierfür spricht das Fehlen jeglicher Korrespondenz von Schleiermachers Seite zwischen dem 20. (Brief 636) und dem 27. April (Brief 638), obwohl er sonst fast täglich mit dem Berliner Freundeskreis zu kommunizieren pflegte. dass tatsächlich ein Besuch in Berlin stattgefunden hatte, geht aus Brief 640, 9–11 hervor [Schließen]

22. März 1800

In einem Brief an C. G. von Brinckmann stellt Schleiermacher ausführlich seine künftigen literarischen Projekte, besonders auf dem Gebiet der philosophischen Ethik, vor; er äußert seine Freude darüber, dass Brinckmann F. H. Jacobi mit seinen „Reden“ „Über die Religion“ bekanntmachen will und gibt bei dieser Gelegenheit seiner Verehrung für Jacobi Ausdruck.Vgl. Brief 817, 10–80 [Schließen] Tatsächlich zeigte sich Jacobi, wie Brinckmann später zu berichten wußte, wenig beeindruckt von der Lektüre der „Reden“.Vgl. Brief 905 vom 4. Juli 1800 (KGA V/4) [Schließen]

22. April 1800

In einem Brief an C. G. von Brinckmann kritisiert Schleiermacher die „erkünstelte Begeisterung der Religion“ in A. W. Schlegels Gedichten.Vgl. Brief 847, 83–102 [Schließen]

22. Mai 1800

Vormittagspredigt im Invalidenhaus über Mk. 16, 14–20; Betstunde über Joh. 17, 24; Nachmittagspredigt in der Charité über Mt. 28, 20.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 65–69, Nr. 45–47 [Schließen]

22. Juni 1800

Predigt über 1. Kor. 12, 31 bis 13,1.Schleiermacher: Predigten, Berlin 1801, S. 66–89 [Schließen]

22. August 1800

Dorothea Veit berichtet von Johann Wilhelm Ritters Begeisterung für die „Reden“ und „Monologen“;Vgl. Brief 935, 12–24; zu einer engeren Beziehung zwischen Schleiermacher und Ritter oder einem Briefwechsel zwischen ihnen kam es ebensowenig wie zu dem von Dorothea gewünschten Treffen Schleiermachers mit den Frühromantikern in Jena (ebd., Zeilen 24–32). [Schließen] sie äußert ihre Freude über Schleiermachers letzte Rezensionen und besonders darüber, dass er sich mit der Besprechung von J. J. Engels „Philosoph für die Welt“ von den Rücksichten auf Markus Herz und dessen Bindungen an die Berliner Spätaufklärer befreit habe.Vgl. Brief 935, 75–98 [Schließen] In einem Brief an das Armendirektorium führt Schleiermacher Beschwerde über die im Zuge des Umbaus der Charité geschaffenen Predigerwohnungen, welche demnächst von ihm und seinem künftigen lutherischen Kollegen Martin Klaproth bezogen werden sollen.Brief 936 [Schließen] Hieraus entsteht ein schwerwiegender Konflikt mit dem Armendirektorium, der zu einem Verweis Schleiermachers führt und diesen an eine förmliche Klage gegen die Patronatsbehörde denken läßt.Vgl. Briefe 941, 102–113; 945; 949, 94–97; 950; *951; 955; 958; 960; 963; *966; 969, 7–13; 997, 150–152 [Schließen]

22. August 1802

Predigt über Römerbrief 12, 18.SN 54, Bl. 33 f. [Schließen]

22. Oktober 1804

Schleiermacher berichtet Henriette Herz über den Beginn seiner Kollegien und beklagt, dass zu viele Studenten einen Erlass der Hörergelder wünschten;Vgl. Brief 1837, 2–12 [Schließen] Schleiermacher liest Dogmatik und Enzyklopädie vor jeweils 30 und (philosophische) Ethik vor 20 Zuhörern.Vgl. Arndt und Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, S. 300; alle Vorlesungen begannen am 22. Oktober; statt der philosophischen Ethik hatte Schleiermacher zunächst die christliche Sittenlehre angekündigt [Schließen]

22. Juni 1805

Beginn der Reise nach Schlesien, um die Halbschwester Nanny nach Halle zu bringen; Schleiermacher wird von Christian Gottlieb Konopak begleitet.Vgl. Brief 1982, 3–27 [Schließen]

22. Oktober 1807 bis 23. Oktober 1807

Reimer besucht Schleiermacher, von Leipzig kommend, in Halle.Vgl. Brief 2559, 25–32 [Schließen]

22. Januar 1809

Schleiermacher predigt laut Tageskalender vormittags in der Dreifaltigkeitskirche .

22. Juni 1809

Schleiermacher beginnt laut Eintrag im Tageskalender seine für Frauen konzipierte ethische Vorlesung, die er in einem Brief an seine Braut bereits Anfang Februar 1809 ins Auge fasst: „Ich habe mich immer hartnäkig geweigert Vorlesungen zu halten vor Männern und Frauen aber ich möchte recht gern welche halten vor Frauen allein, das heißt aber auch nur vor solchen die ich genauer kenne, und ich denke es wird sich machen lassen daß wir uns ein regelmäßiges Abendstündchen wenn auch nicht gleich anfänglich, zu solchen Unterhaltungen nehmen.“Brief 3054, 240–245, KGA V/11.  [Schließen] Er liest regelmäßig meist zweimal die Woche bis Ende des Jahres.

22. November 1809

Beginn der im Vorfeld der Universitätsgründung gehaltenen Vorlesung über „Christliche Sitte“ (bis 14.12.) am Mittwoch und Donnerstag von 5–6 Uhr. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 304.  [Schließen]

22. Dezember 1809

Die königliche Familie trifft in Freienwalde bei Berlin ein.

22. Juli 1810

Schleiermacher predigt vormittags zum Tod der Königin Luise von Preußen in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 6,15) „Die Verklärung des Christen in der Nähe des Todes“. KGA III/4, S. 123–137.  [Schließen]

22. März 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesung über die „Schriften des Lukas“ (1810/11).

22. April 1811

Schleiermacher beginnt seine erste Vorlesung über die „Dialektik“, deren Ankündigung im Lektionskatalog heißt: „Dialectik, das heißt den Umfang der Principien der Kunst zu philosophiren“. Für die Vorlesung an der philosophischen Fakultät, an der seit 1811 Johann Gottfried Fichte lehrte, schrieben sich 63 Hörer ein.Vgl. Wolfgang Virmond (Hg.): Die Vorlesungen der Berliner Universität 1810–1834, Berlin 2011, S. 19 [Schließen] In einem Brief vom 11. Mai an Joachim Christian Gaß zeigt sich Schleiermacher trotz hohen Arbeitspensums zufrieden mit dem Beginn der Vorlesung.Brief 3630, 16–22, KGA V/12 [Schließen]

22. August 1811

Schleiermacher beendet seine Vorlesungen über „Dogmatische Theologie“ und über die „Episteln des Paulus an die Galater, Thessalonicher, Corinther und die Römer“.

22. April 1813

Friedrich Schlegel bittet Schleiermacher aus Wien brieflich um die Zusendung von philosophischen Aufsätzen oder Aufsätzen „aus der Geschichte der Philosophie“.Brief 3850, 26, KGA V/12. [Schließen] Auch erkundigt er sich, ob Schleiermacher der Verfasser einer „Proclamation an die Sachsen“ sei.Brief 3850, 32, KGA V/12. [Schließen]

22. Mai 1813

Schleiermacher schildert in einem weiteren Brief an Henriette die Situation in Berlin: „Berlin hat jezt ein ganz neues Ansehn. Des Morgens begegnet man den Leuten Truppweise mit Schaufeln und Spaten die zum Schanzen gehn, des Abends exerciren die LandsturmCompagnien auf allen großen Pläzen.“Brief 3877, 125–127, KGA V/12. [Schließen]

22. November 1813

Tod von Johann Christian Reil, Mediziner und Reformer. Etwas über eine Woche zuvor hatte Ludwig Gottfried Blanc in einem Brief an Schleiermacher über die Krankheit Reils berichtet: „Reil ist leider von einer Reise nach Leipzig sehr krank wiedergekommen, man fürchtet einen förmlichen Typhus, er war seit ein Paar Tagen nicht zu sprechen“.Brief 3981, 54–56, KGA V/13. [Schließen] Über den Tod schreibt er schließlich: „Unser Reil ist nicht mehr, er ist in der Nacht vom 21–22ten gestorben, die Kinder haben noch den traurigen Trost gehabt ihn lebend und bei einigem Bewußtseyn zu finden. Morgen wird er auf seinem Berge bestattet. Sein Tod wird allgemein und tief betrauert, und der Verlust ist in der That groß und unersetzlich.“Brief 3991, 45–49, KGA V/13. [Schließen]

22. September 1814

Tod von August Wilhelm Iffland, Schauspieler, Theaterdirektor und Theaterdichter in Berlin.

22. Dezember 1814

Schleiermacher hält den Akademievortrag „Über den Beruf des Staates zur Erziehung“.Vgl. KGA I/11, S. XLII. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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