18. Februar 1786

Geburt der Halbschwester Anna Maria Louise (Nanny).Vgl. Wackwitz, Schleiermacheriana 143f [Schließen]

Um den 20. Mai 1793

Abreise aus Schlobitten. 14 Tage bleibt Schleiermacher bei dem befreundeten Prediger Bornemann in Schlodien und besucht anschließend für eine Woche seine Verwandten in Landsberg, wo sein Onkel, der Prediger Schumann, die Absicht äußert, ihn als Hilfsprediger zu gewinnen.Vgl. Brief 223, 2, 41ff; Brief 231, 57ff [Schließen]

18. November 1795

Nachdem Schleiermacher für zu jung befunden worden ist, erhält Stubenrauch die Landsberger Stelle.

18. September 1796

Antrittspredigt in der Charité. Die Predigt über den 2. Korintherbrief 1,3.4 ist mit dem Titel „Aus welchen Gründen ein christlicher Lehrer immer Freudigkeit haben könne zu seinem Amte“ gedruckt in SW 2,7, S. 367–380 [Schließen]

18. Juni 1799

Schleiermacher liest letzte Korrekturen für die „Reden“ „Über die Religion“, „weil Setzer […] nun wirklich auf dem letzten Bogen ist“;Vgl. Brief 663, 13–15 [Schließen] Friedrich Schlegel arbeitet an einer Rezension der „Reden“ für das Athenaeum,Vgl. Brief 663, 5–12.16–19. Schlegels Notiz über die „Reden“ eröffnete im Athenaeum die Rubrik „Notizen“ (Athenaeum 2, 2, 1799, S. 289–296). [Schließen] die er Schleiermacher Ende Juni oder Anfang Juli 1799 schickt.Vgl. Brief 669, 2–4 [Schließen]

18. Mai 1800

Vormittags und nachmittags Predigten im Invalidenhaus über Jak. 1, 22–27 bzw. Rom. 13, 5; zusätzlich vormittags Betstunde über Ps. 24,1.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 61–65, Nr. 42–44 [Schließen]

18. März 1802

F. Schlegel beauftragt seinen Bruder, Schleiermacher ein Exemplar des „Alarcos“ zu übergeben.Vgl. F. Schlegel: Briefe an seinen Bruder, S. 492 [Schließen]

18. April 1802

Gegenüber dem Verleger Friedrich Frommann erklärt Schleiermacher sich bereit, bis zum Herbst weitere Platon-Dialoge zu übersetzen ( „Theaitetos“, „Sophistes“ und „Politikos“) und bis zum Jahresende auch den „Kratylos“ und ggf. den „Gorgias“ zu übernehmen.Vgl. Brief *1215 [Schließen]

18. Juli 1802

Predigt über 1. Petrusbrief 2, 12.SN 54, Bl. 19f. [Schließen]

18. August 1802

Schleiermacher berichtet, dass Eleonore Grunows Mann gedroht habe, er werde eine Verbindung mit Schleiermacher verhindern, wenn sie sich von ihm trenne.Vgl. Brief 1304, 95–99 [Schließen]

18. Oktober 1802 bis 13. November 1802

Reise nach Königsberg.Vgl. Brief 1358, 80f und 1382, 1–7; einen detaillierten Überblick über die Stationen seiner Reise gibt Schleiermacher auch in Brief 1408, 11–87 [Schließen] In Danzig trifft Schleiermacher seinen Studienfreund Duisburg und auch Alexander Dohna. In Königsberg wohnt er bei dem frisch vermählten Grafen Wilhelm zu Dohna. Schleiermacher predigt dort zweimal, besucht die Familie des Grafen zu Dohna in Schlobitten.Vgl. Brief 1382, 15–19 [Schließen] Er trifft u.a. mit Wedekes Freund Brahl und mit J.C. Kraus zusammen. Anschließend hält er sich vier Tage bei Familie Wedeke in Hermsdorf auf.Vgl. Brief 1373, 3 [Schließen] Bereits während der Reise geht in Berlin das Gerücht um, Schleiermacher gehe nach Königsberg und die Vocation sei schon ausgefertigt.Vgl. Brief 1375, 11–16 [Schließen]

18. September 1803

Predigt über Psalm 12,4.SN 52 [Schließen] G.L. Spalding bestätigt den Empfang des Manuskripts der „Unvorgreiflichen Gutachten“.Vgl. Brief 1557, 4f [Schließen]

18. April 1804

F.S.G. Sack teilt Schleiermacher vertraulich mit, dass der Kabinettsrat Beyme dafür eintrete, ihn als Professor der Theologie und Universitätsprediger nach Halle zu berufen, er rät ihm, sich in dieser Angelegenheit an Beyme zu wenden.Vgl. Brief 1715, 12–30 [Schließen]

18. Oktober 1804

Schleiermacher berichtet über das Wiedersehen mit Eleonore Grunow in Berlin und darüber, dass er Eleonores Bruder das Verhältnis zu dessen Schwester offenbart habe.Vgl. Brief 1834, 14–17.35–61 [Schließen]

18. Dezember 1804

Schleiermacher ist in Berlin eingetroffen,Vgl. Brief *1882 [Schließen] wo er für die Zeit der Weihnachtsferien bleiben und vor allem über die Einrichtung des akademischen Gottesdienstes in Halle verhandeln möchte.Vgl. Brief 1878, 6–10 [Schließen] Hierin, so berichtet er unter dem 6. Januar 1805, habe er nichts ausrichten können, auch habe er Eleonore Grunow nicht gesehen.Brief 1894, 18–35 [Schließen]

Um den 20. Juli 1805

Rückkehr nach Halle.Vgl. Brief 2007, 6–8 [Schließen]

18. Oktober 1805

Schleiermacher erfährt, dass Eleonore Grunow kurz vor dem Scheidungstermin zu ihrem Mann zurückgekehrt sei und jeden Kontakt mit Schleiermacher abbrechen wolle.Vgl. Brief *2053; siehe auch Brief 2072, 137–158 [Schließen]

18. März 1806

In seiner Antwort an Reimer erklärt Schleiermacher, dass er die „Reden“ für die zweite Auflage erheblich umgestalten müsse; die Predigtsammlung könne dagegen eventuell auch unverändert nachgedruckt werden. - Aufgrund des vom Ministerium festgesetzten Beginns der Vorlesungen am 28. April sieht er keine Aussicht für die geplante Reise nach Rügen; er möchte stattdessen 14 Tage in Berlin zubringen.Vgl. Brief 2167 [Schließen]

18. Dezember 1806

Abreise Steffens’ aus Halle; damit endet auch die seit dem 17. Oktober bestehende gemeinsame Haushaltsführung.Vgl. Brief 2356, 45–53 [Schließen]

18. Januar 1807

Eichstädt teilt mit, dass Schleiermachers Berichte über Halle im Intelligenzblatt der Allgemeinen Literaturzeitung nicht abgedruckt werden könnten; vermutlich hatte sich Goethe dagegen ausgesprochen, um die Zeitung nicht zu gefährden.Vgl. Brief 2398, 13–27 [Schließen]

18. April 1807

Adolph Müller berichtet, er habe „den Abend in einer allerliebsten kleinen Gesellschaft bei Wucherer’s mit Schleiermacher zugebracht. Es ist gar nicht zu beschreiben wie reizende Gesellschaften hier gebildet sind, und Schleiermacher hat nicht wenig dazu beigetragen, obgleich er selbst den Grund davon in den Leuten suchen möchte. Es muß freilich wohl immer gleich reichlich vorhanden sein: der Stoff, der belebt werden soll, und das Leben, das ihn anhauchen will. Er sagte neulich einmal, er glaube nicht, daß noch an irgend einem Ort so viele ganz eigenthümliche Frauenzimmer zu finden seien, wie hier.“ Müller: Briefe von der Universität, S. 369 [Schließen]

18. September 1807

Schleiermacher berichtet über Gerüchte, dass in Berlin eine Universität anstelle der Hallischen gegründet werden solle. Er bezweifelt, dass er zu den zu berufenden Wissenschaftlern gehöre, zumal sich Beyme negativ über ihn geäußert haben soll.Vgl. Brief 2547, 14–53 [Schließen]

18. Juni 1808

Abreise nach Rügen über Anklam , Greifswald und Stralsund (21.6.). Ankunft in Rügen am 22.6. in Götemitz und Poseritz; aus dem Tagebuch geht hervor, dass Schleiermacher hauptsächlich in Poseritz verweilte und Tagesausflüge nach Garz , Götemitz , Rambin, Sissow , Sagard , Bobbin , Stubbenkammer und Wiek , Putbus sowie eine Schiffsfahrt nach Hiddensee unternahm, sogar zweimal nach Stralsund pendelte und an verschiedenen Orten auf der Insel predigte.

18. Juli 1808

Verlobung mit Henriette von Willich nach einem gemeinsamen Bad in der Brunnenaue. Der Eintrag am 24.7. in Schleiermachers Tagekalender lässt auf die vereinzelte Mitteilung der Verlobung schließen: „Ich an Sophie gesagt und Jettchen an Lotte Pistorius “. [Schließen] Das Paar blickt einige Monate später auf diese Szene zurück. Vgl. Brief 3125, 45–59, KGA V/11.  [Schließen]

18. November 1808

Die von Schleiermacher laut Tageskalender Anfang November begonnenen Überlegungen zu einer neuen Kirchenverfassung, zu denen ihn wohl Stein in Königsberg den Auftrag gab, Offenbar hatte Schleiermacher während seines Aufenthaltes in Königsberg 1808 von Stein den Auftrag erhalten, den Entwurf einer neuen Kirchenordnung zur Selbstverwaltung zu entwerfen. Laut Tageskalender arbeitet Schleiermacher an dieser Ordnung im November 1808 und reichte sie am 18. November 1808 ein. Der an Friedrich Wilhelm III. weitergeleitete Entwurf fand mit kritischen Anmerkungen die Anerkennung des Königs, wurde an den Innenminister Alexander von Dohna weitergeleitet, dieser beauftragte Süvern zu einer Stellungnahme, die dann an Nicolovius weitergeleitet wurde. Eine Umsetzung fand Schleiermachers Vorschlag im langsam voranschreitenden Kirchenreformprozess nicht, sodass Schleiermacher im November 1810 die Idee erwog, seinen Vorschlag mit Erläuterungen drucken zu lassen, wie aus einem Brief vom 29.12.1810 an Joachim Christian Gaß hervorgeht (Brief 3556, 68–70, KGA V/11). [Schließen] werden laut Tageskalender fertig gestellt: „Vorschlag zu einer Verfassung der protestantischen Kirchen für den preußischen Staat vom 18. November 1808“.Der Entwurf liegt nur noch als Abschrift vor, vgl. KGA I/9, S. 1–18; zum historischen Kontext vgl. KGA I/9, S. XXV–XXX.  [Schließen] An seinen Freund Brinckmann berichtet Schleiermacher ein Jahr später am 17.12.1809: „Ich hatte zum Theil auf Steins Veranlassung einen Entwurf gemacht zu einer ganz neuen Kirchenordnung für unseren Staat; er war auch zu meiner großen Freude im Ganzen angenommen worden, scheint aber jetzt auch zu dem zu gehören was bei Seite gelegt wird.“Brief 3377, 60–64, KGA V/11. [Schließen]

18. Februar 1809

Nannys Geburtstag wird gefeiert: „Beim Frühstük das heißt bei uns immer gleich nach dem Aufstehn begrüßte ich sie mit ein Paar Kleinigkeiten. Dann mußte ich sie um 11 Uhr unter einem Vorwand zu Reimers schiken wo ihr eine Ueberraschung bereitet war, und Abends waren einige Freunde hier. So wird ein Geburtstag in der Regel begangen bei uns.“ Brief 3097, 11–16, KGA V/11.  [Schließen]

18. Mai 1809

Friedrich Schleiermacher und Henriette von Willich heiraten auf Rügen in Sagard; das Paar wird getraut von Henriette von Willichs Schwager Heinrich Christoph von Willich. Die Verlobten diskutierten die Ortswahl zuvor, damit niemand aus der Verwandtschaft sich verstimmt fühlte: „Du bist wol nicht auf einen solchen Fuß mit Schlichtkrull daß Du mit ihm über Sophie sprichst? Sonst glaube ich könntest Du es ihm einleuchtend machen daß es auch um ihretwillen besser wäre wir ließen uns nicht in Poseriz trauen. Wo nicht so will ich es auf meine Art anders einleiten. Nur daß nicht die ganze Sache daß wir noch einen Theil der lezten Zeit in Sagard zubringen wollen Sophien hernach erst überrascht. “ An Henriette von Willich vom 26.2.1809, Brief 3106, 44–50, KGA V/11.  [Schließen] Einen Tag nach der Hochzeit notiert Schleiermacher in sein Tagebuch: „Migraine und Magenkrampf“.

18. November 1809

Schleiermacher nimmt den Besuch der Vorlesung von Friedrich August Wolf über Die Wolken des Aristophanes auf.

18. November 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 17,22–31). Vgl. KGA III/4, S. 199–204.  [Schließen]

18. Februar 1811

Im Beisein der Familie tauft Schleiermacher das erste gemeinsame Kind Clara Elisabeth in seinem Pfarrhaus in der Kanonierstraße 4. Seine Schwester Charlotte wurde auf Bitten des Bruders Patin, wobei sie bei der Taufe nicht anwesend sein konnte.Vgl. Brief 3593, KGA V/12 [Schließen] Schleiermachers Taufrede wird im Magazin für Prediger (1811) veröffentlicht.

18. März 1812

Schleiermacher beendet seine Vorlesung „Theologische Encyclopädie“ des Wintersemesters 1811/1812 an der Berliner Universität.Vgl. Arndt / Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, 1992, S. 306. [Schließen]

18. März 1813

Mit der Hilfe von Kosakenregimentern und Freischärlern werden erste Gebiete erobert, so auch die Stadt Hamburg. Allerdings können diese Gebietsgewinne nicht dauerhaft gehalten werden.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 53. [Schließen]

18. Mai 1813

Zum Hochzeitstag schreibt Schleiermacher folgende Zeilen an Henriette: „Heute ist unser Hochzeitstag; mir ist zwar für uns der Verlobungstag die eigentliche Feier: dein liebes Ja auf der Bank aber doch auch dieser mahnt mich besonders an den Beginn eines neuen Lebens mit Dir und an alles was wir beide darin geworden sind.“Brief 3870, 154–157, KGA V/12. [Schließen] In einem weiteren Brief schreibt er am selben Tag über die Lage in Berlin: „Was unsere Lage hier in Berlin betrift so vergeht mir die Lust schon dich mit allen Gerüchten zu unterhalten die fast stündlich wechseln. Bald soll etwas vortheilhaftes vorgefallen sein, bald etwas nachtheiliges bald soll ein Corps sich weggezogen haben bald ein anderes im Anmarsch sein. […] Meine Collegia lese ich indeß fort, aber ich glaube daß ich der einzige bin.“Brief 3873, 15–30, KGA V/12. [Schließen]

18. Juni 1814

Aus Breslau schreibt der aus Frankreich zurückgekehrte Henrich Steffens Schleiermacher über einen enttäuschenden Empfang und über Pläne, Breslau zu verlassen. Er entwirft unter anderem einen „Plan zur Errichtung einer grossen Universitæt am Rheine“, für die er die Stadt Koblenz vorschlägt.Brief 4037, 34–35, KGA V/13. [Schließen] Auch möchte er seine Geschichte des Krieges bei Reimer herausgeben.Vgl. Brief 4037, 67–68, KGA V/13. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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