13. Mai 1795

Sack schickt ein Exemplar der gedruckten Übersetzung.

13. September 1800

Schleiermacher fordert F. Schlegel wiederum auf, ihm seine Ansicht von der Ordnung der Platonischen Dialoge ausführlich mitzuteilen; er äußert seine Absicht, im Rahmen des gemeinsamen Übersetzungsprojekts die Dialoge „Politicus“ und „Sophistes“ zu übersetzen. Zugleich bekräftigt er seine Absicht, demnächst die Freunde in Jena zu besuchen, kann aber noch keinen bestimmten Termin dafür nennen.Vgl. Brief 949 [Schließen]

13. Januar 1801

Betstunde bei den Männern in der Charité.BBAW, SN 53 [Schließen]

13. Januar 1802

Gegenüber Ehrenfried von Willich äußert Schleiermacher sich deutlich distanziert über seinen gegenwärtigen Umgang mit Schlegel.Vgl. Brief 1143, 2–13 [Schließen]

13. März 1802

Der Staatsminister Friedrich Wilhelm von Thulemeier verfügt, dass Schleiermacher die Hofpredigerstelle in Stolp im Juni antreten müsse.Vgl. Brief *1176 [Schließen]

13. Juni 1802

Predigt über Hebräerbrief 13,9.SN 54, Bl. 9f [Schließen]

13. August 1802 bis 16. August 1802

Amtsreise nach Rügenwalde und nach Schlawe; am letzteren Ort hält Schleiermacher am 16. Gottesdienst und trifft am selben Tag wieder in Stolp ein.Vgl. Brief 1297, 2–4 und 1303, 3–5 [Schließen]

13. August 1803

In einem Brief an Frommann verpflichtet sich Schleiermacher, seinen Anteil an dem an F. Schlegel gezahlten Honorarvorschuß für die Platon-Übersetzung zurückzuerstatten.Vgl. Brief *1533 [Schließen]

13. Mai 1804

In einem Brief an den Minister v. Thulemeier äußert Schleiermacher die Hoffnung, später von der ihm angetragenen Hallenser Professur auf eine Predigerstelle in Berlin wechseln zu können.Vgl. Brief 1742, 16–23 [Schließen]

13. November 1804

In einem Brief an Gaß äußert sich Schleiermacher selbstkritisch über seinen Kathedervortrag; er sei noch nicht frei und detailliert genug. Die Theologische Enzyklopädie wolle er zu einer stehenden Vorlesung machen.Vgl. Brief 1851, 35–47 [Schließen] Er erklärt, nicht an der von Jena nach Halle verlegten Literaturzeitung mitarbeiten zu wollen.Vgl. Brief 1851, Zeilen 89–92 [Schließen]

13. August 1805

Schleiermacher ist mit Goethe zu einem Diner bei F. A. Wolf geladen.Vgl. Briefe 2014, 4–11 und 2018 [Schließen]

13. Februar 1806

W. C. Müller bietet Schleiermacher 100 Reichstaler jährlich als Zulage an, wenn er nach Bremen komme. Er könne aber auch selbst bestimmen, welche Summe er haben wolle.Vgl. Brief 2143 [Schließen]

13. Dezember 1806

Absage des erneuten Rufes nach Bremen.Vgl. Brief *2351. − Bereits unter dem Datum des 12.12.1806 berichtete Adolph Müller: „Daß Schleiermacher nach Bremen käme, das glaube ich durchaus nicht, und er selbst sagt, daß er so lange hier hoffe und harre, als noch der mindeste Grund dazu da ist. Dieser Schimmer schwindet doch wohl nicht, so lange der König und die Russen noch Armeen haben, und die Oestereicher sich nicht öffentlich für Frankreich erklären. Ich kann nicht daran glauben, daß dieser güldene, güldene Mann, der höchste, den die jetzige Zeit hervorzubringen vermochte, künftig in einer Stadt wohnen soll mit mir, und zu einer Zeit, wo ich mich ihm durch unablässigen Umgang mit seinen Schriften und seinem Geiste ganz hinzugeben gedenke, sobald ich Muße dazu finde. Es mag nun aber kommen, wie es will, seine herrliche Sonne soll mir nimmer wieder verloren gehen, und wenn ich auch nicht als sein naher Planet mich um ihn schwingen kann, so fahre ich doch gewiß in größeren Ellipsen um ihn, und meine träge Masse wurzelt in seinem beweglichen ewigen Lichte. Wenn Ihr ihn nicht erhaltet und doch wissen wollt, wie in ihm der Gott wohnt und wie die Zunge gelöst ist, um dies kund zu thun für Einzelne und Viele, so lest seine Schriften und vorzüglich seine Predigten, von denen eine neue Ausgabe herausgekommen ist; und daß kein Wort nachlässig der Aufmerksamkeit entfalle, − Schleiermacher wird in diesen Tagen nach Berlin abreisen; ob er von hier oder von dort, wo er vielleicht etwas über Halle erfährt, Dir antwortet, weiß ich nicht.“ (Briefe von der Universität, S. 349) [Schließen]

13. März 1808

Friedrich VI. folgt dem verstorbenen Christian VII. als König von Dänemark und Norwegen.

13. Januar 1809

Schleiermacher klagt in einem Brief an seine Braut Henriette über „Flußfieber“, ein rheumatisches Fieber, das ihn vom Arbeiten abhalte.Brief 3045, 19, KGA V/11.  [Schließen]

13. März 1809

Der schwedische König Gustav IV. Adolf wird abgesetzt und inhaftiert. Reichsverweser wird sein Onkel, der spätere König Karl XIII.

13. Mai 1809

Napoleon zieht in Wien ein: „ Nach dem Altonaischen Merkur hat der Erzherzog Maximilian die Einwohner Wiens den 6ten dieses durch eine Proclamation aufgefordert, die Residenz zu vertheidigen, falls ein feindliches Corps hinein zu dringen versuchen sollte. Auch arbeiten nach eben dieser Zeitung 15000 Mann an Verschanzungen rings um Wien. – Sehen Sie da, lieber Schleiermacher, mehrere Nachrichten! Viel Tröstliches finde ich nicht darin.“ Konopak an Schleiermacher vom 26.5.1809, Brief 3260, 26–32, KGA V/11.  [Schließen]

13. März 1810

Schleiermacher beteiligt sich an einer Aufführung von Händels Dettinger Te Deum in der Zelterschen Singakademie.Im Tageskalender 1810 steht: „Singakademie Zelters TeDeum aufgeführt“. Zur Identifizierung des Händelschen Werkes vgl. Rackwitz, „Händelbeziehungen von Giacomo Meyerbeer“, 2008, S. 218.  [Schließen]

13. Juni 1810

Beginn der Vorlesungen über „Geschichte der Philosophie unter den Christen“, gelesen am Mittwoch, Freitag und Sonnabend von 4–6 Uhr sowie über „Erklärungen der Apostelgeschichte“ am Mittwoch Freitag und Sonnabend von 4–6 Uhr im Universitätsgebäude. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 305.  [Schließen]

13. April 1812

An der Berliner Universität beginnt das Sommersemester 1812. Schleiermacher kündigt drei Vorlesungen an: zwei theologische und eine philosophische: „Die Briefe Petri, Jacobi, Judä und an die Hebräer“ (54 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 8 bis 9 Uhr), „Die praktische Theologie“ (49 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 7 bis 8 Uhr.) sowie „Geschichte der Philosophie unter den christlichen Völkern“ (75 Hörer, in vier Stunden wöchentlich von 5 bis 6 Uhr).Vgl. Arndt / Virmond: Schleiermachers Briefwechsel, 1992, S. 307. [Schließen]

13. Februar 1813

Für alle 18- bis 45-jährigen mit Ausnahme von Lehrern und Geistlichen wird eine Landwehrpflicht verordnet.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 48. [Schließen] Wilhelm von Röder berichtet an Schleiermacher aus Breslau: „Die politische Physionomie ist izt hier fast lächerlich und der Krieg gegen Frankreich das öffentliche Geheimniß, so daß selbst St. Marsan gemeint hat er könne wenigstens das Geld für die Spione sparen. Alle Rüstungen werden eifrig und tüchtig betrieben auch unterläßt man nicht auf heimlichen Wegen dafür zu sorgen daß sich die hohlen Maaßregeln mit Leben füllen.“Brief 3831, 52–56, KGA V/12. [Schließen] Auch berichtet er über den gemeinsamen Freund Steffens, dieser habe einen Aufruf an die Studierenden erlassen: „Steffens hat einen großen Theil der hiesigen Studenten ermahnt sich beym GardeJägerbattaillon als Freywillige zu engagiren und dadurch offenbar einen um so rühmlichern Impuls gegeben, da er dabey erklärte ihr Looß theilen zu wollen.“Brief 3831, 70–73, KGA V/12. [Schließen]

13. Mai 1813

Taufe bei Göschen in der Wilhelmstr. 62.Vgl. KGA III/1, S. 850. [Schließen] Schleiermacher schreibt an Charlotte von Kathen, dass er seine Frau und die Kinder aus Berlin nach Schmiedeberg fortgeschickt habe: „Gott weiß durch welche – nicht Verluste denn es ist eigentlich gar nicht geschlagen worden seit dem 2ten – sondern Armeebewegungen oder andere Ereignisse Berlin in einiger Gefahr sein soll. Ich habe es daher besser gehalten sie fortzuschiken da es ging.“Brief 3856, 4–8, KGA V/12. [Schließen] Zur Lage Berlins und seiner eigenen Tätigkeit als Direktor der Schutzdeputation seines Bezirks schreibt er: „Sachverständige erwarten nicht daß bei dem Stande der Armeen die Franzosen etwas großes gegen Berlin unternehmen, und Kleines denken wir uns abzuhalten. Wir haben einen der ausgezeichnetsten Officiere an der Spize des hiesigen Vertheidigungswesens, und wenn Alle mit solcher Besonnenheit und Entschlossenheit ihre Schuldigkeit thun so muß es wol gut gehn. Ich bin nun auch beim Landsturm, und zwar Director der Schuzdeputation meines Bezirkes, und richte alle meine Thätigkeit hierauf.“Brief 3856, 28–35, KGA V/12. [Schließen] An seine Frau Henriette schreibt er außerdem zur Lage Berlins: „Der König hat selbst den Befehl gegeben daß im Nothfall Berlin soll vertheidigt werden, und nun fängt man an zu schanzen vor allen Thoren längs dem Schaafgraben vom Cöpeniker bis Potsdammer.“Brief 3858, 71–74, KGA V/12. [Schließen]

13. Juni 1813

Wilhelm Christian Müller berichtet von Kämpfen zwischen Kosaken und Franzosen in Lilienthal, in dessen Folge es zu Plünderungen und Brandstiftung kommt.Vgl. Brief 3913, 31f, KGA V/12. [Schließen]

13. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ den Artikel „Vorschlag des Herzog von Vicenza auf Verlängerung des Waffenstillstands bis Ende September“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 77, 13. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 2–3. Vgl auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 43. [Schließen]

13. November 1813

Johanna Steffens schreibt an Schleiermacher, dass in Breslau „ein fürchterliches Fieber [grassirt], was die Menschen schnell angreift, besonders viele Aerzte, die sich um die Lazarette verdient machen“ und zum Tod von vielen Infizierten führe.Brief 3982, 28–30, KGA V/13. [Schließen] Ihrem Mann gehe es auf dem Feldzug allerdings gut.

13. April 1814

Schleiermacher schreibt seiner Frau aus Lanke, wo er Henriette Herz und den Kammerherrn Hans Heinrich von Wülknitz getroffen hat.Vgl. Brief 4021, KGA V/13. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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