12. Dezember 1782

Briefliche Bitte an die Unitäts-Ältesten-Conferenz um die Aufnahme der drei Schleiermacherschen Kinder in die Brüdergemeine.

12. April 1800

In einem Brief an August Wilhelm Schlegel erklärt Schleiermacher seine Bereitschaft, an dem projektierten Rezensionsorgan („Kritische Jahrbücher“) mitzuarbeiten, das – in Konkurrenz zur Jenaer „Allgemeinen Literaturzeitung“ – in Verbindung mit anderen Gelehrten die kritischen „Notizen“ im Athenaeum nach der Einstellung dieser Zeitschrift fortsetzen soll.Vgl. Brief 843, 2–42 [Schließen] Ähnliche Projekte verfolgten, zum Teil unabhängig voneinander, auch Schelling und Fichte, ohne dass eines von ihnen in der Folge realisiert werden konnte.Vgl. die Darstellung bei O. Fiebiger: Fichtes Kritische Pläne; Fichtes Plan eines „kritischen Instituts“ ist unten in der Anmerkung zu Brief 848, 7–14 abgedruckt. In diesem Brief distanziert sich A. W. Schlegel bereits deutlich von Fichtes Vorschlägen [Schließen]

12. Februar 1801

In einem Brief an seine Schwester Charlotte erklärt sich Schleiermacher über seinen Umgang mit Henriette Herz.Brief 1021, 60ff [Schließen]

12. August 1801

G. E. A. Mehmel fragt an, ob Schleiermacher bereit sei, die Shakespeare-Übersetzungen von Eschenburg und A. W. Schlegel zu rezensieren; ferner bietet er die Rezension von Karl Ludwig Pörschkes 1801 in Königsberg erschienener Schrift „lieber Shakspeare's Macbeth“ an.Brief 1083; diese Angebote literaturkritischer Themen sind als Reaktion auf die ungefragte Übersendung der Rezension von Schillers Übersetzung des „Macbeth“ zu verstehen. – Schleiermacher hat diese Aufträge nicht übernommen. [Schließen]

12. April 1802

In der Erlanger „Litteratur-Zeitung“erscheint Schleiermachers anonym publizierte Rezension von Ast: „De Platonis Phaedro“.Nr. 30, Sp. 233–240; KGA I/3, S. 469–481 [Schließen] Der Jenaer Verleger Friedrich Frommann, der den Verlag der Platon-Übersetzung übernommen hatte, wendet sich an Schleiermacher, weil er über den Fortgang des Unternehmens in Sorge ist.Vgl. Brief 1207 [Schließen]

12. Juni 1802

Predigt über 1. Johannesbrief 3,21.SN 54, Bl. 7f [Schließen]

12. August 1802

Schleiermacher berichtet Eleonore Grunow, er habe einen kleinen „Pensionair“, ein Waisenkind, in seinem Haushalt.Vgl. Brief 1297, 4–8 [Schließen] Schleiermacher berichtet an das reformierte Kirchendirektorium über einen Vergleich, den er mit der Witwe seines Amtsvorgängers über das Gnadenjahr geschlossen habe.Vgl. Briefe *1298 und 1323 [Schließen]

12. September 1802

Predigt über Lukas 10, 25–29.SN 54, Bl. 41f. [Schließen]

12. Dezember 1802

Predigt über Matthäus 11, 2–6.SN 54, Bl. 58 [Schließen]

12. Mai 1804

In einem Brief an den Grafen von Thürheim lehnt Schleiermacher den Ruf nach Würzburg ab.Vgl. Brief *1739 [Schließen]

12. Juli 1804

Ankunft in Stolp. Auf der Rückreise hatte Schleiermacher in Stettin Station gemacht, wo er u.a. seinen Freund Bartholdy besuchte, die Bekanntschaft seines späteren Freundes Joachim Christian Gaß machte und auch predigte.Vgl. Brief 1781, 1–9; zur Predigt vgl. Brief 1782, 35 [Schließen]

12. Oktober 1804

Ankunft in Halle um 1 Uhr in der Nacht.Vgl. Brief 1831, 2 [Schließen]

12. Dezember 1805

K. H. L. Giesebrecht fragt bei Schleiermacher offiziell an, ob dieser bereit sei, eine Predigerstelle in Bremen anzunehmen.Vgl. Brief *2092. Eine längere Anmerkung dazu findet sich in KGA V/8, S. XXX. [Schließen]

12. Januar 1806

Bürgermeister und Rat der Stadt Bremen berufen Schleiermacher zum Prediger an die Kirche Unser Lieben Frauen.Vgl. Brief 2115. – Ebenfalls am 12. Januar berichtet Adolph Müller an seine Schwester Elise: „Also, wenn ich's Dir auch nicht ganz deutlich machen kann, da es eine weitläufige Nachweisung in der nothwendigen Entwickelung der Geschichte erfordert, so ist Dir doch wohl klar, daß Euch zukommt, recht christlich und fromm zu sein; was Du auch wohl vollkommen würdest, wenn Du sähest wie ein christlicher Mann mit aller Lebendigkeit und heiliger Begeisterung sein Innerstes vor der Versammlung aufschließt; wenn Du schautest, wie der größte Mann seiner Zeit (ich meine Schleiermacher - in Wahrheit weiß ich ihm niemand an die Seite zu stellen) nicht durch schlaue auf den Effekt berechnete Worte, sondern durch die Rede, die frei und unwillkürlich aus der ersten hohen und klaren Idee fließt, seine Zuhörer, die Andächtigen, in seinen Himmel, in dem er immer lebt, trägt und leitet. Aber ich fürchte, das wird Dir nicht; denn mir ist es unwahrscheinlich, daß er zu Euch kommt. Ich bin dreimal mit ihm zusammen gewesen, einmal einen langen Abend bei ihm, einmal auf einem Bergball am Sylvesterabend, und einmal bei Reichardt's einen Mittag, wo auch Steffens da war, und ein Herr von Arnim, ehemals Physiker, jetzt der Poesie zugewandt, (neulich hat er mit Brentano sehr schöne alte Gedichte herausgegeben unter dem Titel: ,Des Knaben Wunderhorn‘), und keinmal hat er mit mir von Bremen angefangen.“ (Briefe von der Universität, S. 278). – Einen Tag später schreibt Adolph Müller an seinen Vater: „Ob Schleiermacher kommt, muß sich nun wohl entscheiden. Er bliebe wahrscheinlich hier, wenn er ordentlicher Professor wäre, und als akademischer Lehrer in die Welt der Jünglinge wirken könnte; da er aber Universitätsprediger ist, darf er nur privatim doziren, ja man sagt, die theologische Fakultät, die wohl schon manchmal sein Uebergewicht gefühlt haben mag, wollte ihm sogar verbieten, Dogmatik zu lehren. Der Minister Massow, wohl der dummste Ochse, der jemals über die Einrichtungen der Wissenschaften gesetzt ist, hält es auch nicht mit ihm, und mit keinem Redlichen und Geistvollen, nur mit Leuten, die ihm aufs niedrigste schmeicheln, wie Loder, Niemeyer u.s.w.“ (Ebd., S. 279) [Schließen]

12. Januar 1807

In einem Brief an Friedrich von Raumer erwähnt Schleiermacher seine vor dem Krieg entwickelte Idee eines „nordischen Bundes“ mit „allgemeiner Handelsfreiheit“ und einem „vereinigten Militärsystem“, das die Deutschen wieder zu „Brüdern“ gemacht hätte.Vgl. Brief 2392, 7–11 [Schließen] Er bekennt seine „Schwachheit“, nicht nur Deutscher, sondern auch Preuße zu sein, wobei seine „Leidenschaft“ auf eine „Idee von Preußen“ gehe.Vgl. Brief 2392, Zeile 25–32 [Schließen]

12. Februar 1809

Charlotte Müffling, die Schwester von Schleiermachers Freundin Caroline Wucherer, stirbt unerwartet, und Schleiermacher resümiert am 16.2.1809 an seine Braut Henriette von Willich : „Sie stand mir nicht so nahe als Karoline war auch ganz anders, aber auch ein sehr liebes trefliches Weib. Es ist die zweite Tochter die die Mutter verliert, Karoline und ein Sohn sind nun die einzigen. Ich muß immer daran denken, der Schlag kam mir ganz unerwartet ich hatte gewiß gehofft ihre gute Natur sollte die Krankheit besiegen, und noch den Reisenden die größte Vorsicht empfohlen um sie nicht durch Freude nachtheilig zu erschüttern.“Brief 3084, 65–71, KGA V/11.  [Schließen]

12. März 1809

Karoline von Mühlenfels, Tochter des Friedrich von Mühlenfels und Nichte von Schleiermachers Braut Henriette von Willich wird geboren, alle bangen aufgrund einer unglücklichen Vorgeschichte um ihre Gesundheit.„Des Kindchens Kopf giebt doch weiter keine Ursache zur Unruhe, wie ich es dir einmal äußerte.“ (Henriette von Willich vom 17.4.1809, Brief 3215, 62 f., KGA V/11).  [Schließen]

12. Juli 1809

Nach einer Niederlage der Österreicher bei Wagram (Deutsch-Wagram) schließen Österreich und Frankreich einen Waffenstillstand.

12. Oktober 1809

Ankunft in Berlin.

12. Januar 1810

Wiederaufnahme der Vorlesung über „Die allgemeinen Grundsätze der Auslegungskunst“ (bis zum 24.3.) am Freitag und Sonnabend von 5–6 Uhr. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 304.  [Schließen]

12. Dezember 1811

Joachim Christian Gaß meldet sich aus Breslau und berichtet von den ersten Wochen des Universitätsbetriebes. Es hätten sich weniger Studenten als erwartet eingeschrieben, die Vorlesungen seien aber gut angelaufen, nur wenige Professoren hätten keine Zuhörer gefunden. Der akademische Gottesdienst würde indessen nur von der katholischen Fakultät durchgeführt, während die zuständige Kommission für den protestantischen noch keine Einrichtung getroffen habe.Vgl. Brief 3710, KGA V/12 [Schließen]

12. Februar 1812

Geburt von Friedrich und Henriette Schleiermachers Tochter Hanna Gertrud Schleiermacher (später Lommatzsch). Schleiermacher schreibt an Charlotte von Kathen: „Unsere liebe Jette ist Gestern am 12ten Morgens von einem Mädchen sehr leicht und glüklich entbunden worden. Den Abend vorher war sie noch mit mir zu Fuß bei Reimers gewesen, schlief die Nacht vortreflich und wekte mich um 5 Uhr. Sie hatte mir erlaubt gegenwärtig zu sein“.Brief 3740, 15–19, KGA V/12. [Schließen]

12. Juni 1813

In einem Brief an Friedrich Schlegel macht Schleiermacher ein „politisches Glaubensbekenntniß“ und berichtet von seinen Vorstellungen der politischen Organisation nach der Befreiung.Brief 3909, 2f, KGA V/12. [Schließen] Es soll ein „Deutsches Kaiserthum“ entstehen, „kräftig und nach außen hin allein das ganze Deutsche Volk und Land repräsentirend, das aber wieder nach innen den einzelnen Ländern und ihren Fürsten recht viele Freiheit laße sich nach ihrer Eigenthümlichkeit auszubilden und zu regieren“.Brief 3909, 14–17, KGA V/12. [Schließen] Des Weiteren fragt Schleiermacher bei Schlegel an, ob er Beiträge für den Preußischen Correspondenten beschaffen könne: „Ich bin im Begriff (als eine große Aufopferung sehe ich es freilich an) auf eine Zeitlang die Redaction des preußischen Correspondenten unter meine Leitung zu nehmen. Weißt du mir nun Mittheilungen zu verschaffen die dahin gehören und die man in euren öffentlichen Blättern später oder gar nicht findet so wirst Du mich sehr verbinden.“Brief 3909, 67–72, KGA V/12. [Schließen]

12. Oktober 1813

Friedrich Severin Metger schreibt Schleiermacher vom Tod seiner Tochter Henriette Elisabeth, die knapp einjährig am 5. Oktober verstarb.Vgl. Brief 3970, 19–33, KGA V/13. [Schließen]

12. November 1813

Schleiermachers Freund Ludwig Gottfried Blanc bittet Schleiermacher brieflich um Beiträge für eine von ihm gegründete Zeitung und schickt ihm die Ankündigung derselben als Beilage zu („Zeitung für die Königlich Preußischen Provinzen zwischen der Elbe und der Weser“).Brief 3981, 28f, KGA V/13. [Schließen]

12. Dezember 1813

Taufe bei Kraatz in der Leipziger Str. 116.Vgl. KGA III/1, S. 852. [Schließen]

12. März 1814

Schleiermacher schickt Alexander Graf zu Dohna-Schlobitten seinen Nachruf auf den Grafen Ludwig Moritz Achatius zu Dohna.Vgl. Brief 4016, KGA V/13; Erstdruck des Nachrufes in: Der Preußische Correspondent 2 (1814), Nr. 23 (11.2.), Sp. 7 f.; 26 (16.2.), Beilage, Sp. 1–3, hier offenbar als Separatdruck bei Reimer, von dem es aber keine Exemplare mehr gibt (KGA I/14, S. 111–117). [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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