07. Mai 1800

Betstunde über Ps. 32, 5; Nachmittagspredigt im Invalidenhaus über Hebr. 12, 5–6.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 54–57, Nr. 39.40 [Schließen]

07. Juni 1800

Schleiermacher klagt gegenüber der Schwester, dass er fast alle Amtsgeschäfte seines lutherischen Kollegen Johann Georg Wilhelm Prahmer übernehmen müsse, der demnächst eine Stelle in Ahrensfelde antrete; auch habe er für den erkrankten Prediger am Invalidenhause, August Christan Wilhelm Grunow, Predigten übernehmen müssen. Zudem leide er an Kolik und Zahnschmerzen.Brief 862, 120–125 [Schließen] Schleiermacher trifft Rahel Levin, die ihm über C. G. von Brinckmanns Befinden berichtet.Vgl. Brief 883, 2–6 [Schließen]

07. Juli 1800

A. W. Schlegel schickt Schleiermacher seinen Entwurf zu den „Jahrbüchern der Wissenschaft und Kunst für Deutschland“.Brief 908 [Schließen]

07. Juli 1800 bis 08. Juli 1800

Lektüre von Jean Pauls „Titan“ und des Anhangs zum „Titan“, insbesondre der „Clavis Fichtiana seu Leibgeberiana“.Brief 909 [Schließen]

07. Februar 1801

Schleiermacher teilt F. Schlegel mit, er habe durch eine Intrige die Aussicht auf eine Predigerstelle verloren; bei der gemeinsamen Platon-Lektüre mit Heindorf sammle er Materialien zu einem „Wörterbuch über die alte Philosophie“, das er in 10 Jahren fertigmachen wolle.Vgl. Brief 1019, 7f.76–89 [Schließen] Er erklärt sich bereit, auch die Übersetzung des „Protagoras“ zu übernehmen, bittet jedoch, mit Rücksicht auf die geplanten eigenen Dialoge in diesem Jahr keine weiteren Übersetzungsarbeiten übernehmen zu müssen.Vgl. Brief 1019, 56–67 [Schließen]

07. Juni 1801

Caroline bittet A. W. Schlegel, bei seinem bevorstehenden Besuch in Jena Schleiermacher mitzubringen.„Bringe nur außer demjenigen, was ich schon bey Dir bestellt habe, den Schleyermacher mit, an dem uns plözlich ein neues Licht und Interesse aufgegangen ist. Schelling wird Dir darüber [...] einen Brief schreiben“ (Caroline, Bd. 2, S. 163). – Vgl. auch unter dem 10. Juli: „Bring doch im Ernst Schleyermacher mit; ich will ihm schon ein Matchen im Hause bereiten und mich mit ihm philosophisch unterhalten, nur nicht religieus. Schelling sagt, dies sey der erste Geistliche, der ihm je vorkommen, aber ich kann gar keinen Geistlichen brauchen.“ (Ebd., S. 192) [Schließen]

07. Oktober 1801

Schleiermacher schickt der Weidmannschen Buchhandlung in Leipzig den ersten Teil des Manuskriptes seiner Übersetzung für den fünften Band von Hugh Blairs „Predigten“.Vgl. Brief 1120 [Schließen]

07. Juni 1802

Predigt über Johannes 17,20f.SN 54, Bl. 5f [Schließen]

07. Juli 1802

Schleiermacher besucht die Synodalversammlung der lutherischen Geistlichen in Stolp und beklagt am Tage drauf gegenüber Eleonore Grunow die Gesinnung und den Zustand der Geistlichen.Vgl. Brief 1276, 23–38 [Schließen]

07. November 1802

F. S. G. Sack äußert sich vorsichtig optimistisch über Schleiermachers Aussichten, in Königsberg auf eine Hofpredigerstelle gewählt zu werden und deutet die Möglichkeit an, dass eine solche Stelle mit einer Professur an der Universität verbunden werden könnte.Vgl. Brief 1371 [Schließen]

07. Dezember 1802

Schleiermacher berichtet Reimer, dass von der „Kritik der Moral“ erst die Vorrede, die Einleitung und die Einleitung zum ersten Buch fertiggestellt seien.Vgl. Brief 1401 [Schließen] Eleonore Grunows Mutter, die von ihrer Tochter gepflegt wurde, stirbt in Berlin.Vgl. Brief 1408, 80–82 [Schließen]

07. August 1803

Predigt in Rügenwalde über Römerbrief 8, 7.SN 52 [Schließen]

07. Januar 1804

Schleiermacher schickt die Einleitung zur Platon-Übersetzung und die Übersetzung des Dialogs „Laches“ an Reimer.Vgl. Brief 1629, 2f [Schließen]

07. April 1804

Reimer bestätigt den Eingang der Übersetzungen des „Laches“ und „Charmides“.Vgl. Brief 1704, 8f [Schließen]

07. Januar 1805

Rückkehr nach Halle.Vgl. Brief 1898, 2–6 [Schließen]

07. Februar 1805

Schleiermacher berichtet, dass unter den Hallenser Studenten die Lektüre der „Monologen“ Mode geworden sei.Vgl. Brief 1921, 19–22 [Schließen]

07. Oktober 1805

Schleiermacher bittet den Kaufmann und Reeder C.B. Hering in Stolp um einen Kredit für seinen Bruder Karl, der sich selbständig machen möchte.Vgl. Brief *2044 [Schließen]

07. Februar 1806

Schleiermacher wird zum ordentlichen Professor ernannt und damit Fakultätsmitglied.Vgl. die Historische Einführung in KGA I/5, S. XIX–XXI [Schließen]

07. Dezember 1806

In einem Brief an J. E. Th. von Willich äußert Schleiermacher seinen Glauben an eine Wiedergeburt Preußens und Deutschlands; er wolle bei einer Fortsetzung des Krieges und fortgesetzter Besetzung Halles interimistisch auf einer anderen Stelle in Preußen angestellt bleiben. Schleiermacher erwartet von Napoleon eine Verfolgung der Protestanten.Vgl. Brief 2344, 42–73 [Schließen]

07. Februar 1807

Schleiermacher berichtet, dass er an einer Augenentzündung leide.Vgl. Brief 2414, 15–19 [Schließen]

07. März 1807

Adolph Müller berichtet seinem Vater über Schleiermachers patriotische Predigten: „Schleiermacher predigt ziemlich häufig; man wundert sich über seine Kühnheit, mit den eindringlichsten Worten die Zuhörer an ihr Vaterland und ihren König zu erinnern, und jeden, der fähig ist das alte Glück des Landes zu befördern, im Guten zu bekräftigen. Er schließt dergleichen jedesmal in sein Schlussgebet ein, und weiß dabei so eindringend zu reden, dass mancher davon entflammt wird, und manches Auge seine Rührung nicht verbirgt. Wie kühn dies ist, öffentlich mit Liebe für’s Vaterland unter das Volk zu sprechen, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, da Euch ja die feindlichen Einschränkungen bekannt sind auch in dieser Hinsicht.“ Müller: Briefe von der Universität, S. 359 [Schließen]

07. Juli 1807 bis 09. Juli 1807

Frieden von Tilsit zwischen Frankreich auf der einen, Preußen und Rußland auf der anderen Seite.

07. Dezember 1807

Abreise nach Berlin, wo Schleiermacher, beginnend im Januar, wieder Vorlesungen halten möchte.Vgl. Brief 2582, 34–37 [Schließen]

07. September 1809

Ankunft in Schmiedeberg und Zusammentreffen mit Schleiermachers Bruder Carl und dessen Familie. Die Schwester Charlotte (Lotte) Schleiermacher kommt am 8.9. nach Schmiedeberg. Schleiermacher besucht Freunde und Bekannte, unternimmt ausgiebige Wanderungen, Ausflüge und Besichtigungen und predigt an verschiedenen Orten.

07. April 1810

Schleiermachers Wahl zum ordentlichen Mitglied der philosophischen Klasse in der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin vom 29.3.1810 wird vom König bestätigt. Vgl. KGA V I/11, „Historische Einführung“, S. XII. [Schließen] Er wird in einem Schreiben vom 13.4.1810 durch den Sekretär der philosophischen Klasse, Friedrich Ancillon, über die Aufnahme informiert. Vgl. Brief 3420, KGA V/11. Am 30.3. wurde Schleiermacher jedoch bereits inoffiziell informiert, denn er notiert im Tagebuch: „Vorläufige Nachricht von meiner Aufnahme in die Akademie“. [Schließen]

07. Oktober 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 13,6–11). Vgl. KGA III/4, S. 177–181.  [Schließen]

07. Juni 1811

Der von Schleiermacher geschätzte Philologe Georg Ludwig Spalding stirbt im Alter von 49 Jahren auf seinem Landgut Friedrichsfelde bei Berlin. In einem Brief an Joachim Christian Gaß vom 17. Juni äußert Schleiermacher sein Bedauern über den unerwarteten Verlust und zeigt sich besorgt über die Zukunft des Gymnasiums zum Grauen Kloster, an dem Spalding seit 1787 als Professor lehrte.Vgl. Brief 3646, 14–17, KGA V/12 [Schließen]

07. März 1812

Geburt des Sohnes von Philipp Wilhelm Wolf und seiner Frau Ena. Philipp Wilhelm Wolf schreibt am 8. März an Schleiermacher: „Meine Frau ist gestern den 7ten früh recht glücklich von einem Knaben entbunden und befindet sich recht wohl.“Brief 3756, 2–4, KGA V/12. [Schließen]

07. Februar 1813

Geburt von Karl Johann, Friedrich Johannes und Heinrich Johannes von Willich, Söhne Heinrich Christoph und Doris von Willichs. Luise von Willich schreibt an Schleiermacher über die Geburt und die Taufe: „Willich und Hane haben Euch geschrieben von dem Glück was der Willich durch die Geburt der drey Knaben wiederfahren ist, und lieb wird es Euch sein nun 8 Tage später zu hören, wie hir vortwärend alles so gut steht, daß es der reinsten Freude werth ist.“Brief 3832, 4–8, KGA V/12. [Schließen]

07. Juni 1813

Schleiermacher besucht die Taufe von Pischons Kind und berichtet davon brieflich an Henriette: „Vormittags hat Pischon sein Kind getauft und ich habe Gevatter gestanden. Ich habe es recht erfreulich gefühlt wie er das Christenthum überhaupt und so auch sein Amt im schönsten Sinn aufgefaßt hat.“Brief 3886, 294–297, KGA V/12. [Schließen]

07. Juli 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ den Artikel „Kaiserliche Bedrückung in Leipzig“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 56, 07. Juli 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 2–3. Vgl. auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 39. [Schließen]

07. Dezember 1813

Taufe von (wohl Luise Pauline von Bülow) bei Friedrich Wilhelm von Bülow und Pauline Juliane von Bülow (geb. von Auer) in der Wilhelmstr. 73.Vgl. KGA III/1, S. 852. [Schließen]

07. Juni 1814

Wilhelm Christian Müller fragt Schleiermacher brieflich, ob er eine Predigerstelle in Bremen annehmen wolle. Er bietet ihm eine „feste Besoldung“ von 1000 Rth und „ein hübsches neues Haus“.Brief 4033, 56–58, KGA V/13. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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