04. September 1796

Probepredigt an der Dreifaltigkeitskirche in Berlin; aufgrund der Probepredigt werden Schleiermacher als reformiertem Prediger an der Berliner Charité seine Vokation und Instruktion ausgehändigt.Schleiermachers Tätigkeit als Charité-Prediger, die in den bisherigen Darstellungen gegenüber der Schilderung seines geselligen Lebens und seiner Verbindungen zur Berliner Frühromantik zurückgetreten ist, zumal hierzu kaum Dokumente veröffentlicht waren, ist erst jüngst von Kurt Nowak umfassender dargestellt worden („Schleiermacher als Prediger am Charité-Krankenhaus in Berlin“ sowie „Schleiermacher und die Frühromantik“, S. 98–105). Eine ausführliche Anmerkung zu diesem Kontext findet sich in KGA V/2, S. XIII f.) [Schließen]

04. Juni 1798 bis 06. Juni 1798

Ausflug mit den Familien Sack und Spalding nach Potsdam und der Pfaueninsel. Vgl. Brief 473, 147–327 [Schließen]

04. Februar 1799

König Friedrich Wilhelm III. erteilt Schleiermacher den Auftrag, sich nach Potsdam zu begeben und dort die Geschäfte des Hofpredigers Bamberger zu übernehmen. Er soll bereits am nächsten Sonntag (10.2.) die Predigt halten.Vgl. Brief 557a [Schließen]

04. Juli 1799

Erstes Zusammentreffen zwischen Schleiermacher und Fichte.Vgl. Brief 671, 2–11 [Schließen] In dem ersten aus Berlin geschriebenen Brief an seine Frau vom 6.7.1799 gibt Fichte Schleiermachers Adresse für an ihn bestimmte Postsendungen an;Vgl. J. G. Fichte: Werke, Akademie-Ausgabe, 3, 4, S. 9 [Schließen] in der Folge trifft Fichte mit Schleiermacher und Friedrich Schlegel regelmäßig in der Wohnung von Dorothea Veit zusammen.Vgl. J. G. Fichte: Werke, Akademie-Ausgabe, 3, 4, S. 17 Fichtes Brief an seine Frau vom 20.7.1799, wo er seinen gewöhnlichen Tagesablauf schildert und schreibt, er gehe „um, 1 Uhr zu M. Veit, wo ich Schlegel und einen reformirten Prediger, Schlegel's Freund, treffe“ [Schließen]

04. Juli 1799

Schleiermacher erhält die ersten Exemplare seiner Schrift „Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern", die anonym bei Unger in Berlin erschienen war.Vgl. Brief 671, 14f; die „Reden“ in KGA I/2, S. 189–326 [Schließen]

04. April 1800

Mit dem Hinweis, Caroline Schlegels Krankheit verbiete „alles dreiste Reden“ und nötige sie zu diplomatischer Rücksichtnahme, deutet Dorothea Veit erstmals die Auseinandersetzungen im Jenaer Romantikerkreis an, die durch die Trennung Carolines von A. W. Schlegel und ihre Verbindung mit Schelling entstanden.Vgl. Brief 829, 53–72 [Schließen] Friedrich Schlegel äußert seine Zustimmung zu dem ihm übersandten Manuskript der „Vertrauten Briefe über Friedrich Schlegels Lucinde“ und erblickt darin einen Hinweis auf die Form des von Schleiermacher geplanten Romans.Vgl. Brief 830, 13–30 [Schließen]

04. Mai 1800

Vormittag Betstunde über Ps. 13, 6; Nachmittagspredigt in der Charité über Rom. 8, 7.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 51–53, Nr. 37.38 [Schließen]

04. Juli 1800

Abschluss der Arbeit an der Rezension von Fichtes „Bestimmung des Menschen“.Brief 901, 29–34 [Schließen] Carl Gustav von Brinckmann berichtet Schleiermacher von seinem Aufenthalt bei Friedrich Heinrich Jacobi; dieser habe die „Reden über die Religion“, über die Schleiermacher sein Urteil zu hören wünschte, noch nicht gelesen.Brief 905 [Schließen]

04. Januar 1801

Vormittagspredigt im Invalidenhaus über 2. Chronik 1, 10; Nachmittagspredigt ebendort über Titusbrief 3, 4–7.BBAW, SN 53 [Schließen]

04. November 1801

Schleiermacher berichtet Ehrenfried von Willich, Eleonore Grunow habe ihm versprochen, dass sie die Trennung von ihrem Mann bis zu Schleiermachers Geburtstag am 21. November des folgenden Jahres vollzogen haben werde.Brief 1119, 2–66; vgl. auch Henriette Herz an E. v. Willich vom 8. November: „Dem Schleier geht es jezt gar gut; Leonore hat ihm auf nächstes Jahr eine schöne Aussicht gegeben, und Schlegel kömmt in diesen Tagen, er wird bei ihm wohnen und nur 14 Tage bleiben“ (Schleiermacher und seine Lieben, S. 20) [Schließen]

04. Juli 1802

Predigt in Marienfelde über Römerbrief 6, 20–22.SN 54, Bl. 16f [Schließen]

04. September 1802

Predigt über Matthäus 26, 27f.SN 54, Bl. 37 [Schließen]

04. September 1803

Predigt über Römerbrief 8,7.SN 52 [Schließen]

04. August 1804

Über den Inspektor Brunn in Stettin reicht Schleiermacher sein Gesuch um Abschied von der Stolper Hofpredigerstelle ein, um Anfang September von Stolp aufbrechen zu können.Vgl. Brief 1801 [Schließen]

04. November 1804

Schleiermacher beklagt Druckfehler im griechischen Text des zweiten Bandes der Platon-Übersetzung.Vgl. Brief 1844, 3–7 [Schließen]

04. Februar 1806

Schleiermacher berichtet, dass der Minister von Massow alles tun wolle, um Schleiermachers Wünsche zu erfüllen und schon auf Schleiermachers Mitgliedschaft in der Fakultät angetragen habe.Vgl. Brief *2135 [Schließen]

04. November 1806

Schleiermacher berichtet Reimer über die Besetzung Halles und die folgenden Plünderungen und Einquartierungen.Vgl. Brief 2303 [Schließen]

04. September 1808

Predigt vormittags in der Königsberger Schlosskirche (Mk 7,31–37) für die königliche Familie, was er selbst jedoch als eine schwierige Aufgabe empfindet: „Uebermorgen predige ich hier in der Schloßkirche, gewissermaßen auf Allerhöchsten Befehl aber die ganze Geschichte ist mir ein wenig verdrießlich und es wird nicht etwas sonderliches werden.“ Brief an Anne (Nanny) Schleiermacher vom 2.9.1809, Brief 2811, 10–13, KGA V/10.  [Schließen]

04. Januar 1809

Schleiermacher nimmt seine im November des Vorjahres begonnene Vorlesungstätigkeit wieder auf und liest (bis zum 8.4.) „Christliche Glaubenslehre“ am Mittwoch, Donnerstag und Freitagnachmittag.

04. Januar 1809

Schleiermacher führt (bis zum 15.4) die Vorlesung über „Die Theorie des Staates“ am Montag- und Dienstagnachmittag fort. Vgl. Arndt u. Virmond, Schleiermachers Briefwechsel (Verzeichnis) , 1992, S. 303 f.  [Schließen]

04. November 1809

Die „Gesetzlose Gesellschaft“, in der auch Schleiermacher zu den 14 Gründungsmitgliedern gehörte, konstituiert sich. Vgl. Motschmann (Hg.), Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften , 2015, S. 780.  [Schließen]

04. Februar 1810

Schleiermacher predigt vormittags in der Dreifaltigkeitskirche (Mt 4,1–11). Vgl. KGA III/4, S. 41–45.  [Schließen]

04. März 1810

Schleiermacher predigt vormittags in der Dreifaltigkeitskirche (Mk 2,1–12). Vgl. KGA III/4, S. 56–59. [Schließen]

04. Juni 1810

Karl August Freiherr von Hardenberg wird zum Staatskanzler und somit Leiter der Regierung ernannt.

04. Juni 1813

In Pläswitz bei Striegau wird ein Waffenstillstand zwischen Preußen und Russland auf der einen und Frankreich mit seinen Verbündeten auf der anderen Seite bis Ende Juli geschlossen.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 60. Vgl. auch KGA I/14, S. CLVII. [Schließen] Schleiermacher schreibt darüber an Henriette: „Aus den Wolken sind wir hier alle gefallen über die Nachricht von dem Waffenstillstand. Noch weiß man zu wenig näheres davon um darüber zu urtheilen und ich will mich nicht zu denen gesellen die voreilig schimpfen. Gefährlich ist die Sache freilich; aber ich will mich der Besorgniß noch nicht überlassen, daß dies zu einem schlechten Frieden führen wird.“Brief 3886, 320–325, KGA V/12.. [Schließen] Schleiermacher schätzt den Waffenstillstand in der Folge problematisch ein und versucht, vor allem über das Verfassen und die Herausgabe entsprechender Berichte im Preußischen Corespondenten Einfluss auf die Stimmung in Preußen zu nehmen.Vgl. KGA I/14, S. CLVIII. [Schließen]

04. August 1813

Schleiermacher veröffentlicht im „Preußischen Correspondenten“ die Artikel „Vom Geburtstage des Königs“ sowie „Lasten und Kriegsschäden der Jahre 1806 bis 1808“.Vgl. Der Preußische Correspondent, Nr. 72, 04. August 1813, Verlag der Realschulbuchhandlung, Sp. 1 und Sp. 6. Vgl. auch Meding: Bibliographie der Schriften Schleiermachers, 1992, S. 42. [Schließen]

04. Mai 1814

Aus Breslau schreibt Johanna Steffens über den Tod von Alexander von der Marwitz: „Sie wissen wohl schon die schreckliche Nachricht, wenn Sie diesen Brief bekommen, lieber Freund! unser herrlicher Marwitz ist dahin, für ewig, für uns verlohren – Steffens schreibt es mir vom 16ten aus Paris; bey Montmiral verwundet, starb Er in Paris in der Gefangenschaft, es ist so traurich daß alle Worte verstummen, eine Kugel im Leibe war sein Tod, der arme herrliche Mensch, und wie viel trauriger für uns Alle, wie für Ihn ist es, Er wäre wohl nie genug anerkant, und befriedigt in dieser elenden Welt.“Brief 4029, 2–9, KGA V/13. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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