02. September 1794

Tod des Vaters in Anhalt, wo er am 5. September bestattet wird.

02. September 1798

Schleiermacher predigt in Landsberg.Vgl. Brief 548, 48–56 [Schließen]

02. Dezember 1798

Friedrich Schlegel berichtet Novalis, dass Schleiermacher an einem Werk über die Religion arbeitet.Vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 206: "Schleiermacher, der zwar wohl kein Apostel, aber ein geborner Recensent aller biblischen Kunstreden ist, und wenn ihm nur ein Wort Gottes gegeben würde, gewaltig dafür predigen würde, arbeitet auch an einem Werk über die Religion." [Schließen]

02. September 1799

Zusammen mit seinem lutherischen Kollegen, dem Charitéprediger J. G. W. Prahmer, richtet Schleiermacher ein umfängliches Memorandum an das Armendirektorium, in dem sie Vorschläge unterbreiten, wie die Amtsgeschäfte der Prediger neu geregelt werden könnten. Darin wird u. a. auch in Anregung gebracht, ihnen die Ausarbeitung einer gemeinsamen Liturgie für das Abendmahl zu gestatten.Brief 686; vgl. hier besonders Zeilen 57–65 [Schließen]

02. Juni 1800

Vormittag Betstunde über Apg. 2, 37; Nachmittagspredigt in der Charité über Apg. 2, 39.Schleiermacher: Predigtentwürfe, S. 73–75, Nr. 50–51 [Schließen] Die letzten Aushängebogen der „Vertrauten Briefe“ werden an Schleiermacher geschickt.Brief 876 [Schließen] Dorothea berichtet, dass die fertigen Exemplare sämtlich nach Leipzig gegangen und die Vorzugsexemplare auf Velinpapier noch nicht fertiggestellt seien.

02. August 1800

In einem Brief an Friedrich Schlegel meldet Schleiermacher den Abschluss der Korrekturen am letzten Stück des Athenaeum. Er berichtet, dass er zur Zeit an der Siedlungsgeschichte Neuhollands arbeitet, jedoch hofft, nach Ostern 1801 an seine „Kritik der Moral“ gehen zu können.Brief 921 [Schließen]

02. November 1800

Predigt über Apg. 17, 24–37.Schleiermacher: Predigten, Berlin 1801, S. 238–263 [Schließen]

02. Dezember 1801

Friedrich Schlegel wohnt bis zum 27. Januar 1802 bei Schleiermacher in Berlin.Vgl. Brief 1148, 5f [Schließen]

02. Januar 1803

Predigt über 2. Chronik 1, 10.SN 55, Bl. 4 [Schließen]

02. Oktober 1803

Predigt über Römerbrief 12,11.SN 52 [Schließen]

02. Juli 1805

Schleiermacher reist von Gnadenfrei weiter, wo er die Schwester und auch die Familie von Seidlitz in Habendorf besucht hatte.Vgl. Brief 1991, 1–11.20–38 [Schließen] Zusammen mit der Schwester hatte er auch Fürstenstein, den Sitz der Familie von Hochberg, besucht.Vgl. Brief 2005, 1–3 [Schließen] Den weiteren Weg unternimmt Schleiermacher mit Konopak als Gebirgswanderung,Vgl. Brief 1999, 23–26 [Schließen] obwohl er mit einer Erkrankung zu kämpfen hat.Vgl. Brief 2001, 18–30 [Schließen] In Schmiedeberg trifft Schleiermacher den Bruder Karl und dessen Frau sowie die Schwester Charlotte und die Halbschwester Nanny.Vgl. Brief 2007, 53–78 [Schließen]

02. März 1806

Schleiermacher lehnt den Ruf nach Bremen ab.Vgl. Brief 2155 [Schließen]

Um den 4. Oktober 1806

Rückkehr von Potsdam.Vgl. Brief 2347, 18f. [Schließen]

02. Februar 1807

Tod Ehrenfried von Willichs; Schleiermacher erfuhr hiervon erst am 23. März.Vgl. Brief 2435, 89–93 [Schließen]

02. Februar 1808

Zusammen mit dem Mediziner Ludwig Friedrich Froriep publiziert Schleiermacher eine „Anzeige“ in der Nummer 27 der Staats- und Gelehrtenzeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Vgl. ebendort Sp. 7 sowie KGA I/14, S. 93–95. [Schließen] mit der beide in Bezug auf die Mitteilung in der Hallenser Allgemeinen Zeitung vom 18.1.1808 dementieren, sie hätten um eine Wiederanstellung in Halle gebeten und diese nicht gewährt bekommen. Zum historischen Kontext vgl. KGA I/14, S. XLI–XLIV sowie Patsch, „Ein Gelehrter ist kein Hund. Schleiermachers Absage an Halle“, 1985. In einen Brief vom 26.1.1808 an seinen Freund Brinckmann erläutert Schleiermacher seine Haltung zur Wiedereinstellung an der Universität Halle (Brief 2617, 5–22, KGA V/10): „Die Wiederherstellung von Halle hat keinen Einfluß auf mich gehabt. Theils war ich schon abgereist von dort ehe eine ganz bestimmte Aussicht dazu war, theils lebe ich der festen Ueberzeugung daß eine Universität wie sie mir allein wünschenswerth ist und wie sie in Halle anfing sich zu bilden unter den gegenwärtigen Umständen dort nicht bestehen kann, und hatte mich deshalb schon während meines Sommeraufenthaltes hier entschlossen es lieber darauf zu wagen was von den hiesigen Entwürfen zu Stande kommen wird. Nun hat man sogar von Cassel aus erklärt wer am 1ten October nicht in Halle gewesen, solle provisorisch nicht als ein Mitglied der Universität angesehen werden, wodurch denn außer mir auch Wolf und Steffens, Loder Froriep Schmalz Leute verschiedner Art von dort ausgefegt sind, so daß sich Halle nun auf einmal alles fremdartigen Stoffes entlediget den es seit einigen Jahren eingesogen und nun ganz als das Alte wieder auferstehen kann unter der Direction unseres Freundes Niemeier, der nun Gelegenheit haben wird seine peinliche Scheu gegen alles neoterische zu befriedigen und seinen antiuniversitätischen Gedanken freien Lauf zu lassen. “  [Schließen]

02. August 1808

Rückfahrt nach Berlin, sie führt über Stralsund (wo Schleiermacher das Grab seines verstorbenen Freundes Ehrenfried von Willich besucht),„In Stralsund“, schreibt Schleiermacher am 7.8. unmittelbar nach der Rückkunft in Berlin seiner Braut, „war ich noch an Ehrenfrieds Grabe und reichte ihm in schöner Zuversicht in die andere Welt hinein die brüderliche Hand zum neuen Bunde; sein Geist ist gewiß mit uns.“ (Brief 2782, 61–63, KGA V/10). [Schließen] über Milzow und Anklam und schließlich über Prenzlau (3.8.), wo er Station bei Johanna Herz, der Schwester von Henriette Herz, macht.

02. März 1809

Schleiermacher tauft oder wird Pate von Philipp Buttmann.Vgl. Brief an seine Braut vom 28.2.1809: „Uebermorgen soll ich Vormittags entweder ein Kind taufen oder Gevatter stehen“ (Brief 3110, 14 f.).  [Schließen]

02. Oktober 1809

Abfahrt von Troppau nach Gnadenfrei, Ankunft in Gnadenfrei am 3.10. – Schleiermacher findet einen Brief von seiner Frau vor, die Hals über Kopf zu ihren Kindern nach Schmiedeberg gefahren war, denn Carl hatte brieflich Nachricht gegeben, dass die Kinder schwer erkrankt seien. Vgl. den Brief *3347 von Carl Schleiermacher um den 28.9.1809, KGA V/11 sowie Brief 3349, 2–26, KGA V/11 von Henriette Schleiermacher vom 2.10.1809.  [Schließen] Schleiermacher bricht nach Schmiedeberg auf.

02. Januar 1810 bis 03. Januar 1810

Schleiermacher leidet laut Tageskalender an einer Augenentzündung.

02. September 1810

Schleiermacher predigt vormittags in der Dreifaltigkeitskirche (Apg 11,15–17). Vgl. KGA III/4, S. 162–167.  [Schließen]

02. November 1810

Ida von Mühlenfels, Tochter der Karoline und des Friedrich von Mühlenfels und Nichte von Schleiermachers Frau Henriette, wird geboren.

02. Dezember 1810

Schleiermacher predigt nachmittags in der Dreifaltigkeitskirche (Offb 22,10–13). Vgl. KGA III/4, S. 212–217.  [Schließen]

02. Mai 1811

Schleiermacher besucht erneut Händels Oratorium „Judas Maccabaeus“, laut Tageskalender zahlt er dieses Mal 4 Rth. für den Eintritt (wohl wegen nicht näher erwähnter eingeladener Begleitung).

02. September 1811

Als Ergänzung zur 1810 eingeführten allgemeinen Gewerbesteuer wird mit dem sog. Gewerbepolizei-Gesetz die Gewerbefreiheit in Preußen weitergeführt und damit der Zunftzwang aufgelöst.

02. Februar 1812

Luise von Willich schreibt aus Poseritz an Schleiermacher und berichtet über französische Truppen in ihrem Dorf: „Schlichtkrull war von der Kanzel geholt weil das Dorf voll Franzosen war. Unser Capitain ist fort und wir haben neue Einquartirung. Willich und die Seinigen komen mit den neuen Truppen zugleich an – Mein Gott wie geht es alles durch ein ander!“Brief 3737, 124–127, KGA V/12. [Schließen]

02. Mai 1812

Tod von Karoline Elisabeth Wucherer.

02. Januar 1813

In einem Brief an Alexander Graf zu Dohna-Schlobitten äußert sich Schleiermacher zur Lage Preußens: „Meine Ansicht über die neuesten Vorfälle glaube ich kennen Sie. Nichts kann uns helfen wenn wir in unserer erbärmlichen Passivität und innern Nichtigkeit verharren, und ich halte nun erst den Staat recht gründlich für verloren und für ebenso unfähig als unwürdig in seiner gegenwärtigen Form die Stellung in Deutschland und in Europa anzunehmen die ich eigentlich immer als seine wahre Bestimmung ansah.“Brief 3820, 10–15, KGA V/12. [Schließen]

02. April 1813

Die erste Ausgabe der von Georg Andreas Reimer initiierten Zeitung „Der preußische Correspondent“ erscheint in Berlin, erster Redakteur ist Barthold Georg Niebuhr.Vgl. KGA I/14, S. CXLV. [Schließen]

02. Mai 1813

Bei Großgörschen können sich die französischen Truppen erneut in einer Schlacht behaupten.Vgl. Büsch (Hg.): Handbuch der preussischen Geschichte, 1992, S. 59. [Schließen]

02. April 1814

Geburt von Otto Ludwig Schede, zweiter Sohn der Caroline Schede.

02. Juni 1814

Schleiermacher tauft Otto Ludwig Schede, den am 2. April geborenen Sohn der befreundeten Familie Schede, in einer Haustaufe (Hinter der Katholischen Kirche 2).Vgl. KGA III/1, S. 852. [Schließen]

02. Oktober 1814

Joachim Christian Gaß bedankt sich brieflich bei Schleiermacher für die neu publizierten Predigten: „Mit Deinen Predigten hast Du allen Frommen und Guten ein herrliches Geschenk gemacht. Nach meiner Ueberzeugung sind es Deine besten, auch wüste ich keiner in der Sammlung den Vorzug vor den übrigen zu geben.“Brief 4075, 51–54, KGA V/13. Die Predigten wurden veröffentlicht als: „Predigten von F. Schleiermacher D.G.G.D. u. O.O. Prof. an der Universität zu Berlin, Mitglied der Königl. Akademie der Wissenshaften und evang. ref. Prediger an der Dreifaltigkeitskirche. Dritte Sammlung. Berlin 1814, im Verlage der Realschulbuchhandlung. VIII u. 291 Seiten.“ [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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