August 1793

Durch Vermittlung Sacks erteilt Schleiermacher Probeunterricht auf dem Friedrichswerderschen Gymnasium vor Gedike. Abreise nach Drossen, ohne eine definitive Entscheidung abzuwarten.

August 1797

Erste Begegnung mit Friedrich Schlegel in der „Mittwochsgesellschaft“; C. G. von Brinckmann bringt ihn mit Schleiermacher näher zusammen;Vgl. Schleiermachers Bericht an die Schwester in Brief 402, 279 ff sowie die erste Erwähnung Schleiermachers durch Friedrich Schlegel in einem Brief an Friedrich Immanuel Niethammer vom 26.8.1797 in F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 1 [Schließen] Schleiermacher berichtet der Schwester von seinen naturwissenschaftlichen Studien und besonders von seiner Beschäftigung mit der Chemie.Vgl. Brief 402, 165ff [Schließen]

Anfang August 1798

F. S. G. Sack stellt Schleiermacher wegen seines „jüdischen Umgangs“ zur Rede.Vgl. Brief 496, 228ff – Zur Rolle der Juden in der Berliner Gesellschaft dieser Zeit vgl. die zeitgenössische Schilderung von Helene Friederike Unger in ihren "Briefen über Berlin", woraus in der Anmerkung zu Brief 463, 249–254 ein Auszug gegeben ist [Schließen]

August 1798

Schleiermachers lutherischer Kollege an der Charité, Prahmer, veröffentlicht seine Schrift „Einige Worte über die Berlinische Charité zur Beherzigung aller Menschenfreunde“, in der er die Zustände an der Charité anprangert; diese Schrift ist Teil einer länger anhaltenden literarischen Polemik um die Verhältnisse an der Charité. Im Zusammenhang damit schreibt Schleiermacher Notizen „Zum Armen Wesen“ nieder.Vgl. KGA I/2, 159–161 und die Einleitung von G. Meckenstock S. XXXVIII–L [Schließen] – Schleiermacher arbeitet an einer „Kritik der Moral“.Vgl. Brief 502, 17–20 [Schließen]

August 1799

Schleiermacher denkt an eine Rezension von C. L. Reinholds „Sendschreiben an J. C. Lavater und J. G. Fichte über den Glauben an Gott“ (1799);Vgl. F. Schlegel an A. W. Schlegel, August 1799: „Bernhardi möchte gern sein Meisterstück an der Metakritik machen. Ich habe zu so etwas gar keine Geduld mehr. Schleiermacher will auch nicht anbeißen, dagegen möchte er wohl den Reinhold vornehmen“ (F. Schlegel: Werke, Bd. 24, S. 309, Nr. 196). [Schließen] von diesem Vorhaben tritt er bereits wenig später wieder zurück.Vgl. Briefe *693. 694, 4–7. 698, 12f [Schließen]

Anfang August 1800

Friedrich Schlegel äußert seine Anerkennung über Schleiermachers Rezensionen von Fichte und J. J. Engel; er berichtet, dass Goethe das „Geistreiche“ der letzteren „sehr gerühmt“ habe.Brief 922, 1–11 [Schließen]

Wohl Anfang/Mitte August 1800

Schleiermacher unternimmt einen vierstündigen Fußmarsch nach Potsdam, wo er u. a. Frau Bamberger besucht.Vgl. Brief 931, 12–18 [Schließen]

August/September 1801

Schleiermacher plant eine Übersetzung der „Antigone“ des Sophokles und später, zusammen mit A. W. Schlegel, eine Gesamtübersetzung des Sophokles.Vgl. unten den Sachapparat zu Brief 1092, 32 [Schließen]

01. August 1802

Predigt über Lukas 11, 30-32.SN 54, Bl. 24ff [Schließen] Schleiermacher bewirbt sich um eine vakante Hofpredigerstelle an der Königsberger Burgkirche und schlägt vor, dort am 12. oder 19. September eine Probepredigt zu halten.Vgl. Brief 1289 [Schließen]

Wohl gegen Anfang August 1802

In einem Brief an seine Schwester Charlotte äußert Schleiermacher – wohl in Verbindung mit der Bewerbung in Königsberg – die Hoffnung, nicht lange in Stolp bleiben zu müssen.Vgl. Brief *1295 [Schließen]

01. August 1804

Schleiermacher schickt Reimer die Übersetzung des „Parmenides“.Vgl. Brief 1799 [Schließen] Er berichtet an den König über das Examen des Kandidaten Behmer.Vgl. Brief 1798 [Schließen]

01. August 1808

Schleiermachers langer Beitrag „Herakleitos der dunkle, von Ephesos, dargestellt aus den Trümmern seines Werkes und den Zeugnissen der Alten“ erscheint in dem von Buttmann und Wolf herausgegebenen Museum der Alterthums-Wissenschaft im dritten Stück des ersten Bandes. Vgl. ebendort, S. 313–533 sowie KGA I/6, S. 101–241, zur Entstehung vgl. KGA I/6, S. XXV–XXXV. [Schließen] An August Boeckh schreibt Schleiermacher am 18.6.1808: „So werden freilich auch unsere Heraklite sehr verschieden werden. Der meinige ist nun, für dies mal, was mich betrifft fertig, nur den Druk lasse ich noch unvollendet zurük. Etwas schwerfällig, wie ich pflege, werden Sie auch dieses finden, und für Ast wird es wieder einzeln zusammengeforscht sein nicht aus der TotalAnschauung der Hellenischen Philosophie, die freilich nur der Kundige darin erkenen wird, aber die auch in dem philologischen Museum äußerlich wenigstens nicht dominiren durfte.“ Brief 2701, 259–270, KGA V/10. [Schließen]

Wohl Anfang August bis Anfang Oktober 1812

Schleiermacher unternimmt eine Reise nach Rügen.Vgl. KGA III/1, S. 848. [Schließen] Am 9. September schreibt er aus Poseritz an Anne (Nanny) Schleiermacher und berichtet von der Reise.Vgl. Brief 3807, KGA V/12. [Schließen] Am 13. September hält er sich in Sagard auf und schreibt Anne (Nanny) Schleiermacher erneut.Vgl. Brief 3808, KGA V/12. [Schließen] Schließlich teilt er Joachim Christian Gaß mit, dass nach der Reise eine weitere Personen Teil des Hausstandes wird: „Wir haben uns eine neue Hausgenossin aus Rügen mitgebracht eine Schwestertochter meiner Frau, die ein wenig in die Welt hinein sehn soll.“Brief 3810, 31–33, KGA V/12. [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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