Im Jahr 1772

Charlotte erkrankt an den Pocken und bleibt entstellt.

Oktober 1777

Geburt der Schwester Caroline Marie.

Juli 1778

Übersiedlung der Familie nach Pleß infolge des Bayrischen Erbfolgekrieges. Schleiermachers Vater liegt mit den Regimentern in der Nähe von Gnadenfrei und wird dort zur Herrnhutischen Frömmigkeit „erweckt“.

Sommer 1779

Nach dem Frieden von Τeschen (Mai) siedelt die Familie nach Anhalt über, wo Schleiermachers Vater (neben seiner Tätigkeit als Militärgeistlicher) Prediger der evangelisch-reformierten Gemeinde wird.

Frühjahr 1780

Teilnahme an Charlottes Konfirmandenunterricht (ihre Konfirmation am 23. März), der unter Zugrundelegung herrnhutischer Schriften durchgeführt wird.

Herbst 1782

Reise der Eltern nach Herrnhut , Niesky und Gnadenfrei, um die Brüdergemeine kennenzulernen. Entschluss, die Kinder dorthin zu bringen. Während der Abwesenheit der Eltern religiöse „Erweckung“ der Schwester und Wunsch, in der Brüdergemeine zu leben.

Im Jahr 1785

Wiederverheiratung des Vaters mit Christiane Caroline Kühn, Tochter des Pleßer Hofkonditors; zuvor vergeblicher Versuch, eine Herrnhuterin zur Frau zu erhalten.

Ostern 1786

Schleiermachers Bruder Carl wird Lehrling beim Nieskyer Apotheker.

Sommer 1786

Mit Beginn des zweiten Semesters werden Schleiermacher seine Zweifel an zentralen orthodoxen Glaubenssätzen bewußt; dem Vater und dem Onkel Stubenrauch offenbart er sich erst ein halbes Jahr später.

Herbst 1786

In Barby entsteht als erste überlieferte Schrift Schleiermachers der empfindsame Bericht „Die Wasserfahrt“.

Juni 1787

Nachricht vom Tod des Freundes Okely durch Ertrinken.

Herbst 1787

Kurzer Besuch in Barby. Vgl. Brief 82, 8ff [Schließen]

Juni 1788

Besuch in Barby. Vgl. Anm. zu Brief 94, 4 [Schließen]

Herbst 1788

Übersiedlung des Onkels Stubenrauch nach Drossen.

Frühjahr 1789

Schleiermachers letzter Brief aus Halle datiert vom 4. April; über Berlin (wo er sich einige Tage aufhält) und Frankfurt/Oder reist Schleiermacher zu seinem Onkel nach Drossen, wo er am 26. Mai eintrifft.Vgl. Brief 114 [Schließen]

April bis Oktober 1790

Aufenthalt in Berlin anläßlich des ersten theologischen Examens. Das Examen selbst, d. h. Klausuren und mündliche Prüfungen, besteht Schleiermacher Anfang Juni 1790. Während seines Berliner Aufenthalts schreibt Schleiermacher, angeregt durch den persönlichen Umgang mit Gustav von Brinckmann, Briefe „An Cecilie“.

Frühjahr 1791

Konflikt mit der Hausherrin, der Gräfin Caroline.Vgl. Brief 157 [Schließen]

Anfang Mai 1791

Anderthalbtägiger Aufenthalt in Königsberg, wo Schleiermacher auch eine halbe Stunde in der Gesellschaft Kants zubringt.Vgl. Brief 160, 42ff und Brief 164, 2ff [Schließen]

Juli 1792

Besuch bei dem Studienfreund F.C.G. Duisburg in Danzig zu dessen Hochzeit. Schleiermacher verliebt sich in die Schwester der Braut, Sara Bestvater. Kontakt zu dem Buchhändler Troschel, der in der Folge den Verlag der Schrift „Über den Wert des Lebens“ übernehmen will.

November 1792

Zwist mit dem Schlobittener Hausherrn; Schleiermacher hört sich über Catel in Berlin nach einer anderen Stelle um.Vgl. Brief *198 und Brief 200, 17–37 [Schließen]

August 1793

Durch Vermittlung Sacks erteilt Schleiermacher Probeunterricht auf dem Friedrichswerderschen Gymnasium vor Gedike. Abreise nach Drossen, ohne eine definitive Entscheidung abzuwarten.

Dezember 1793

Schleiermacher klagt in einem Brief an Stubenrauch über Disziplinschwierigkeiten.

Anfang des Jahres 1794

Prediger Schumann in Landsberg beantragt einen Hilfsprediger und schlägt Schleiermacher vor; der Antrag stößt auf Schwierigkeiten. Gleichzeitig berichtet Schleiermacher an Stubenrauch über die Landsberger Aussichten und meldet sich zum zweiten Examen.Vgl. Henning, Geschichte Landsberg 214; Briefe 249 und *251 [Schließen]

Wohl im Februar 1794

Auch Schleiermachers Bruder Carl verläßt die Brüdergemeine, bei der er in Niesky als Apotheker gearbeitet hat; in der Folge geht er nach Berlin.

Juli 1794

Auseinandersetzung mit Schumann über die Aufteilung der Kompetenzen.Vgl. Brief 268 [Schließen]

November 1794

Beginn der Arbeit an der Übersetzung der Blairschen Predigten.

Dezember 1795

Unter mehreren ihm angebotenen Stellen entscheidet sich Schleiermacher für die des reformierten Predigers an der Berliner Charité.

Frühjahr 1796

Besuch in Gnadenfrei.

Zweite Jahreshälfte 1796

Arbeit an einer Abhandlung über die Vertragslehre (die sich bis in das Jahr 1797 hineinzieht).Vgl. die überlieferten Manuskripte in KGA I/2, 51–74 und die Einleitung von G. Meckenstock ebd. S. XXII–XXV [Schließen]

Anfang September 1796

Ankunft in Berlin.

Oktober 1796

Schleiermacher meldet seinem Onkel Stubenrauch eine Veränderung seiner Frisur;Vgl. Brief 345, 59f und Brief 346, 66f [Schließen] die „Berlinische Monatsschrift“ stellt zum Ende des Monats ihr Erscheinen ein, wodurch Schleiermacher sich offenbar einer Publikationsmöglichkeit beraubt sieht.Vgl. Brief 346, 68–75; G. Meckenstock bezieht diese Äußerung auf die geplante Abhandlung Schleiermachers zur Vertragslehre; vgl. dazu KGA 1/2, S. XXIII [Schließen]

01. November 1796

Teilnahme an der Geburtstagsfeier Johann Joachim Spaldings.Vgl. Brief 350, 158ff [Schließen]

November 1796

„Zwist mit dem Militär“; Schleiermacher tritt in die Ressource in der Heilig-Geist-Straße in Berlin ein.Vgl. Brief 349, 4f und 52ff ; über den „Zwist" ist sonst nichts näheres bekannt. [Schließen]

März 1797

Bericht an den Onkel Stubenrauch über die Arbeit an der Übersetzung von Fawcetts Predigten und an einem Band philosophischer Abhandlung.Vgl. Brief *377 [Schließen]

Wohl Anfang Mai 1797

Umzug Schleiermachers von der Charité in das Haus des Predigers Schleemüller vor dem Oranienburger Tor. Vgl. Brief 388, 159–164; der genaue Termin des Umzugs konnte ebensowenig ermittelt werden wie die genaue Adresse. Der Umzug wurde erforderlich, weil im Zuge langandauernder Um- und Erweiterungsbauten (seit 1785) die Dienstwohnungen der Prediger in der Charité vorübergehend (bis 1800) nicht verfügbar waren. Die Charité-Adminstration mietete deshalb Wohnungen für Schleiermacher und seinen lutherischen Kollegen Prahmer an. Hierzu hat sich ein auf den 1.7.1797 datierter Mietvertrag erhalten, der durch die genaue Beschreibung ein anschauliches Bild von Schleiermachers Wohnverhältnissen vermittelt (Archiv der Humboldt-Universität Berlin, Charité Nr. 274, Bl. 165). Darin heißt es nach den einleitenden Bemerkungen: „Es vermiethet nehmlich: §.1. gedachter Herr Prediger Schlemüller in seinem vor dem Oranienburger Τhöre belegenen Hause, denen zeitigen Herrn Predigern der Königlichen Charité, Prahmer und Schleiermacher, während der Zeit des Charité Baues, die Wohnung der ganzen Untern Etage, um, und für eine jährliche Miethe ad Achtzig Kthr, welche quartaliter aus der Königlichen Charité-HaußCasse prompt bezahlet wird: und zwar dergestalt, daß der Herr Prediger Prahmer linker Hand eine Stube und eine Kammer; nach der Strasse hinten hingegen eine Kammer und eine Küche erhalten. Desgleichen erhält der Herr Prediger Schleiermacher in der Untern Etage rechter Hand, eine Stube und eine Kammer nach der Strasse, und eine Stube und Küche nach der Hof-Seite, wie nicht weniger beide Herren Bewohner einen gemeinschaftlichen Keller zum Holz-Gelaß. Da indeß qu. beiden Logis weder vorn noch hinten mit Fensterladen versehen sind, imgleichen der Holz Keller annoch offen, und nur mit Brettern zugesetzet ist, so machet sich §.2. der Herr Vermiether verbindlich, nicht nur sofort, für die Anfertigung sämtlicher FensterLaden, welche demnächst gehörig mit Oehlfarbe angestrichen seyn müssen, zu sorgen, sondern Er verspricht auch zugleich, daß denen Herren Bewohnern das KellerGelaß, welches bisher der Hauptmann von [Oppen] in Besitz gehabt, sofort eingeräumet, dasselbe auch mit guten tüchtigen FensterLaden und Riegeln versehen werden solle, um für einen entstehen könnenden Einbruch gesichert zu sein. Zugleich machet sich §.3. Herr Vermiether hiermit verbindlich, die Schornsteine auf Seine Kosten gehörig reinigen zu lassen; wogegen 4. die zeitigen Herrn Bewohner hiemit versichern, auf Feuer und Licht genaue Aufsicht zu haben, damit durch ihre eigene, oder ihrer Domestiken Vernachlässigung kein Schade entstehen möge, und versprechen dieselben, dafür ausdrüklich zu haften.“ [Schließen]

August 1797

Erste Begegnung mit Friedrich Schlegel in der „Mittwochsgesellschaft“; C. G. von Brinckmann bringt ihn mit Schleiermacher näher zusammen;Vgl. Schleiermachers Bericht an die Schwester in Brief 402, 279 ff sowie die erste Erwähnung Schleiermachers durch Friedrich Schlegel in einem Brief an Friedrich Immanuel Niethammer vom 26.8.1797 in F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 1 [Schließen] Schleiermacher berichtet der Schwester von seinen naturwissenschaftlichen Studien und besonders von seiner Beschäftigung mit der Chemie.Vgl. Brief 402, 165ff [Schließen]

Herbst 1797

Beginn von Studien mit Friedrich Schlegel, die bis in den Sommer 1798 fortgeführt werden; die ursprünglich für eine Leibniz-Kritik gedachten Notizhefte werden schließlich für die Athenaeumsfragmente ausgewertet; die Notizhefte sind erhalten.Vgl. KGA 1/2, S. 75–103 und die Einleitung von G. Meckenstock S. XXV–XXVII [Schließen]

Oktober 1797

Schleiermacher hält in der „Mittwochsgesellschaft“ einen Vortrag über die „Immoralität der Moral“; eine „Skizze“ zu diesem Thema, die sich nicht erhalten hat, ist durch Friedrich Schlegel bezeugt. F. Schlegel an C. G. von Brinckmann, Oktober 1797: „Schleyermacher hat den Mittwoch durch eine göttliche, ja was mehr ist philosophische, und was noch mehr ist cynische Vorlesung über die lmmoralität der Moral geadelt." (F. Schlegel: Werke, Bd. 24, S. 28). Am 31.10.1797 heißt es in einem Brief an A. W. Schlegel: „Mein Freund Schleyermacher, der mich neulich durch eine wirklich große Skizze über die lmmoralität aller Moral überrascht, hat einige kritische Sachen vor, die glaube ich meisterhaft ausfallen dürften, aber viel zu sehr für Fichte's Journal. Er nimmt überhaupt enthusiastischen Antheil an meinem Projekt" (ebd., S. 31) [Schließen] Schleiermacher nimmt Anteil an den Planungen für die Zeitschrift der Gebrüder Schlegel, das „Athenaeum“; als Namen schlägt er „Herkules“ bzw. „Parzen“ vor, findet damit jedoch nicht die Zustimmung A.W. Schlegels.In dem zitierten Brief Friedrichs an A. W. Schlegel heißt es: „Der Titel ist Eure Sache. Ich und Schleyermacher sind für Herkules. Man könnte da leicht so die Idee von Herkules Musagetes herziehn, da so viel der jetzigen Musageten, von den herkulischen Arbeiten, die doch auch in der Poesie und in der Kritik vorfallen, gar keinen Begriff haben. – Ich hatte erst Freya im Sinne, nicht ohne Zweydeutigkeit. Dagegen ist aber Schleyermacher. Denkt ja darauf. Die neueste Spötterey über den Herkules thut nichts. Dafür ist die Keule" (F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 32). Am 28.11.1797 schreibt Friedrich Schlegel seinem Bruder: „Nun zur Hauptsache, vom – von der noch ungetauften großen Tagesangelegenheit. Unter all Euren Titelvorschlägen scheint mir keiner recht acceptabel. Gegen Dioskuren hätte ich weiter nichts – Aber? – wie verschieden doch die Gefühlsarten sind. Mir scheint Herkules ordentlich kindlich bescheiden gegen Dioskuren [...] Mythologische Nahmen scheinen mir für ein Journal, dessen Inhalt oder Stoff gar nicht bestimmt seyn soll [...] das zweckmäßigste. Schleyermacher meynte Parzen, weil doch wohl mancher litterarische Lebensfaden darin würde abgeschnitten werden. Ich dächte dieser Einfalt verdiente Eure ernsthafte Ueberlegung" (ebd., S. 43) [Schließen]

November 1797

Schleiermacher berichtet seinem Onkel Stubenrauch über die Drucklegung seiner Übersetzung der Fawcettschen Predigten; aus Stubenrauchs Antwort geht hervor, dass diese Übersetzung zu Schwierigkeiten bei der Zensur geführt hatte, denen durch das Eingreifen des Oberhofpredigers F.S.G. Sack begegnet werden sollte. Sack verfasste eine auf den 28.10.1797 datierte Vorrede zu der ersten Predigt („Unsittlichkeit, eine Folge des Unverstandes“), die – ohne Nennung des Übersetzers – mit der Jahresangabe 1798 separat bei Mylius in Berlin erschien.Vgl. Brief 426, 15ff [Schließen] – Schleiermacher arbeitet an einer Rezension von Kants „Metaphysik der Sitten“ (1797); ein – nicht erhaltenes – Manuskript der Rezension wird von Friedrich Schlegel erwähnt.In dem Brief an A. W. Schlegel vom 28.11.1797 (F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 45) heißt es: „Was ich von ihm außer den Beyträgen zu meinen Annalen der Philosophie vor der Hand erwarte, ist bloß eine Recension von Kants Metaphysik der Sitten. Sie wird gewiß an Gründlichkeit und Strenge ihres Gleichen suchen, und gewiß eine ungemeine Popularität haben, d. h. großen und allgemeinen Effekt. Daher wünschte ich sehr, daß ich sie noch zeitig genung erhielte zu den beyden ersten Stücken, da sie allerdings zu dem eclat, mit dem wir auftreten müssen, auch das ihrige beyträgen könnte. Da ich sehr viel mit ihm darüber gesprochen und auch ein bedeutendes Stück, was dazu gehört, geschrieben gesehn habe; so wirst Du meinem Urtheil wohl etwas trauen dürfen." [Schließen]

Februar 1798

Friedrich Schlegel berichtet seinem Bruder, dass Schleiermacher seine (F. Schlegels) philosophischen Hefte auf Fragmente hin durchgesehen habe.Vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 88 (Brief vom 17.2.1798): „Meine alten philosophischen Hefte, die Schleyermacher durchgesucht, hab' ich nun noch gar nicht angebrochen. Darunter sind sehr viele kleine pikante, 50–60." [Schließen]

Anfang März 1798

Schleiermacher berichtet seinem Onkel Stubenrauch, dass er sich wegen der von F. S. G. Sack verfassten Vorrede zu seiner Übersetzung der Fawcettschen Predigten in einer „Verlegenheit“ befinde.Vgl. Brief *460 [Schließen]

Mai 1798

Schleiermacher berichtet seiner Schwester, dass er bei Henriette Herz die italienische Sprache lerne, mit ihr zusammen Shakespeare und deutsche Literatur lese und sich mit Physik beschäftige.Vgl. Brief 473, Zeile 90ff [Schließen]

Juni 1798

Schleiermachers Übersetzung der Fawcettschen Predigten erscheint bei Mylius in Berlin; im Athenaeum erscheinen Fragmente Schleiermachers.Vgl. KGA I/2, S. X (Fawcett) und S. XXXI–XXXVIII sowie S. 143–156 (Fragmente) [Schließen]

Juli 1798

Schleiermacher lehnt die ihm von F. S. G. Sack angetragene Hofpredigerstelle in Schwedt ab.Vgl. Brief *491 und Brief *492 [Schließen]

Juli bis August 1798

Studium Kants und Fichtes.Vgl. Brief 483, 16 und Brief 503, 19f [Schließen]

Anfang August 1798

F. S. G. Sack stellt Schleiermacher wegen seines „jüdischen Umgangs“ zur Rede.Vgl. Brief 496, 228ff – Zur Rolle der Juden in der Berliner Gesellschaft dieser Zeit vgl. die zeitgenössische Schilderung von Helene Friederike Unger in ihren "Briefen über Berlin", woraus in der Anmerkung zu Brief 463, 249–254 ein Auszug gegeben ist [Schließen]

August 1798

Schleiermachers lutherischer Kollege an der Charité, Prahmer, veröffentlicht seine Schrift „Einige Worte über die Berlinische Charité zur Beherzigung aller Menschenfreunde“, in der er die Zustände an der Charité anprangert; diese Schrift ist Teil einer länger anhaltenden literarischen Polemik um die Verhältnisse an der Charité. Im Zusammenhang damit schreibt Schleiermacher Notizen „Zum Armen Wesen“ nieder.Vgl. KGA I/2, 159–161 und die Einleitung von G. Meckenstock S. XXXVIII–L [Schließen] – Schleiermacher arbeitet an einer „Kritik der Moral“.Vgl. Brief 502, 17–20 [Schließen]

Winter 1798

Schleiermacher besucht sonntags von 11 bis 1 Uhr eine Vorlesung, vermutlich Kiesewetters Vorträge über Moral; er wird deswegen von F.S.G. Sack ermahnt.Vgl. Brief 548, 48–56 [Schließen]

Gegen Jahresende 1798

Schleiermacher arbeitet an der (Fragment gebliebenen) Abhandlung „Versuch einer Theorie des geselligen Betragens“, die Anfang 1799 im „Berlinischen Archiv der Zeit und ihres Geschmacks“ erscheint.Vgl. KGA I/2, 163–184 [Schließen]

Dezember 1798

Schleiermacher gesteht der Schwester seine Neigung zu Eleonore Grunow, der Frau des Predigers am Berliner Invalidenhaus August Christian Wilhelm Grunow.Vgl. Brief 550, 62f; Grunow dürfte dadurch in Kontakt mit Schleiermacher gekommen sein, dass dieser, seiner Instruktion gemäß, für die reformierten Insassen des Invalidenhauses zuständig war [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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