12. Dezember 1782

Briefliche Bitte an die Unitäts-Ältesten-Conferenz um die Aufnahme der drei Schleiermacherschen Kinder in die Brüdergemeine.

Dezember 1793

Schleiermacher klagt in einem Brief an Stubenrauch über Disziplinschwierigkeiten.

Dezember 1795

Unter mehreren ihm angebotenen Stellen entscheidet sich Schleiermacher für die des reformierten Predigers an der Berliner Charité.

30. Dezember 1796

Einladung des Grafen Alexander Dohna an Schleiermacher zum Besuch des Hauses von Markus und Henriette Herz.Vgl. Brief 356 [Schließen]

21. Dezember 1797

Friedrich Schlegel zieht in Schleiermachers Wohnung.Vgl. Brief 424, 152f [Schließen]

Dezember 1798

Schleiermacher gesteht der Schwester seine Neigung zu Eleonore Grunow, der Frau des Predigers am Berliner Invalidenhaus August Christian Wilhelm Grunow.Vgl. Brief 550, 62f; Grunow dürfte dadurch in Kontakt mit Schleiermacher gekommen sein, dass dieser, seiner Instruktion gemäß, für die reformierten Insassen des Invalidenhauses zuständig war [Schließen]

02. Dezember 1798

Friedrich Schlegel berichtet Novalis, dass Schleiermacher an einem Werk über die Religion arbeitet.Vgl. F. Schlegel: Werke, Bd 24, S. 206: "Schleiermacher, der zwar wohl kein Apostel, aber ein geborner Recensent aller biblischen Kunstreden ist, und wenn ihm nur ein Wort Gottes gegeben würde, gewaltig dafür predigen würde, arbeitet auch an einem Werk über die Religion." [Schließen]

01. Dezember 1799

Schleiermacher kündigt seinem Verleger J. C. P. Spener an, er werde morgen den Rest des Manuskripts der „Monologen“ erhalten; er denkt zugleich schon wieder an die Weiterarbeitan der projektierten Siedlungsgeschichte Neuhollands (Australiens).Vgl. Brief 742; tatsächlich schickte Schleiermacher am folgenden Tag mit Brief 744 „das Ende“ der „Monologen“ [Schließen] In den nächsten Tagen wendet sich Schleiermacher wieder diesem Projekt zu und erbittet dafür Stellungnahmen und Materialien von Spener.Vgl. Briefe 746 und 747 [Schließen]

Anfang Dezember 1799

Schleiermacher spricht sich gegen die Aufnahme von Friedrich von Hardenbergs (Novalis) Aufsatz „Die Christenheit oder Europa“ ins „Athenaeum“ aus und kritisiert besonders die darin vorgetragene Apologie des Papsttums.Vgl. Brief 751, 10–19; tatsächlich wurde, wie aus dieser Briefstelle hervorgeht, der Aufsatz – ebenso wie F. W. J. Schellings „Epikurisch Glaubensbekenntnis Heinz Widerborsts“ – auf Anraten Goethes nicht gedruckt und erschien erst postum. [Schließen]

Mitte Dezember 1799

In einem Brief an A. L. Hülsen äußert Schleiermacher den Wunsch, ihn baldmöglichst in Lentzke zu besuchen und schlägt hierfür einen Termin vor.Vgl. Brief *755 [Schließen]

Mitte/Ende Dezember 1799

Schleiermacher kündigt Friedrich Schlegel die Absicht an, eine Verteidigungschrift zu dessen Roman „Lucinde“ zu publizieren; gleichzeitig teilt er mit, er wolle etwas „im ganzen über die deutsche Literatur geben“;Vgl. Brief *766 [Schließen] der letztere Plan wird aber nicht weiter konkretisiert.

16. Dezember 1799

A. W. Schlegel schlägt Schleiermacher vor, Fichtes Schrift „Die Bestimmung des Menschen“ zu rezensieren.Vgl. Brief 754, 79f [Schließen] In seiner Antwort vom 24. Dezember stimmt Schleiermacher zu, diese Rezension für das „Athenaeum“ zu übernehmen, die dann auch tatsächlich im letzten Stück der Zeitschrift 1800 erschien.Vgl. Brief 759, 48–50 [Schließen]

Ende Dezember 1799 bis Anfang Januar 1800

In einem Brief an C. G. von Brinckmann bekundet Schleiermacher seine Absicht, etwas zur Verteidigung von Friedrich Schlegels Roman „Lucinde“ zu schreiben,Vgl. Brief 758, 52–71 [Schließen] nachdem er bereits zuvor – wohl mündlich – entsprechende Äußerungen gegenüber Friedrich Schlegel gemacht hatte.Vgl. Brief 743, 33–38 sowie Brief 751, 19–27; möglicherweise begann Schleiermacher bereits im Januar 1800 mit der Niederschrift der „Vertrauten Briefe über Friedrich Schlegels Lucinde“, die bereits Mitte Juni 1800 bei Bohn in Lübeck erschienen. Vgl. dazu die Historische Einführung in KGA I/3, S. LIV–LVII [Schließen] – Im selben Brief kündigt Schleiermacher an, er wolle innerhalb der nächsten zwei Jahre eine „Kritik der Moral“ verfassen, die ihm „auch unter den Philosophen einigen Ruf machen soll“.Vgl. Brief 758, 116–119 [Schließen] Dieser Plan wurde mit den „Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre“ realisiert, die 1803 bei Reimer in Berlin erschienen.

24. Dezember 1799

In einem Brief an A. W. Schlegel äußert Schleiermacher sein Bedauern darüber, dass Schellings „Epikurisch Glaubensbekenntnis Heinz Widerborsts“ im „Athenaeum“ nicht gedruckt werden soll.Vgl. Brief 759, 31–34 [Schließen] Im selben Schreiben fasst Schleiermacher auch eine Rezension der zweiten Auflage von Herders „Gott“ und von Herders „Christlichen Schriften“ ins Auge, ohne jedoch diese Pläne im weiteren ernsthaft zu verfolgen.Vgl. Brief 759, 5761 [Schließen]

25. Dezember 1799 bis 28. Dezember 1799

Auseinandersetzungen mit dem Verleger J. C. P. Spener um eine Buchhändleranzeige für die „Monologen“.Vgl. Briefe 760 bis 765 [Schließen] Nachdem hierfür kein anderer Autor gefunden werden konnte – Spener hatte u. a. Markus Herz in Vorschlag gebracht, den Schleiermacher jedoch ablehnte, weil er als orthodoxer Kantianer Partei seiVgl. Brief 739, 4–11 [Schließen] – hatte Schleiermacher eine Selbstanzeige verfasst, die von Spener in einigen Punkten mehrfach kritisiert und zurückgewiesen wurde. Am 28. Dezember schließlich erschien in den „Berlinischen Nachrichten“ (Spenersche Zeitung) eine Anzeige der „Monologen“, die inhaltlich mit Schleiermachers Selbstinterpretationen dieser Schrift völlig übereinstimmt und auch seinen Stil verrät. Vermutlich hatte Spener Schleiermachers Text in wenigen Punkten redigiert und in den Druck gegeben. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich demnach bei der Anzeige um einen Text von Schleiermachers Hand, der der Forschung bisher nicht bekannt war und bündig Schleiermachers Stellung innerhalb der Philosophie des deutschen Idealismus beschreibt.Vgl. Brief 765, 1–5; der Text der Anzeige lautet: „Litterarische Anzeige. Monologen, eine Neujahrsgabe, groß Duodez, Berlin, 1800 bei C. S. Spener. Dieses Büchlein enthält die Aeußerungen eines Idealisten über die wichtigsten Verhältnisse des Menschen, und macht mit der eigenthümlichen Denkungsart bekannt, welche diese Philosophie, in dem Verfasser wenigstens, begründet hat. Wie viele oder wie wenige auch mit ihm übereinstimmen mögen, so muß es doch sehr vielen interessant sein, Gegenstände mit denen Jeder zu thun hat, aus dem Gesichtspunkt des Verfassers zu betrachten, und die Lehre zu welcher er sich bekennt von einer andern als der gewöhnlichen Seite in ihrem Einfluß auf den Charakter und das Leben kennen zu lernen. Wie oft auch Billigung, Mißbilligung und Verwunderung bei dem Leser wechseln mögen; so würde doch gewiß ein jeder gerne die heitre Stimmung theilen die im letzten Selbstgespräch herrscht, welches das Ganze beschließt wie ein kräftiges lustiges Presto eine Sonate. Anstatt einzelne Stellen anzuführen, deren sich ohnedies wenige aus dem Zusammenhange heraus heben ließen, mögen nur noch die Ueberschriften der einzelnen Monologen hier stehen: 1) Die Reflexion 2) Prüfungen 3) Weltansicht 4) Aussicht 5) Jugend und Alter. Kostet in der Haude und Spenerschen Buchhandlung geheftet 9 Gr.“ – Bereits Heinrich Meisner hatte diese Anzeige vor Augen gehabt und bemerkt, dass sie „sich inhaltlich mit den Worten“ deckt, „die in dem oben genannten Briefe an Spener vom Herbst 1799 stehen und auf die in einem Briefe vom Anfang Dezember hingewiesen wird“ (Schleiermachers Lehrjahre, S. 84); er hat jedoch den naheliegenden Schluss nicht gezogen, dass es sich hierbei um den Schleiermacherschen Entwurf handeln muss, auch wenn dieser noch redigiert wurde. [Schließen]

08. Dezember 1800

F. Schlegel schickt Schleiermacher seine Grundsätze zur Ordnung der Platonischen Dialoge. In dem Begleitschreiben bietet er an, die Verbreitung der „Monologen“ dadurch zu fördern, dass er als Herausgeber des noch vorrätigen Teils der Auflage auftritt. Eine Rezension des Buches lehnt er ab.Vgl. Brief 993 [Schließen]

Mitte Dezember 1800

Abschluss der Ausarbeitung der Predigten für die Sammlung.Vgl. Brief 997, 174f [Schließen]

23. Dezember 1800

In einem Brief an A. W. Schlegel berichtet Schleiermacher, dass er nun ganz mit der Plato-Übersetzung beschäftigt sei; zugleich äußert er seine Hoffnung, die „Kritik der Moral“ 1801 fertigstellen zu können.Vgl. Brief 1001, 19–28 [Schließen]

24. Dezember 1800 bis 26. Dezember 1800

Schleiermacher hat weniger Predigtverpflichtungen als gewöhnlich, wird aber durch zahlreiche Einladungen aus seinen Arbeiten herausgerissen.Vgl. Brief 997, 246–251 [Schließen]

27. Dezember 1800

Schleiermacher besucht Henriette Herz, der er Griechischunterricht erteilt. Anschließend verbringt er eine Stunde auf der Ressource (in der Heilig-Geist-Straße), wo er den Umgang mit Kollegen und einflußreichen Vertretern der Bürgerschaft pflegt.Vgl. Brief 997, 330–352 [Schließen] In einem Brief an die Schwester stellt er in zehn Jahren einen Roman mit seinen Lebensansichten in Aussicht.Vgl. Brief 997, 280–290 [Schließen]

28. Dezember 1800

Schleiermacher hält zwei Predigten; den Abend verbringt er bei Grunows.Vgl. Brief 997, 444–449 [Schließen]

29. Dezember 1800

Schleiermacher berichtet der Schwester, dass die Siedlungsgeschichte Neuhollands wegen fehlender, erst aus England herbeizuschaffender Materialien ins Stocken geraten sei und die Fertigstellung sich wohl um ein Jahr verzögern werde.Vgl. Brief 997, 608–611 [Schließen]

Dezember 1801

Schleiermacher trifft im Dezember 1801 oder Januar 1802 durch Zufall August Ludwig Hülsen bei A. W. Schlegel.Vgl. Brief 1148, 54–84 [Schließen]

02. Dezember 1801

Friedrich Schlegel wohnt bis zum 27. Januar 1802 bei Schleiermacher in Berlin.Vgl. Brief 1148, 5f [Schließen]

10. Dezember 1801

Über A. W. Schlegel lädt Schelling Schleiermacher zur Mitarbeit an dem von ihm gemeinsam mit Hegel herausgegebenen „Kritischen Journal der Philosophie“ ein und regt an, er solle eine Rezension über Jacobi verfassen,Jacobis Aufsatz haben Sie ganz richtig charakterisirt. Es sind verlegene und alt gewordene, halb geistreiche Tendenzen. Wollten sie es nicht übernehmen, Schleiermachern zu bereden, daß er diesen Jacobischen Aufsatz für das 2. Heft unseres Journals kritisirt? Ich würde ihn selbst darum bitten, wenn ich eben die Zeit dazu hätte. Es würde uns nicht nur unseres Journals, sondern der Sache selbst wegen sehr wichtig sein; denn von Schleiermacher läßt sich über Jacobi etwas ganz eigenes erwarten. Die beiderseitigen Individualitäten mögen einen besonderen Berührungspunct bilden.“ (Schelling: Briefe, Bd. 2, S. 363) – Bei dem Aufsatz handelt es sich wohl um F. H. Jacobis Abhandlung „Über eine Weissagung Lichtenbergs“, die in dem von J. G. Jacobi herausgegebenen „Taschenbuch für das Jahr 1802“ bei Perthes in Hamburg erschienen war (S. 3-46). [Schließen] was dieser jedoch ablehnt.Vgl. hierzu Schelling an A. W. Schlegel, 4. Januar 1802: „Was Schleyermacher wegen des Jacobi sagt, ist allerdings gegründet. Denn allerdings muß jede Kritik weit über ihren Gegenstand hinausgehen, auf Grundsätze, die nicht in ihnen liegen.“ (Schelling: Briefe, Bd. 2, S. 369) – Vgl. hierzu Schleiermachers wohl auf Anfang 1802 zu datierende Notiz im fünften „Gedanken“-Heft: „Schelling ist im Journal grob und skurril. Das ist unphilosophisch und ist nichts damit gewonnen.“ (KGA I/3, S. 300, Nr. 73) [Schließen]

05. Dezember 1802

Predigt über Matthäus 11, 16–19.SN 54, Bl. 57 [Schließen]

07. Dezember 1802

Schleiermacher berichtet Reimer, dass von der „Kritik der Moral“ erst die Vorrede, die Einleitung und die Einleitung zum ersten Buch fertiggestellt seien.Vgl. Brief 1401 [Schließen] Eleonore Grunows Mutter, die von ihrer Tochter gepflegt wurde, stirbt in Berlin.Vgl. Brief 1408, 80–82 [Schließen]

12. Dezember 1802

Predigt über Matthäus 11, 2–6.SN 54, Bl. 58 [Schließen]

19. Dezember 1802

Predigt über Lukas 2, 25ff.SN 54, Bl. 58 [Schließen]

25. Dezember 1802

Predigt über Lukas 2, 15–19. Meding: Bibliographie, Nr. 577 [Schließen]

26. Dezember 1802

Predigt über Galaterbrief 4, 4. Meding: Bibliographie, Nr. 578 [Schließen]

01. Dezember 1803

Friedrich Frommann schickt Schleiermacher die bisher zurückbehaltenen Manuskripte der Platon-Übersetzung.Vgl. Brief 1607 [Schließen]

03. Dezember 1803

G.A. Reimer informiert Schleiermacher über den Abdruck der Ankündigung der Platon-Übersetzung.Vgl. Brief 1608, 67–75 [Schließen]

05. Dezember 1803

Reimer schreibt, dass das erste der „Unvorgreiflichen Gutachten“ bereits gedruckt werde, während das zweite abgeschrieben und zensiert werde. Im Unterschied zu Spalding glaubt er nicht, dass Schleiermacher als Verfasser der anonym erscheinenden Schrift bald erkannt werden könne.Vgl. Brief 1609, 7–17 [Schließen] In demselben Brief berichtet Reimer über Beurteilungen der „Grundlinien einer Kritik der bisherigen Sittenlehre“ in Berlin, u.a. von Ancillon und Spalding; allgemein werde die Unverständlichkeit des Buches beklagt.Vgl. Brief 1609, 117–153 [Schließen]

14. Dezember 1803

Gegenüber Brinckmann äußert Schleiermacher, er werde in der Philosophie immer Dilettant bleiben; allein in der (niederen) Philologie könne er etwas leisten.Vgl. Brief 1612, 109–131 [Schließen] Zugleich entwickelt er Pläne für eine Sammlung von kritischen Aufsätzen zur Philosophie, u. a. über Fichte, Aristoteles und Spinoza.Vgl. Brief 1612, Zeile 165–171 [Schließen]

06. Dezember 1804

Schleiermacher berichtet, er habe in den Franckeschen Stiftungen im Hausgottesdienst gepredigt und sei dabei an die Herrnhutischen Anstalten erinnert worden.Vgl. Brief 1863, 83–87 [Schließen]

15. Dezember 1804

In einem Brief an C. G. von Brinckmann schildert Schleiermacher das Verhältnis zu mehreren Hallenser Kollegen; mit Niemeyer habe er sich aufgrund von dessen Vorbehalten gegenüber seinen philosophischen und theologischen Positionen noch nicht richtig verständigen können; F.A. Wolf stoße ihn durch Härte und Einseitigkeit ab, und mit seinem (und Brinckmanns) ehemaligen Lehrer J. A. Eberhard, der vereinsamt zu sein scheine, könne er nur historisch philosophieren, da er Schleiermacher noch immer als einen Atheisten ansehe. Von allen Kollegen stehe ihm Henrich Steffens wissenschaftlich und menschlich am nächsten.Vgl. Brief 1880, 24–60 [Schließen]

17. Dezember 1804

Schleiermacher teilt seinem Freund J. C. Gaß den Plan zu einem dreijährigen exegetischen Kurs mit, den er im Herbst 1805 eröffnen wolle. Auf ein Semester Hermeneutik solle eine einjährige, kursorische Lektüre des Neuen Testamentes folgen. Im vierten Semester möchte er „ein historisches und ein didaktisches Buch statarisch durchgehn“ und dann ein Jahr Übungen anschließen. Zur Vorbereitung bittet Schleiermacher Gaß, ihn über Literatur zur Hermeneutik zu informieren. In demselben Brief kündigt Schleiermacher an, er wolle nach einer Wiederholung seiner Ethik-Vorlesung einen Grundriß drucken lassen.Vgl. Brief 1881, 34–62 [Schließen]

18. Dezember 1804

Schleiermacher ist in Berlin eingetroffen,Vgl. Brief *1882 [Schließen] wo er für die Zeit der Weihnachtsferien bleiben und vor allem über die Einrichtung des akademischen Gottesdienstes in Halle verhandeln möchte.Vgl. Brief 1878, 6–10 [Schließen] Hierin, so berichtet er unter dem 6. Januar 1805, habe er nichts ausrichten können, auch habe er Eleonore Grunow nicht gesehen.Brief 1894, 18–35 [Schließen]

23. Dezember 1804

Schleiermacher übersendet das Manuskript seiner Zöllner-Rezension für die Jenaer Allgemeine Literatur Zeitung an Eichstädt.Vgl. Brief 1885, 1–9. – Schleiermachers Rezension von Johann Friedrich Zöllners „Ideen über National-Erziehung“ erschien in der JALZ 1805, Nr. 13-15, Sp. 97–114 (KGA I/5, S. 1–25). [Schließen]

01. Dezember 1805

Schleiermacher berichtet, dass die Schulkirche für den akademischen Gottesdienst wieder hergerichtet und die – noch reperaturbedürftige – Orgel eingetroffen sei; vor dem Frühjahr rechne er jedoch nicht mit der Eröffnung des Gottesdienstes.Vgl. Brief 2081, 71–73 [Schließen]

03. Dezember 1805

Konzert des blinden Flötenvirtuosen Friedrich Ludwig Dulon im Hallenser Ratskeller; im Anschluss an das Konzert fasst Schleiermacher den Entschluss zur Niederschrift der „Weihnachtsfeier“; das Manuskript sei knapp drei Wochen später vollendet worden.Vgl. KGA I/5, S. XLIV und Brief 2142, 52–56 [Schließen]

12. Dezember 1805

K. H. L. Giesebrecht fragt bei Schleiermacher offiziell an, ob dieser bereit sei, eine Predigerstelle in Bremen anzunehmen.Vgl. Brief *2092. Eine längere Anmerkung dazu findet sich in KGA V/8, S. XXX. [Schließen]

21. Dezember 1805

Gegenüber Reimer bekräftigt Schleiermacher, dass er zur Michaelismesse 1806 mit einem „theologischen Compendium“ – der theologischen Enzyklopädie – hervortreten wolle.Vgl. Brief 2099, 44–46 [Schließen] Weiterhin schreibt er, dass er den Ruf nach Bremen benutzen wolle, um die baldige Einrichtung des akademischen Gottesdienstes zu bewirken und seine Aufnahme als Ordinarius in die Fakultät durchzusetzen.Vgl. Brief 2099, 53–59 [Schließen]

24. Dezember 1805

Schleiermacher verbringt den Weihnachtsabend mit Steffens bei Reichardts in Giebichenstein.Vgl. Brief 2128, 8–10 [Schließen]

06. Dezember 1806

In einem Brief an Reimer äußert Schleiermacher, dass in Deutschland die Trennung der Nation, d.h. der Einzelnen und der Familien, von der Politik überwunden werden müsse, um eine Wiedergeburt zu ermöglichen.Vgl. Brief 2342, 40–64 [Schließen] Schleiermacher bietet Eichstädt an, für die Allgemeine Literaturzeitung Berichte über das Schicksal Halles und der Hallenser Universität unter der französischen Besatzung zu erstellen; der Plan wird nicht realisiert.Vgl. Brief 2347, 62–67 [Schließen]

07. Dezember 1806

In einem Brief an J. E. Th. von Willich äußert Schleiermacher seinen Glauben an eine Wiedergeburt Preußens und Deutschlands; er wolle bei einer Fortsetzung des Krieges und fortgesetzter Besetzung Halles interimistisch auf einer anderen Stelle in Preußen angestellt bleiben. Schleiermacher erwartet von Napoleon eine Verfolgung der Protestanten.Vgl. Brief 2344, 42–73 [Schließen]

13. Dezember 1806

Absage des erneuten Rufes nach Bremen.Vgl. Brief *2351. − Bereits unter dem Datum des 12.12.1806 berichtete Adolph Müller: „Daß Schleiermacher nach Bremen käme, das glaube ich durchaus nicht, und er selbst sagt, daß er so lange hier hoffe und harre, als noch der mindeste Grund dazu da ist. Dieser Schimmer schwindet doch wohl nicht, so lange der König und die Russen noch Armeen haben, und die Oestereicher sich nicht öffentlich für Frankreich erklären. Ich kann nicht daran glauben, daß dieser güldene, güldene Mann, der höchste, den die jetzige Zeit hervorzubringen vermochte, künftig in einer Stadt wohnen soll mit mir, und zu einer Zeit, wo ich mich ihm durch unablässigen Umgang mit seinen Schriften und seinem Geiste ganz hinzugeben gedenke, sobald ich Muße dazu finde. Es mag nun aber kommen, wie es will, seine herrliche Sonne soll mir nimmer wieder verloren gehen, und wenn ich auch nicht als sein naher Planet mich um ihn schwingen kann, so fahre ich doch gewiß in größeren Ellipsen um ihn, und meine träge Masse wurzelt in seinem beweglichen ewigen Lichte. Wenn Ihr ihn nicht erhaltet und doch wissen wollt, wie in ihm der Gott wohnt und wie die Zunge gelöst ist, um dies kund zu thun für Einzelne und Viele, so lest seine Schriften und vorzüglich seine Predigten, von denen eine neue Ausgabe herausgekommen ist; und daß kein Wort nachlässig der Aufmerksamkeit entfalle, − Schleiermacher wird in diesen Tagen nach Berlin abreisen; ob er von hier oder von dort, wo er vielleicht etwas über Halle erfährt, Dir antwortet, weiß ich nicht.“ (Briefe von der Universität, S. 349) [Schließen]

16. Dezember 1806

Schleiermacher erwägt die Abfassung einer Grammatik des Französischen, um die „absolute Gesinnungslosigkeit“ des Französischen nachzuweisen.Vgl. Brief 2356, 86–88 [Schließen]

18. Dezember 1806

Abreise Steffens’ aus Halle; damit endet auch die seit dem 17. Oktober bestehende gemeinsame Haushaltsführung.Vgl. Brief 2356, 45–53 [Schließen]

Zitierhinweis

Chronologie zu Leben und Werk Schleiermachers von 1768 bis 1814. In: schleiermacher digital / Chronologie, hg. v. den Schleiermacher-Forschungsprojekten. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/chronologie (Stand: 26.7.2022)

Chronologie

Die Chronologie erschließt und kommentiert das Leben und Werk Schleiermachers und ist derzeit für die Jahre 1768 bis 1814 verfügbar. Neben den nach Datum sortierten Chronologien einzelner Jahre können kurze Jahresüberblicke über die obere Menüleiste aufgerufen werden. Die Jahrgänge 1768–1795 und 1796–1807 sind als zusammenhängende Überblicke gegeben, ab dem Jahr 1808 bis zum Jahr 1811 existiert für jedes Jahr ein separater Jahresüberblick.


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