Herr p de Wette hat zugesagt, Herr Wilken hat völlig abgeschrieben. Deshalb ist mir aufgetragen Ewr Hochwohlgebohren zu ersuchen bei Ihrem Aufenthalt in Göttingen Heeren zu sondiren. Man will noch einmal diesen Versuch machen, wenn er aber mißlingt soll es dabei bleiben Dippold und Woltmann als extraordinarios auf zu stellen.   Herr Süvern und ich sind überzeugt daß Heeren nicht kommt, und da Dippold für diesen Fall immer wünschenswerth ist, aber wegen seines Rufs nach Danzig unmöglich lange aufgehalten werden kann so werden Sie um so mehr die Güte haben baldmöglichst zu berichten wie es sich mit Heeren anläßt.  Gewiß werden Sie beim ersten Gespräch darüber entscheiden können; denn wenn er nicht gleich zusagt sondern erst Unterhandlungen mit | seiner Regierung anknüpfen will, ist wol wenig zu erwarten. – Möchten wir nur bald gute Nachrichten aus Leipzig von Ihnen bekommen!

Reisen Sie recht glüklich weiter, und denken Sie auch bis weilen an mich; sondern auch nicht nur überhaupt sondern auch daran daß ich noch nach Ihnen reisen will.

Merkwürdiges in Universitätssachen wüßte ich Ihnen übrigens noch nicht zu melden.

Berlin d. 3t. Aug. 10.

Schleiermacher

Zitierhinweis

3477: An Wilhelm Uhden. Berlin, Freitag, 3. 8. 1810. In: schleiermacher digital / Briefe, hg. v. Simon Gerber und Sarah Schmidt. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://schleiermacher-digital.de/v/fsb_0003477 [Druck: KGA V/10, Berlin 2015]